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Celgene im Kaufrausch: Biotech-Konzern will Receptos schlucken

In der US-Pharmabranche bahnt sich der nächste Megadeal an. Celgene bietet für den Konkurrenten Receptos 232 Dollar je Aktie. Damit kommt der Medikamentenentwickler auf einen Börsenwert von 7,2 Mrd. Dollar. Die Übernahmeofferte bedeutet einen Aufschlag von 12% auf den Vortagesschlusskurs.

Celgene will Produktportfolio verbreitern

Mit dem Zukauf setzt der Biotechnologiekonzern auf eine breitere Produktpalette. Denn der Wettbewerber Receptos steht kurz vor der Einführung des Wirkstoff Ozanimod zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Multiple Sklerose. Dem Medikament wird ein Jahresumsatz von 4 bis 6 Mrd. Dollar zugebilligt. Zusätzlich hat Receptos noch weitere Wirkstoffe in frühen Testphasen.

Mit dem größten Zukauf in der Firmengeschichte will Celgene den Bereich mit Autoimmunkrankheiten deutlich ausbauen. Somit setzt Celgene seine Strategie weiter fort.

Der Konzern kauft sich potenzielle Verkaufsschlager ein, um sich unabhängiger von den eigenen Medikamenten zu machen. Bislang liefert der Umsatzbringer Revlimid gegen Knochenmarkkrebs mehr als 50% der Gesamterlöse in Höhe von 7,7 Mrd. Dollar.


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Beide Aktien gehen durch die Decke

Beide Firmen reagierten positiv auf die Meldung. Celgene hat mit dem jüngsten Kurssprung bereits die Marke von 100 Mrd. Dollar Börsenwert geknackt. Davon ist Receptos mit einer Kapitalisierung von 7,26 Mrd. Dollar noch weit entfernt.

Das aus Kalifornien stammende Unternehmen ist ohnehin erst seit 2013 an der Börse gelistet. Erstzeichner können sich über einen Extremgewinn freuen. Zu 14 Dollar kam das Papier an den Markt. Der aktuelle Kurs liegt bei 230 Dollar.

Celgene hebt Ausblick an

Celgene hat gestern auch vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz um 22% auf 2,27 Mrd. Dollar. Der Gewinn je Aktie kletterte dabei überproportional um 37%.

Für das Gesamtjahr zeigte sich die Konzernführung zuversichtlich. Beim angepeilten Jahresumsatz von 9 bis 9,5 Mrd. Dollar wird jetzt ein Gewinn je Aktie zwischen 4,75 und 4,85 Dollar (zuvor: 4,60 bis 4,75 Dollar) erwartet.

Zugleich wurde der langfristige Ausblick nach oben genommen. Bis 2020 sollen mehr als 21 Mrd. Dollar Umsatz generiert werden (zuvor: 20 Mrd. Dollar). Beim Gewinn wird ein Anstieg auf über 13 Dollar je Aktie prognostiziert (zuvor: 12,50 Dollar).

Bieterkampf durchaus möglich

Gerüchten zufolge hat Receptos mit nicht weniger als zehn Konzernen über eine mögliche Übernahme verhandelt. Bislang macht der Konzern noch keinen Umsatz, hat aber den Hoffnungsträger Ozanimod kurz vor die Zulassung gebracht. Jetzt braucht Receptos einen starken Marketing- und Vertriebspartner.

Der Preis für die betriebswirtschaftlich sinnvolle Übernahem ist im Branchenvergleich niedrig. Denn Celgene zahlt nur wenig mehr als den einfachen avisierten Jahresumsatz von Ozanimod.

Einige Analysten sehen den fairen Wert je Receptos-Aktie mit 348 Dollar und damit gut 50% höher als der Übernahmepreis. Daher ist es durchaus möglich, dass ein Bieterkampf um den Biotech-Konzern in Gang kommt.

17. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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