MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Charttechnik Goldpreis: Bärenfalle, Bullenfalle – Bärenfalle?

Manchmal gibt es Charts, da können Sie als Chart-Analyst nur noch den Kopf schütteln.

Ein solcher Fall ist seit Dezember der Chart des Goldpreises in USD je Feinunze.

Wenn Sie Ausbrüche handeln, also dem Trend folgen, dann hätte Sie der Kursverlauf des Goldpreises schier in den Wahnsinn getrieben.

Denn jedes Mal, wenn Sie ein Signal in eine Richtung erhalten haben, drehte der Trend kurz darauf auch schon wieder in die Gegenrichtung.

Und so tappten Sie von einer Falle in die nächste. Doch schauen Sie selbst:

Der Chart zeigt den Goldpreis auf Wochenbasis mit dem 50-Tage-Momentum und dem 14-Tage-RSI.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Im Kursteil sehen Sie, dass der Goldpreis Mitte Dezember seinen seit 2008 (!) bestehenden Aufwärtstrend nach unten verlassen hatte (blauer Kreis 1).

Ein klares Verkaufssignal, das aufgrund der Langfristigkeit der Trend-Linie deutliches Abwärtspotenzial mit einem Kursziel in Höhe der Aufwärtstrend-Linie aus dem Jahr 2005 versprach. Dieses Verkaufssignal wurde im Übrigen vom Momentum und Relative Stärke Index (RSI) bestätigt, die ihrerseits Trend-Linien durchbrachen.

Kurz darauf wurde auch noch eine kurzfristige, seit Juli 2011 bestehende Trend-Linie (gestrichelte violette Linie) nach unten verlassen. Eine zusätzliche Bestätigung des ersten Verkaufssignals (blauer Kreis 2) und eine „fast sichere“ Short-Gelegenheit.

Die nachfolgende Bewegung war als Pull-Back (Rücksetzer) an den alten Aufwärtstrend zu werten. Gute alte Charttechnik-Schule und eine Bewegung wie aus dem Chart-Lehrbuch – also eher noch einmal eine kaum noch erhoffte günstige Short-Chance.

Hoppla, ich mach‘s doch anders

Doch dann, in der vorletzten Januarwoche, zieht der Goldpreis urplötzlich kräftig an. Er durchbricht die Abwärtstrend-Linie vom September (rote Linie) und generiert damit ein deutliches Kaufsignal (gelber Kreis 3). Auch dieses Kaufsignal wird natürlich vom Momentum und RSI bestätigt.

Doch wer nun schon wieder das Kursziel Allzeithoch bei 1.921 vor Augen hatte und damit eine hochprofitable Long-Chance sah, der wurde Anfang März erneut aus allen Träumen gerissen. Wie schon im Dezember 2011 wurde der seit 2008 bestehende Aufwärtstrend nach unten durchstoßen (blauer Kreis 4). Schluss mit lustig.

Sie ahnen es schon: Ein Verkaufssignal, das – wie sollte es auch anders sein – durch Trend-Brüche vom Momentum und RSI bestätigt wurde.

Und nun, weitere 2 Wochen später, zeichnet sich – wie schon im Dezember – ein neuerliches zweites Verkaufssignal ab (blauer Kreis 5). Es ist allerdings noch nicht offiziell, da die laufende Woche ja noch nicht beendet ist und daher der letzten Balken unvollständig ist.

Ob das aber nun zum Absturz des Goldpreises führt, da habe ich so meine Zweifel.

Einfach auf andere Charts konzentrieren

Ich weiß: Eigentlich soll die Charttechnik Sie bei Ihren Bemühungen um profitable Trades unterstützen und nicht veräppeln, so wie sie es beim Goldpreis seit Weihnachten nun schon dreimal durchexerziert hat.

In solchen Fällen hilft nur eines: Lassen Sie für eine Weile Gold-Trades Gold-Trades sein und konzentrieren Sie sich stattdessen lieber auf Charts, die funktionierende Signale generieren!

Denn das ist ja das Schöne an der Börse: Niemand zwingt uns, in etwas zu investieren, dessen Bewegungen wir nicht mehr nachvollziehen können. Und der Goldpreis gehört seit Weihnachten eindeutig in die Kategorie „nicht mehr nachvollziehbar“.

22. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.