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C.A.T. Oil: Übernahme-Preis nach Management-Rücktritt mehr als fair

Der Übernahme-Sensor berichtet Ihnen regelmäßig nicht nur über die heißesten Gerüchte auf dem M&A-Markt sondern gibt auch immer wieder seine Einschätzung zu laufenden Übernahmen bekannt.

So konnten Sie vor kurzem die warnende Berichterstattung der Übernahme des australischen TV-Senders Ten Networks nachlesen. Wer meiner Argumentation folgte und diese vermeintliche Übernahme-Chance liegen ließ, dem ist ein Verlust erspart geblieben.

Unklare Eigentümer-Struktur bei Abgabe der Offerte

Heute möchte ich auf die Übernahme des Ölservice-Unternehmens C.A.T Oil eingehen. Die Übernahme-Ankündigung liegt inzwischen über 2 Monate zurück, doch ruhig war der Deal nie.

Bieter ist Joma Industrial Service, ein mittelbar vom Ex-Schlumberger-Manager Maurice Dijols gehaltenes Unternehmen. Dijols sitzt im Aufsichtsrat mehrerer russischer Ölbohr-Firmen und kennt die Branche sehr gut.


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Hört sich einfach an – doch um erst einmal herauszubekommen, wer Joma Industrial Service ist und das Dijols dahinter steckt, brauchte es größeren Aufwand. Zudem war da noch Anna Brinkmann, Großaktionär, die sich den Kontrollwechsel nicht erklären konnte.

Ein Vertrags-Wirrwarr sorgte dafür, dass nicht klar war, ob das Übernahme-Angebot rechtens war.

BaFin genehmigt Offerte – Fragen auf Rechtmäßigkeit blieben

Mitte November konnte – oder wollte – das Management auf einer Investoren-Veranstaltung die Unklarheit nicht beseitigen. Die Ausführungen wirkten meiner Meinung nach in der Tendenz eher so, dass die Offerte nicht rechtens war.

Das erwarteten auch viele Investoren. Die Aktie notierte aufgrund der unklaren Eigentumsverhältnisse weit unter dem kolportierten Angebotspreis zwischen 15 und 16 Euro.

Auflösung kam erst – zumindest kurzfristig – Ende November durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Diese genehmigte die Übernahme-Offerte und bezifferte den Mindestpreis auf 15,23 Euro.

Die Aktie schoss hoch – sackte aber kurze Zeit später wieder deutlich ab. Denn Brinkmann teilte mit, dass die Offerte an zwei Punkten fehlerhaft sei. Damit war erneut unklar, ob die Offerte wirklich so kommt.

Vorstand empfiehlt Angebotsannahme und tritt zurück

Inzwischen sieht es aber danach aus, als wenn der Deal laufen würde. Brinkmann hat heute mitgeteilt, dass sie ihr Vorstandsmandat per sofort niederlegen wird. Der Unternehmenschef Manfred Kastner und Finanzvorstand Ronald Harder kündigten ihren Rückzug zum 31.03.15 an.

Der geschlossene Rücktritt der ersten Führungsriege sollte Investoren aufhorchen lassen. Das sind Manager, die das Unternehmen seit Langem kennen. Ein spontaner Wechsel ist da nicht ohne weiteres möglich. Zudem sollte kritisch hinterfragt werden, warum die Manager plötzlich ihre Führungsposition aufgeben.

Für die Beurteilung einer Investition also ein echter Minus-Punkt. Hinzu kommen noch die Risiken im C.A.T Oil Stammgeschäft Russland und der schwache Ölpreis.

Die Führungsmannschaft hat zur Annahme der Offerte geraten. Wenn die Offerte also bereits fair ist und jetzt auch noch das Management zurücktritt, sollten Investoren eine Angebotsannahme ernsthaft in Betracht ziehen. Gut möglich, dass nach Ablauf der Annahmefrist der Aktienkurs den Rückwärtsgang einlegt.

24. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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