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Cisco zahlt hohen Preis für Sicherheits-Spezialist Sourcefire

Der kalifornische Netzwerk-Hersteller Cisco hat am Dienstag den Kauf des Software-Herstellers Sourcefire bekannt gegeben. Der Deal hat ein Volumen von 2,7 Mrd. US-$.

Sourcefire-Aktionäre bekommen 76 US $ je Aktie, was einem Aufschlag von 29% gegenüber dem Schlusskurs vom Montag entspricht.

Wer frühzeitig auf einen Deal setzte konnte sogar 160% Gewinn einstreichen. Ende Januar lag der Sourcefire-Kurs nur etwas über 29 US-$.

Kurz nach Bekanntgabe der Übernahme, kletterte der Sourcefire-Kurs $ auf 75 US-$ und liegt damit nur knapp unter dem Cisco-Angebot. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass der Markt keine Probleme bei der Übernahme erwartet.

Es fehlt nur noch der Segen der Behörden. Klappt alles wie geplant, geht der Deal in der zweiten Jahreshälfte 2013 über die Bühne.

Der Deal ist eine der größten Sicherheitssoftware-Übernahme seit 3 Jahren. 2010 kaufte Intel den Sicherheitssoftware-Hersteller McAfee für 7,6 Mrd. US-$.

US-Regierung setzt auf Sourcefire

Das in Maryland ansässige Unternehmen stellt Programme her, die den Kunden vor unerwünschten Zugriff auf den Computer schützt. 2012 erwirtschaftete Sourcefire einen Umsatz von 223,1 Mio. US-$.


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Fast 19% des 2012er Umsatzes kam von staatlicher Seite. Die US-Regierung ist größter Kunde des Sicherheits-Spezialisten.

Diese Tatsache machte Sourcefire für Cisco besonders attraktiv, denn die US-Regierung hat in vielen Behörden bereits Cisco-Netzwerkstrukturen.

Jetzt kann Cisco ein „Kombi-Angebot“ präsentieren und mögliche Konkurrenten langfristig auf Distanz halten. Auch dürften schnelle Anschlussgeschäfte folgen.

Cisco-Strategie: Ausbau der Software-Sparte durch Übernahmen

Der Sourcefire-Deal ist nicht die erste Cisco-Übernahme in diesem Jahr. Fast jeden Monat meldete das kalifornische Unternehmen einen Zukauf.

Schon im Januar kaufte Cisco für 475 Mio. US-$ die israelische Software-Firma Intucell, ein Hersteller von selbstoptimierender Netzwerk-Software.

Danach folgten das tschechische Sicherheitsunternehmen Cognitive Security und das Cloud-Unternehmen SolveDirect.

Im April kaufte Cisco für 310 Mio. $ die britische Firma Ubiquisys. Die Briten stellen UMTS- und LTE-Femtozellen her.

Die jüngste Akquisition war im Mai, als Cisco für 107 Mio. US $ das in Deutschland gegründete Unternehmen JouleX erwarb. Die Firma stellt Software zum Energie-Management her.

Nun kommt noch Sourcefire hinzu. Die Sourcefire-Übernahme ist die größte Cisco-Übernahme seit dem Kauf von NDS im vergangenen Jahr. Damals lag das Deal-Volumen bei 5 Mrd. US-$.

Durch die vielen Deals wollen sich die Amerikaner schneller in der Software-Branche etablieren und ein zweites Standbein neben dem Netzwerkgeschäft aufbauen.

Trotz des hohen Preises: Investoren unterstützen den Deal

Das Timing des Zukaufs ist gut gewählt und passt zu den jüngsten Schlagzeilen. Hacker-Attacken und Internet-Spionage nehmen stark zu. Mit Sourcefire erhofft sich Cisco neue Kunden aus der Wirtschaft und von staatlicher Seite.

Das Timing hätte jedoch noch besser sein können. Schon 2005 stand Sourcefire kurz vor einer Übernahme. Damals bot das israelische Unternehmen Check Point 225 Mio. US $, musste jedoch nach Problemen mit den US-Behörden die Offerte zurückziehen.

Jetzt zahlt Cisco das Zehnfache. Auch gemessen an anderen Kennzahlen ist der Deal extrem teuer. Cisco zahlt einen EBITDA-Multiplikator von 141. Vergleichbare Deals haben einen Multiplikator von 15.

Die Investoren zeigen angesichts der guten Partnerschaft mit der US-Regierung dennoch Verständnis. Hier scheinen größere Anschluss-Geschäfte vorprogrammiert.

Hervorgehoben wurde auch, dass die Lücke im Bereich Netzwerksicherheit endlich geschlossen ist. Hier hatte Cisco zuletzt Kunden an die Konkurrenten verloren.

Die Aktie verliert im schwachen Marktumfeld nur 0,6%.

24. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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