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Charttechnik: Aktuelles Trend-ABC der US-Technologie-Aktien

Lang, lang ist’s her, dass ich für Sie auf Chartanalyse-Trends mit Hilfe der Charttechnik-Methode des Trend-ABC analysiert habe.

Diese lange Durststrecke möchte ich heute mit einer Einschätzung des amerikanischen Technologie-Index Nasdaq Composite beenden.

Schnellkurs Trend-ABC

Falls Ihnen die Methodik des Trend-ABC nicht mehr geläufig ist, hier der Schnellkurs:

Um einen Trend definieren zu können, benötigen Sie in einem Chart 3 Punkte. Für einen Aufwärtstrend brauchen wir einen Tiefpunkt A auf dem Chart, von dem aus der Kurs ansteigt und ein Zwischenhoch B ausbildet.

Der anschließende Kursrücksetzer darf dann dieses Tief A nicht mehr unterschreiten. Das zwischen A und B etablierte Zwischentief ist dann der Punkt C. Durchbricht der Kurs anschließend die Marke A, ist ein Aufwärtstrend definiert.

Für einen Abwärtstrend gilt das Gleiche natürlich exakt andersherum. Auf einem Chart sieht das Ganze dann so aus.

Sie sehen: Wird ein vorangegangener Punkt C in einem Aufwärtstrend unterboten / in einem Abwärtstrend überboten, so ist der bis dahin gültige Trend außer Kraft gesetzt. Ein Trend-Wechsel per Definition findet jedoch erst statt, wenn der oben beschriebene Verlauf vorliegt.

Da an der Börse ja alles fließend ineinander übergeht, ist ein Punkt B stets auch ein potenzieller Punkt A: Hier kann (muss nicht) eine Trend-Wende entstehen. Daher bezeichne ich solche Wendepunkte im Chart mit B-A: Aus dem Punkt B wird der Startpunkt A des Gegentrends.

Soviel zu unserem kleinen Exkurs Trend-ABC.


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Geheimnis des Trend-ABC: Betrachtung auf mehreren Zeitebenen

Interessant wird das Trend-ABC natürlich, wenn man damit einen Markt auf mehreren Zeitebenen betrachtet. Und das möchte ich heute mit dem Nasdaq Composite tun. Da in diesem Index mehr als 2.700 Aktien enthalten sind, spiegelt er ein breites Bild des Aktienmarktes wider.

Überdies schreiten die Technologie-Aktien in den USA meist voran: In Aufwärtstrends legen sie meist stärker zu als beispielsweise der Dow Jones Industrial Average. Dafür verlieren sie in einem Abwärtstrend regelmäßig stärker. Trend-Wenden sind also im Nasdaq zumeist als erstes zu erkennen.

Trend-ABC im Jahres- und Monatschart

Beginnen wir mit dem Jahres- und Monatschart. Im rechten Jahreschart sehen Sie, dass der Crash im August 2011 dem langfristigen Trend nichts anhaben konnte. Seit 1976 zeigt dieser nach oben. Und erst ein Unterschreiten des Index-Standes von 1.108,49 könnte daran etwas ändern.

Im Monatschart haben wir das gegenläufige Bild dazu. Ausgehend vom Top im Mai 2011 bildete sich ein Abwärtstrend aus, der durch den Crash im August definiert wurde (Unterschreiten des ersten B nach dem B-A).

Sie erkennen weiterhin, dass trotz der jüngsten, überraschend kräftigen Kurs-Rallye, dieser Abwärtstrend nicht außer Kraft gesetzt wurde.

(Hinweis: Da die Aufwärtsbewegung möglicherweise noch nicht abgeschlossen ist, habe ich das C gelb eingefärbt.) Dazu würde ein Index-Stand von mehr als 2.878,94 benötigt. Wird das letzte Tief B bei 2.298,89 unterboten, wird auch der Abwärtstrend fortgesetzt.

Trend-ABC im Wochen- und Tageschart

Im nun folgenden Wochenchart sind die letzten wichtigen Trend-ABC-Punkte des Monatscharts groß eingezeichnet und im Tageschart die des Wochencharts. So finden Sie sich etwas schneller zurecht.

Zudem können Sie so besser erkennen, wie sich ein in der Zeitebene übergeordneter Trend in der darunter liegenden Zeitebene in weitere Trends aufteilt.

Im Wochenchart ist die Marke 2.441,48 wichtig. Bei Unterschreiten wird der Trend auf Wochenebene umgekehrt.

Im Tageschart sehen, dass schon die Marke 2.689,58 die letzte Haltestelle für den untergeordneten Aufwärtstrend darstellt. Anders ausgedrückt:

Wird 2.689,58 unterboten, ist zwar der Aufwärtstrend auf Tagesebene in einen Abwärtstrend gewechselt. Doch erst unter 2.441,48 würde auch der Aufwärtstrend auf Wochenebene negiert.

Sie sehen: Mit Hilfe des Trend-ABC können Sie auf einfache Weise die relevanten Kursmarken in einem Chart bestimmen. Und die sind für den Nasdaq Composite nach unten zunächst 2.689,58, dann 2441,48 und letztlich 2.298,89.

Auf dem Weg nach oben liegt derzeit nur noch die Hürde 2.278,94 im Weg. Der gestern ausgebildete Doji (Eröffnungskurs und Schlusskurs liegen nahezu zusammen) ist indes immer ein Signal für eine Erschöpfung des laufenden Trends. Ich rechne daher ab heute erst einmal mit rückläufigen Notierungen.

Und dann: siehe oben!

24. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.