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Brexit: Großbritannien und der EU-Austritt – Teil 2

Am Dienstag dieser Woche habe ich hier im „Schlussgong“ über das Thema „Brexit“ (möglicher EU-Austritt Großbritanniens) berichtet und Ihnen abschließend eine Fortsetzung angekündigt. Bevor ich dieses Thema gleich fortführe, möchte ich Ihnen zunächst noch einmal einen kurzen Überblick darüber geben, was ich am Dienstag bereits geschrieben habe.

Im 1. Teil haben Sie unter anderem erfahren, dass vor wenigen Tagen in einem offenen Brief, den rund 200 Spitzenmanager aus Großbritannien unterschrieben haben, vor den Folgen des Brexits gewarnt wurde.

Die Unterzeichner argumentierten damit, dass die Wirtschaft in Großbritannien den ungehinderten Zugang zu einem Markt mit 500 Mio. Menschen (die EU) braucht, um weiter zu wachsen. Schließlich gehen rund 50% der britischen Exporte in EU-Staaten.

Die EU zu verlassen, würde Investitionen und Arbeitsplätze gefährden, warnen die unterzeichnenden Firmenlenker – deren Unternehmen mehr als 1 Mio. Menschen in Großbritannien beschäftigen.


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Hinzu kommt, dass auch das Finanzzentrum London leiden würde, wenn Großbritannien die EU verlässt. Im Gegenzug könnte die deutsche Finanzmetropole Frankfurt an Einfluss gewinnen, wenn der große Konkurrent London zumindest teilweise Geschäfte abgibt.

Großbritanniens Finanzminister bittet G20-Staaten um Hilfe

Ganz aktuell meldet die britische Zeitung „Financial Times“, dass Großbritanniens Finanzminister George Osborne die 20 wichtigsten Industriestaaten (G20) darum bittet, sich mit Nachdruck gegen den Brexit auszusprechen.

Das offenbart zum einen, dass die britische Regierung die Gefahr eines „Ja“ zum Ausscheiden Großbritanniens aus der EU beim im Juni anstehenden Volksentscheid sehr ernst nimmt.

Zum anderen ist dies auch ein klares Indiz dafür, dass die britische Regierung – ebenso wie große Teile der britischen Wirtschaft – um die negativen Folgen eines Brexits fürchtet.

Laut dem FT-Bericht sagte Osborne, er hoffe, die Unterstützung der G20 für Großbritanniens Verbleib in der EU werde ein zentrales Ergebnis des Treffens der Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländergruppe sein.

Die Zeitung beruft sich auf mehrere Personen aus dem engen Umfeld Osbornes. Einen offiziellen Kommentar lehnte das britische Finanzministerium ab.

Brexit wird auch außerhalb Großbritanniens als Gefahr gesehen

Doch nicht nur seitens der britischen Regierung und von großen Teilen der britischen Wirtschaft wird der Brexit als reale Gefahr gesehen. So berichtet beispielsweise die Financial Times, dass chinesische Offizielle sich in bilateralen Gesprächen (Gespräche mit anderen Staaten) besorgt gezeigt hätten über die Aussicht, dass Großbritannien die EU verlassen könnte. Auch Regierungsmitglieder anderer Nationen sollen das Thema in Gesprächen mit dem britischen Finanzminister Osborne angesprochen haben.

Zudem habe ich bereits am Dienstag berichtet, dass auch die deutschen Unternehmerverbände BDI und BDA für einen Verbleib des Königreichs in der EU werben. Kein Wunder: Großbritannien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in der EU und einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.

Ein Brexit würde die Handelsbeziehungen belasten, da dann zum Beispiel der bürokratische Aufwand beim Warenaustausch viel größer würde. Die drohenden bürokratischen Hürden verschlingen Geld und Zeit. Innerhalb des EU-Systems ist der Austausch von Waren und Dienstleistungen schneller und günstiger möglich.

Bisherige Auswirkungen des drohenden Brexits

Schon jetzt hat der drohende Brexit Auswirkungen auf die Finanzmärkte: Das Britische Pfund hat in den vergangenen Wochen stark an Wert verloren. Das zeigt, wen die Märkte als Verlierer sehen, wenn es tatsächlich zum Brexit kommen sollte. Im Vergleich zum US-Dollar ist das Britische Pfund aktuell so schwach wie seit 7 Jahren nicht mehr.

26. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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