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Commerzbank Aktie: Was ist denn da plötzlich los?

Bankaktien hatten es in den letzten Jahren nicht leicht: Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Euro-Krise, Griechenland-Krise – die Finanzwelt war lange Zeit im Krisenmodus gefangen.

Hinzu kamen hausgemachte Probleme, allen voran der Skandal um Zinsmanipulationen wie den Libor, in den ein weltumspannendes Netz der größten und wichtigsten Banken verstrickt war. Oben drauf gab es noch kleine und mittelgroße Skandale und Skandälchen, die zahlreiche Gerichte beschäftigten, Anleger zittern ließen und die Banken Milliarden kosteten.

Commerzbank erlöst sich mit Milliardenvergleich

In diesem juristischen Gezerre hat die Commerzbank nun einen großen Schritt nach vorn gemacht. Sie erzielte im jahrelangen Rechtsstreit mit US-Behörden einen Vergleich. Einen teuren Vergleich zwar, denn er wird die Commerzbank fast 1,5 Milliarden Euro kosten. Doch Anleger atmeten auf: Zumindest ist damit dieses große, leidige Problem endlich vom Tisch.

Damit kann sich die Bank ab sofort wieder stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren, und da gibt es genug zu tun. Es herrscht Aufbruchsstimmung bei der Commerzbank und ihren Aktionären. Doch was bedeutet der Vergleich nun für die Bilanz?


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Belastungen für 2014 – besser für 2015

Die hohe Summe übersteigt die hierfür vorgesehenen Rückstellungen, sodass der Gewinn für das vergangene Jahr um 338 Millionen Euro nach unten korrigiert werden muss. Damit hatte man allerdings schon gerechnet. Die gute Nachricht ist zudem, dass durch die Verbuchung im Geschäftsjahr 2014 die Bilanz für das laufende Jahr dadurch nicht mehr belastet wird.

Dementsprechend wurden die Gewinnprognosen einiger Analysten für 2015 deutlich angehoben. Sie hatten damit gerechnet, dass der Vergleich erst im ersten Geschäftsquartal des neuen Jahres zu Buche schlagen würde.

Hinsichtlich der Bewertung der Aktie sind sich die Analysten allerdings uneinig. Nach den tiefen Abstürzen in den Jahren 2007 und 2008 und einem weiteren deutlichen Kursrückgang 2011 dümpelte das Papier vor sich hin.

2015-03-20 Commerzbank

Analysten uneinig bei Kurszielbewertung

Nachdem der erzielte Vergleich bekannt wurde, machte die Aktie allerdings einen Sprung nach oben und nimmt nun Kurs auf die 13-Euro-Marke. Wird diese übersprungen, sehen Experten auch realistische Chancen auf 14 Euro und mehr.

Im Durchschnitt wurde das Kursziel zuletzt allerdings mit knapp 12,30 Euro bewertet. Die Spanne reichte dabei von 8,80 Euro bis 15 Euro. Kauf- und Verkaufsempfehlungen halten sich mit neutralen Bewertungen die Waage.

Dies zeigt die Unsicherheit im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Commerzbank und ihrer Aktie. Allerdings ist sie mit einem 2015er-KGV von 12 allerdings recht günstig bewertet. Optimistische Schnäppchenjäger könnten daher den positiven Ausblick zum Einstieg nutzen.

Mit dem Vergleich hat es die Commerzbank geschafft, sich einer schweren Altlast zu entledigen. Zählte sie im vergangenen Jahr zu den schwächeren Dax-Werten, könnte sich das Blatt 2015 zum Besseren wenden.

21. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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