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Canon bietet für Überwachungskamera-Hersteller Axis 50% Übernahme-Prämie

Gestern hat Ihnen der Übernahme-Sensor von dem geplanten Zusammenschluss zwischen Staples und Office Depot berichtet. Dabei haben Sie erfahren, dass Unternehmen Auswege finden müssen, wenn ihr bisheriges Geschäftsmodell wegbricht.

Bei Staples war es der wachsende Druck durch den Internet-Handel. Aber auch in anderen Branchen müssen sich die Unternehmen „neu erfinden“, um den geänderten Marktbedingungen zu begegnen.

So ist es zum Beispiel bei der deutschen SAP der Wandel vom klassischen Software-Geschäft zum Lizenz-Geschäft oder bei Lenovo die schwindende Nachfrage nach PCs.

Die heutige Top-Meldung aus der Übernahme-Branche ist auf den stark sinkenden Absatz im Kamera-Markt zurückzuführen. Dort sucht der japanische Kamera-Hersteller Canon nach Möglichkeiten, um der Konkurrenz von Smartphone-Herstellern zu begegnen, die in ihren Geräten häufig für Normalverbraucher absolut akzeptable Kameras anbieten.

Canon will für 23,8 Mrd. schwedischen Kronen (2,5 Mrd. Euro) den schwedischen Überwachsungskamera-Hersteller Axis übernehmen. Anders als das klassische Geschäft mit Fotoapparaten boomt dieses Segment.


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Aktionäre des Übernahme-Kandidaten erneut die großen Gewinner

Canon bietet den Axis-Aktionären 340 schwedische Kronen je Anteilsschein. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses beinhaltet die Offerte eine stolze Übernahme-Prämie von rund 50%.

Die Aktie des Übernahme-Kandidaten schoss nach Deal-Bekanntgabe nach oben und notiert mit einem aktuellen Kurs von 337 schwedischen Kronen nur knapp unter dem Angebotspreis.

Diese geringe Lücke zeigt Ihnen, dass der Markt keine Zweifel darüber hat, dass die Übernahme reibungslos verläuft. Die verbleibende Lücke ist lediglich eine Zeitwert-Komponente.

Anleger erhalten bei heutigen Verkauf über die Börse 3 Kronen weniger – müssen aber dafür nicht warten bis Cannon das Geld nach gelungener Übernahme überweist.

Auch Canon-Investoren begrüßen Deal

Die Canon-Investoren begrüßen die Übernahme ebenfalls. Nachdem die Aktie bereits im Tokioter Handel leicht zulegen kann, steht heute Nachmittag im Frankfurter Handel ebenfalls ein grünes Vorzeichen auf der Kurstafel.

Üblicherweise verliert die Aktie des Bieters, wenn eine Übernahme angekündigt wird. Das hängt damit zusammen, dass die Investoren befürchten, der Deal könnte unerwartete Probleme nach sich ziehen (Investitionsrisiko steigt).

Bei dieser Übernahme sind die Investoren jedoch anscheinend sowohl mit dem Preis als auch mit der Strategie einverstanden.

Übernahme für Canon richtiger Schritt, um den veränderten Marktbedingungen zu begegnen

Der Übernahme-Sensor schließt sich der Meinung der Canon-Investoren an und erachtet den Deal als strategisch sehr sinnvoll. Canon muss in die Nische gehen, um neuen Umsatz zu generieren.

Es wird im Geschäft mit Fotoapparaten, die immer noch einen großen Umsatzanteil ausmachen, nicht einfacher werden – das haben die jüngsten Geschäftszahlen gezeigt. Im Überwachsungskamera-Markt, dessen Größe auf 15 Mrd. $ taxiert wird, hat Axis eine sehr starke Stellung und zuletzt steigende Umsätze gemeldet.

Das ist schon einmal ein Teil eines Auswegs für Canon. Die Japaner sind auch nicht der einzige Kamera-Anbieter und mussten schnell sein. Die attraktivsten Übernahme-Ziele sind erfahrungsgemäß immer als erstes weg. Wäre Axis schon bei einem Konkurrenten gelandet, wäre eine gute Alternative weg gewesen.

Wie wichtig es ist, schnell zu handeln, zeigte in der Branche schon der Wandel vom analogen zum digitalen Fotogeschäft. Nicht wenige große Namen gingen Pleite oder schafften nur mit sehr viel Mühe den Wandel. Wer Weitsicht bewies und den Trend rechtzeitig erkannte, hatte es dagegen viel einfacher. Ein guter Deal!

10. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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