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Umlaufrendite aktuell: Mittelfristige Trendwende in Sicht

Wir geben es zu: Die Entwicklung der Zinsen und Renditen wurde hier auf Chartanalyse-Trends zuletzt recht stiefmütterlich behandelt.

Hier geloben wir Besserung.  Immerhin bieten wir Ihnen auf unserer Internetseite als besonderen Service jedoch die Möglichkeit, die Charttechnik der Umlaufrendite sowie 9 weiterer wichtiger Indizes und Markt-Komponenten zu verfolgen.

Die dort angebotenen Charts reichen zu einem Großteil mehr als 10 Jahre zurück, erlauben also auch den Blick auf die langfristige Entwicklung.

Und alle Charts werden jeweils zum Monatsende aktualisiert und analysiert.

Schauen Sie doch einfach regelmäßig dort vorbei und orientieren Sie sich so einmal im Monat über alle wichtigen Märkte!

Umlaufrendite vor mittelfristiger Trendwende

Die Umlaufrendite wollen wir heute einmal näher unter die Lupe nehmen. Sie verkörpert bekanntlich die durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen, deutschen festverzinslichen Anleihen erster Bonität, also vor allem Staatsanleihen.

Damit ist sie ein exzellenter Indikator für die durchschnittliche Zinsentwicklung in Deutschland über sämtliche Laufzeiten hinweg.


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Das ist auch der Grund, warum die Umlaufrendite neben 5 anderen Markt-Indikatoren in die Berechnung des von mir für den Momentum Trader entwickelten Markt-Barometers einfließt.

Die Zinsen stehen – wie die Aktien – vor einer mittelfristigen Trendwende. Bei den Zinsen könnte sich diese durchaus später sogar zu einer langfristigen Trendwende entwickeln.

Der nachfolgende Chart macht deutlich, welche gewaltigen Veränderungen sich in den vergangenen Monaten bei der Umlaufrendite ergeben haben und was uns vermutlich in den kommenden Wochen und Monaten bevorsteht.

Umlaufrendite aktuell: 50-Tage-Momentum signalisiert Trendwende

Ende April, also kurz vor dem Aufspannen des Euro-Rettungsschirmes, fiel die Umlaufrendite erdrutschgleich in den Keller: Von 2,69% sank sie auf einen historischen Tiefstand von 2,09%.

Das entspricht einem Rückgang um -22% innerhalb von 6 Wochen! Hintergrund war die Flucht aus Anleihen von der Pleite bedrohter Euro-Staaten in den vermeintlich „sicheren Hafen“ deutsche Anleihen.

Der Rückgang war ähnlich heftig, wie in der Finanzkrise im Jahr 2008.

Sie können das daran ermessen, dass die Umlaufrendite aktuell selbst bei einem Anstieg auf 2,80% (was einer Zinsverteuerung um +19% gleichkäme) lediglich wieder in den alten Abwärtstrendkanal (gestrichelte grüne Linien) zurücklaufen würde, sich dann also noch immer in einem langfristigen Abwärtstrend befände.

Seit Ende Juni zeigt sich nun eine Wende nach oben. Das 50-Tage-Momentum, das sich von September 2009 bis April 2010 in einem engen Seitwärtsband bewegte, steht nun unmittelbar vor einem Ausbruch nach oben (blauer Kreis).

Ein weiteres Indiz wird uns in den kommenden Tagen das Verhalten der Umlaufrendite  aktuell an der 50-Tagelinie (gelber Kreis) bieten:

Sie notiert nämlich erstmals seit Januar 2010 für einen längeren Zeitraum oberhalb dieses Gleitenden Durchschnitts.

Fungiert die 50-Tagelinie nun als Unterstützung, dann verstärkt dies die Einschätzung einer mittelfristigen Trendwende bei den Zinsen.

Steigende Zinsen sprechen für verbesserte Perspektiven bei Aktien

Wohlgemerkt: Wir sprechen hier zunächst einmal lediglich über eine Korrektur des vorangegangenen Abwärtstrends. Eine Erholung bis zur aktuell bei 2,69% notierenden 200-Tagelinie wäre das erste Ziel – wenn die 50-Tagelinie hält!

Wie auch immer: Steigende Zinsen / Renditen bedeuten fallende Anleihekurse. Und damit verbessern sich bei einem Zinsanstieg die Perspektiven für den Aktienmarkt. Nämlich dann, wenn sich ein Teil der immensen Liquidität, die im letzten Halbjahr in den Rentenmarkt geflossen ist, sich neue, attraktivere Renditemöglichkeiten sucht.

5. August 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.