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Cisco-Aktie: Trotz Gewinn-Steigerung holt Netzwerk-Riese zum Kahlschlag aus

Wenn man die Meldungen zur Technologie-Ikone Cisco liest, könnte man glatt auf falsche Gedanken kommen. Denn mit den Zahlen kündigt das Unternehmen einen weiteren massiven Kahlschlag an.

Doch die Vermutung, dass es richtig schlecht um den Netzwerk-Spezialisten steht, bestätigt sich keineswegs.

So verwundert es auch nicht, dass sich die Aktie in den vergangenen 5 Jahren mehr als verdoppelt und gerade ein neues Jahreshoch erklommen hat.

Massiver Einschnitt bei den Mitarbeitern geplant

Erst einmal zu den harten Fakten: Fimenchef Chuck Robbins plant weitere 5.500 Jobs zu kürzen.

amit fällt der Einschnitt zwar geringer aus als zuvor befürchtet – der IT-Fachdienst CRN berief sich zuvor auf Insider, die über einen Kürzung von 14.000 Arbeitsplätzen berichteten.

Aber nichtsdestotrotz fallen dem Sparprogramm damit immerhin 7% der Gesamtbelegschaft zum Opfer. Das verursacht Sonderkosten von etwa 700 Mio. Dollar für Abfindungen, die im laufenden Jahr erst einmal verdaut werden müssen.

Als Grund führte der Konzern die schwächere Nachfrage nach dem bisherigen Kassenschlager des Konzerns an. Cisco kämpft bereits seit einiger Zeit mit dem Produkt-Angebot der innovativen Konkurrenz.

Denn immer mehr gewerbliche Kunden setzen mittlerweile auf komplett ausgelagerte Datenzentren und die Nutzung von eigenen Online-Netzwerken geht schrittweise zurück.


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Zahlen schlagen dennoch die Erwartungen

Trotz der Probleme im Kerngeschäft, konnte der Hersteller von Routern, Servern und anderen Netzwerk-Geräten die Analysten-Erwartungen locker übertreffen.

Der bereinigte Gewinn je Cisco-Aktie stieg im Zeitraum von Mai bis Juli auf 0,63 Dollar (+6,8% zum Vorjahr).

Für Sie zum Vergleich: Die Analysten hatten mit 60 Cent gerechnet, während Cisco selbst 59 bis 61 Cent je Anteilsschein angepeilt hatte.

Damit erzielte der Konzern bei einem Quartalsumsatz von 12,6 Mrd. Dollar (-2% zum Vorjahr) einen Nettogewinn von 2,81 Mrd. Dollar.

Dabei zeigte sich das Kerngeschäft mit Routern erwartungsgemäß schwach (-6% Umsatz-Rückgang), während im Geschäft mit Sicherheits-Lösungen die Erlöse um 16% in die Höhe schossen.

Hier will der Konzern zukünftig seinen Schwerpunkt setzen.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr stagnierten damit die Erlöse bei 49,2 Mrd. Dollar. Im Gegenzug kletterten die Gewinne um fast 19% auf 10,7 Mrd. Dollar.

Gewinnspannen deutlich nach oben gefahren

Den geplanten Jobabbau zieht Firmenchef Robbins also trotz steigender Gewinne durch.

Sie müssen wissen: Mit einer erreichten Gewinnspanne von 21,81% hat Cisco seine Profitabilität in den vergangenen Jahren bereits deutlich verbessert.

Im Jahr 2014 lag die Gewinnmarge nämlich „erst“ bei 16,66%.

Software-Bereich wird immer wichtiger

Mit dem Jobabbau setzt der Technologie-Riese seine Umstrukturierung weiter fort.

Seit mehreren Quartalen versucht Firmenchef Robbins den Konzern, auch mit Zukäufen, wieder auf Spur zu bringen. Dabei soll der Software-Bereich eine immer wichtigere Rolle spielen.

Cisco hat bereits in neue Produkte wie Analyse-Software und cloudbasierte Lösungen für Rechenzentren investiert. Das ist auch dringend notwendig, denn immer weniger Telekom-Konzerne setzen die Router des Konzerns ein.

Analysten sind sich uneins

Die Analysten zeigen sich unterdessen gemischt. Insgesamt beobachten 34 Experten die Aktien: 19 raten dabei kaufen, 14 sehen den Titel als Halteposition und ein Analyst empfiehlt den Verkauf des Papiers.

Bei einem erwarteten Gewinn je Aktie von 2,55 Dollar im kommenden Jahr, wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12 bewertet.

Das zeigt Ihnen deutlich: Obwohl Cisco mit Gewinn-Margen jenseits der 20%-Marke extrem profitabel ist, scheinen die Anleger ihre Zweifel zu haben, dass die notwendige Transformation auch wirklich gelingt.

22. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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