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China-Schwäche sorgt für Dax-Crash

Die heftigen frühen Verluste waren nicht aufzuholen: Zum Wochenstart ist der Dax zwischenzeitlich um rund 8 Prozent in die Tiefe gerauscht auf bis zu 9.338 Zähler – damit lag der Tagestiefstwert fast 800 Punkte unter dem Schlusskurs vom Freitag und markierte einen der größten Tagesverluste in der Dax-Geschichte.

Ganz so düster blieb es zwar nicht, einen Teil der Verluste konnte der Leitindex bis zum Schlussgong wieder wettmachen. Unterm Strich blieb jedoch ein dickes Minus von 4,7 Prozent stehen, der Dax schloss bei 9.648 Punkten und damit deutlich unterhalb der psychologisch wichtigen 10.000er-Marke.

Shanghai Composite sendet Schockwellen übers Parkett

Auslöser für das neuerliche Börsenbeben war ein weiterer Kurssturz in China. Dort stürzte der Shanghai Composite um 8,5 Prozent ab und sendete Schockwellen rund um den Globus. Dieser Mechanismus war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach zu beobachten.


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Die Volatilität und die heftigen Kursausschläge – in beide Richtungen –, die Chinas wichtigste Indizes in letzter Zeit verzeichnen, sorgen bei Börsianern für Bauchschmerzen: Sie fürchten um die Konjunkturentwicklung im Reich der Mitte, die sich in den vergangenen Jahren merklich eingetrübt hat.

Doch nicht nur die Aktienmärkte spielen in dieser Gemengelage verrückt. Auch der Ölpreis rauschte in den Keller, das Barrel Brent war für nur noch knapp über 43 Dollar zu haben. Der Euro hingegen erstarkte im Verhältnis zur US-Währung und stieg auf bis zu 1,1711 Dollar.

Alle Einzelwerte mit herben Verlusten

Erneut landeten sämtliche Dax-Werte spürbar im Minus. Spitzenreiter Henkel verlor 1,6 Prozent, die Deutsche Börse und die Münchener Rück folgten auf den Rängen zwei und drei mit Abschlägen von 1,9 bis 2 Prozent. Alle anderen Titel lagen darunter.

Deutliche Verluste mussten vor allem Konzerne hinnehmen, die stark in China engagiert sind, beispielsweise die Autobauer. Aktien von BMW, Volkswagen und Daimler gaben um 4 bis 4,7 Prozent ab. ThyssenKrupp zählte mit einem Tagesverlust von 6,7 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten.

Besonders abgestraft wurden jedoch erneut Bank- und Energiewerte: Commerzbank und Deutsche Bank verloren 6,1 beziehungsweise 7 Prozent, auf den letzten Rängen landeten Eon und RWE, deren Anteilsscheine sich um 8,6 und 9,1 Prozent verbilligten.

Analysten halten die Panikverkäufe an den Aktienmärkten jedoch für übertrieben und rechnen mit einer baldigen Gegenbewegung. Dafür sprechen relativ solide Konjunkturdaten aus den USA und auch aus Europa, und nicht zuletzt die insgesamt positiv verlaufene Berichtsaison der Unternehmen. Deren Fundamentaldaten geben eigentlich Anlass zum Optimismus, sodass der Ausverkauf begrenzt werden könnte.

25. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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