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CAT Oil: Nach dem Kursfeuerwerk folgt der Kater

Die im SDax notierte Aktie der österreichischen Ölbohrfirma CAT Oil sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen.

Nachdem die Aktie am vergangenen Donnerstag plötzlich in der Spitze um bis zu 20% in die Höhe schoss, ist sie heute der größte Tagesverlierer im SDax.

Lesen Sie jetzt die Hintergründe des Kurssprungs in der vergangenen Woche und warum die Aktie heute plötzlich abstürzt.

Übernahmeangebot sorgte zunächst für Kursfeuerwerk

Am vergangenen Donnerstag legte Joma Industrial Source Corp. (kurz: Joma), eine auf den britischen Jungferninseln ansässige Gesellschaft, ein Übernahmeangebot vor. Daraus geht hervor, dass Joma 15,23 Euro je CAT-Oil-Aktie bietet.

Tags zuvor ging die CAT-Oil-Aktie noch mit 12,62 Euro aus dem Handel und schoss nach Bekanntwerden des Übernahmeangebotes in die Höhe. In der Spitze legte die Aktie um bis zu 20% zu. Die Annahmefrist des Übernahmeangebots läuft am 08. Januar um 24 Uhr ab.


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Die Hintergründe des Übernahmeangebotes

Bevor ich gleich darauf eingehe, warum die CAT-Oil-Aktie heute trotz Übernahmeangebotes zum Tagesverlierer im SDax wurde, möchte ich Ihnen kurz noch einige Hintergründe erläutern.

Joma hatte die Mehrheit am langjährigen CAT-Oil-Großaktionär CAT Holding übernommen und daher ein Pflichtangebot vorlegen müssen. Es heißt, Joma habe sich mittels einer Call-Option über zypriotische Zwischengesellschaften bereits 47,7% an CAT Oil gesichert. Welcher Betrag für den Rest von CAT Oil fällig würde, erfahren Sie gleich.

Fehler im Rahmen des Übernahmeangebotes

Am Freitagabend wurde durch CAT Oil eine Pflichtmiteilung veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass im Rahmen des Pflicht-Übernahmeangebotes Fehler gemacht worden seien. Daraufhin verflüchtigten sich im heutigen Handel große Teile des deutlichen Kursgewinns vom vergangenen Donnerstag. Die CAT-Oil-Aktie notierte heute Nachmittag über 5% niedriger als zum Handelsschluss am Freitag vergangener Woche.

Kommen wir jetzt zu den Fehlern im Pflichtangebot: Die Fehler, die sich laut Pflichtmitteilung in dem Übernahmeangebot befinden, haben vor allem Auswirkungen auf die Finanzierung des Übernahmeangebotes.

Die Joma, die im Alleineigentum des französischen Ölmanagers und CAT-Oil-Mehrheitseigentümers Maurice Dijols steht, bietet 15,23 Euro je CAT-Oil-Aktie. Daraus ergibt sich ein Unternehmenswert in Höhe von 744 Mio. Euro.

Wenn der Joma alle noch ausstehenden Aktien angedient (überlassen) werden, muss Joma bzw. der Alleineigentümer Maurice Dijols 390 Mio. Euro aufwenden. Zur Finanzierung dient ein Kredit bei der Eurobank Cyprus über 400 Mio. Euro, der angeblich mit CAT-Oil-Aktien besichert ist.

Allerdings dürfte die Besicherung in Form eines Pfandrechtes, dass der Darlehensgeberin Eurobank Cyprus eingeräumt worden sein soll tatsächlich gar nicht bestellt worden sein. Zumindest nach Angaben von CAT Oil, die sich gegen die Übernahme zu wehren scheinen, liegt kein Pfadrecht vor. Die Anwälte von Joma hingegen sprechen von einem Missverständnis.

Daneben soll nach Angaben von CAT Oil noch ein weiterer Fehler im Rahmen des Pflichtangebotes gemacht worden sein: Eine sogenannte Non-Tender-Vereinbarung, die Bestandteil des Angebotes ist, soll ungültig sein.

Es geht dabei darum, dass Aktien des CAT-Oil-Großaktionärs CAT Holding im Rahmen des Übernahmeangebotes nicht angedient werden können. Somit müsste für diese Aktien keine Finanzierung bestehen. Eine solche Vereinbarung sei aber nichtig, da sie gegen zwingendes Recht verstoße, heißt es.

Fazit: Aktuell ein „zu heißes Eisen“

Aus meiner Sicht ist die Geschichte für Privatanleger, die nicht bereit sind größerer Risiken einzugehen, derzeit zu heiß. Ich empfehle Ihnen daher, augenblicklich die Finger von der CAT-Oil-Aktie zu lassen.

Ich halte Sie allerdings an dieser Stelle über die weiteren Geschehnisse in diesem Zusammenhang auf dem Laufenden. Denn: Ob CAT Oil es schafft, den Übernahmeversuch abzuwehren, kann nur die Zukunft zeigen.

15. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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