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Chemie-Konzern BASF übernimmt Verenium

Der deutsche Chemie-Konzern BASF hat am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass das US-Biotech-Unternehmen Verenium übernommen werden soll.

BASF bietet den Verenium-Aktionären 4 US-$ je Aktie. Das Angebot beinhaltet eine Prämie von 56 % auf den sechsmonatigen Durchschnittskurs des Verenium-Papiers.

Das Übernahme-Volumen beträgt inklusive Schulden rund 62 Mio. US-$. BASF finanziert den Deal ausschließlich mit Barmitteln.

Es wird davon ausgegangen, dass der Deal planmäßig über die Bühne geht. Schon im vierten Quartal 2013 soll die Übernahme abgeschlossen werden.

Mit der Übernahme will sich der deutsche Chemie-Riese im Wachstumsmarkt für Enzyme eine bessere Ausgangsposition schaffen.

Verenium – Türöffner zur Enzyme-Industrie

Das in San Diego ansässige US-Unternehmen beschäftigt sich mit der Enzym-Gewinnung aus verschiedenen Bakterien und Pilzen. Momentan hat Verenium 10 industrielle Enzyme auf dem Markt.

Diese Enzyme wirken bei verschiedenen chemischen Prozessen als Katalysatoren und finden verschiedene Anwendungen bei der Herstellung von Waschmitteln oder Tiernahrung.


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Das Biotech-Unternehmen hat vor allem durch das Sammeln von Mikroben aus vulkanischen Gebieten und dem Regenwald auf sich aufmerksam gemacht. Verenium hat 2012 rund 57 Mio. US-$ Umsatz erwirtschaftet.

Eroberung eines neuen Wachstumsmarktes

Dank der Übernahme bekommt der Wachstumsmarkt mit Enzymen einen neuen Big Player. In dem mit rund 3 Mrd. US-$ umsatzstarken Markt hatten bisher zwei Unternehmen den größten Marktanteil: DuPont und Novozymes.

Nun bekommen die beiden Marktführer den weltweit führenden Chemie-Konzern als neuen Konkurrenten hinzu.

Durch die Übernahme bekommt BASF nicht nur einen größeren Marktanteil im Wachstumsmarkt mit Enzymen, sondern auch den Zugriff auf eine Enzym-Datenbank.

Dies soll es dem Chemie-Konzern ermöglichen, bestehende BASF-Produkte zu verbessern.

BASF: 4 Übernahmen  in 12 Monaten

BASF verfolgt mit der Übernahme weiter das Ziel, konjunkturunabhängiger zu werden. In den vergangenen 12 Monaten wurden neben Verenium auch Pronova, Novolyte und Becker Underwood übernommen.

Auf die neuste Errungenschaft des DAX-Konzerns reagierten die Investoren sehr positiv und katapultierten die BASF-Aktie in einem starken Markt auf 72,50 € – ein neues Dreimonatshoch.

Seit Jahresbeginn konnte die Aktie mit einem Kursanstieg von 6% jedoch nur geringer zulegen als der Gesamtmarkt.

BASF: Langfrist-Anleger vervierfachen ihren Einsatz

Langfristig plant der deutsche Chemie-Konzern mit einem deutlichen Umsatzanstieg. Während BASF 2012 noch rund 78,7 Mrd. € an Umsatz erwirtschaftete, soll bis 2020 ein Umsatz von 110 Mrd. € erwirtschaftet werden.

Gegenüber 2006 entspricht das einer Umsatzverdopplung. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Leverkusener zukaufen. Es kann davon ausgegangen werden, dass weitere – auch größere Deals – zur Erreichung des Ziels getätigt werden (müssen).

BASF lässt die Investoren stets am Unternehmenserfolg teilhaben. In den vergangenen 10 Jahren hat das deutsche Unternehmen immer eine Dividende an seine Aktionäre gezahlt.

Selbst in Zeiten der globalen Finanzkrise 2008 und 2009 bekamen die Investoren 1,95 € (2008) und 1,70 € (2009) je Aktie ausgezahlt und damit eine überdurchschnittliche Dividendenrendite.

Der Aktienkurs hat sich in in den vergangenen 10 Jahren fast vervierfacht. Mittlerweile ist BASF zu einem Schwergewicht im deutschen Leitindex DAX geworden.

23. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.