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Bund Future: Angstbarometer hat auch einen Deckel

Wenn man die Zinssituation in Deutschland analysieren möchte, muss man den Bund Future als Instrument verwenden.

Berechnung

Der Bund Future ist eine theoretische und rein fiktive Schuldverschreibung des Staates Deutschland (Bundesanleihe) mit einem Zinskupon von 6% und einer Laufzeit von 10 Jahren.

Er wird an der Börse in % berechnet. Daraus resultiert ein Maximalwert von 160%; ansonsten würde der Zins negativ ausfallen.

Bei einem Wert des Bund Future von 100% errechnen sich genau 6% Zinsen. Bei 160% wären dies bei der Restlaufzeit von 10 Jahren 0%.

Zusammenhang

Demnach steht ein steigender Bund-Future-Kurs für fallende Zinsen. Für viele Investoren sind Bundesanleihen ein „sicherer Hafen“.

Durch die Schuldenkrise in Europa, welche stark fallende Zinsen für deutsche Bundesanleihen zur Folge hatte (sicherer Hafen), trug es sich zu, dass der Bund Future von einem All Time High zum nächsten geklettert ist.

Was sagt jetzt die Charttechnik dazu? Hierzu analysieren wir zunächst den 1-Jahreschart des Bund Future:


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Bund Future 1 Jahr

 

All Time Highs am laufenden Band

Wir erkennen im Jahreschart seit Herbst 2011 ein Seitwärtsband, welches sich von etwa 133 bis 139 erstreckt (die unteren 2 roten Horizontalen). Die obere Barriere wurde dann zu Beginn dieses Jahres um 1%-Punkt auf 140% aufgestockt (obere rote Horizontale).

Im März, als die Aktienkurse ihr Jahreshoch markierten, verlor der Bund Future reziprok dazu nach unten und fiel weit in das alte Band zurück. Das war auf die vermeintliche Entspannung in Europa zurückzuführen.

Die Krise spitzte sich dann wieder zu und folglich stieg der Bund Future als Barometer für die „Europa-Angst“ wieder an. Er durchbrach die obere Barriere bei 140% und setzte zu einem noch nie da gewesenen Höhenflug an (grüner Trendkanal).

Am 1. Juni hat er mit 146,89% sein absolutes Allzeithoch markiert.

Mit der mickrigen Rendite von 1,3% und der Tatsache, dass auch für Deutschland negative Konsequenzen aus der Schuldenkrise entstehen, verloren Bundesanleihen wieder an Wert und der Bund Future korrigierte die Übertreibung bis zur Marke von etwa 141%.

Zwischen 139% und 140% liegt die aktuelle Unterstützung. Von der Kurzfristanalyse her ist eine Gegenbewegung bis maximal 144% möglich, bevor der Bund Future erneut die Unterstützungslinien testet.

Längerfristige Analyse

Bund Future 3 Jahre

Klare Übertreibungsphase

Im 3-Jahreschart sehen wir deutlich, dass die Kursbewegungen im Mai eine absolute Übertreibungsspitze darstellen (Schwarzer Pfeil).

Nach dem gelungenen Durchbruch über die 135% in 2011 hat der Bund Future einen flachen, stetigen Aufwärtstrendkanal ausgebildet (blaue Trendlinien).

In diesen ist er nach der Korrektur nun wieder eingetaucht. Die nächste Unterstützung liegt an der unteren Begrenzung des Trendkanals bei etwa 137%.

Darunter erfährt der Bund Future bei 135% eine festere Unterstützung, die aus dem Hoch von 2010 herrührt (rote Horizontale). Diese Marke dürfte das maximale Abwärtspotenzial für die nächsten Wochen und Monate sein.

Bund Future als „Angstbarometer“

Wie bereits erwähnt, stürzen sich viele Investoren immer dann auf Bundesanleihen, wenn es ungemütlich wird. Je größer die Angst, desto höher der Bund Future. Nur ist dies irgendwo auch gedeckelt.

Denn wer investiert in eine 10-jährige Bundesanleihe mit 1,3% bei 2% Inflation und der Aussicht auf eventuell schnell eintretende Kursverluste!?

Fazit

Mit aktuell etwa 1,5% Rendite liegt der Ertrag unterhalb der Inflation von durchschnittlich 2%. Investoren in Bundesanleihen erzielen also einen Realrenditeverlust von -0,5% pro Jahr.

Das vor Augen und die Tatsache, dass gute deutsche Aktien-Unternehmen mittlerweile Dividendenrenditen von 3 – 6% erzielen, macht ein Investment in Bundesanleihen zurzeit unattraktiv.

Tipp

Ich gehe davon aus, dass der Bund Future sein All Time High bereits gesehen hat. Bei einem durchaus möglichen, nochmaligen Anstieg bis in die Region 144% ist es nicht der falscheste Gedanke, den Bund Future zu shorten.

Im Hinblick auch auf in der Zukunft anziehenden Inflationsdaten sowie die wesentlich attraktiveren Renditen am Aktienmarkt sollten Anleger ein Investment in Bundesanleihen jetzt meiden.

22. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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