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CVent: 69% Übernahme-Prämie nicht genug?

Wenn von Übernahmen berichtet wird, dann hören Sie häufig von hohen Aufschlägen auf den Aktienkurs.

Gerade im 1. Quartal 2016, als Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung schwer auf den Aktienkursen lastete, wurde nicht selten ein Aufschlag von 50% auf den Aktienkurs gezahlt.

Das liegt daran, dass die Preise für Übernahme-Kandidaten im 1. Quartal nicht gefallen sind.

Sie müssen sich das so vorstellen, als wenn Sie in ein Kaufhaus gehen. Jeder Artikel hat seinen Preis, und so auch jedes Unternehmen am Übernahme-Markt – egal wie viele Leute einkaufen gehen, der Preis bleibt zunächst gleich.

Der Preis für einen Übernahme-Kandidaten bemisst sich in erster Linie an der Erwartung zum operativen Gewinn.

Danach kommen Synergie-Potenzial und unternehmensspezifische Stärken (z. B. das Geschäftsmodell). Erst danach kommt ein Vergleich der Übernahme-Prämie mit ähnlichen Deals.

Wenn die Gewinn-Erwartung an einem Übernahme-Kandidaten also unverändert ist, obwohl der Aktienkurs gefallen ist, dann wird die Prämie höher ausfallen.

Übernahme-Prämie in unsicheren Marktphasen bei guten Kandidaten besonders hoch

In einigen Fällen werden sogar Übernahme-Prämien von über 100% gezahlt, im Biotech-Bereich etwa.


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Dort ist es sehr gut möglich, dass das Potenzial eines Wirkstoffs vom Markt nicht richtig eingeschätzt wird.

Für Zukunfts-Branchen, bei denen das Potenzial einer bestimmten Technologie nicht richtig eingeschätzt wird, gilt das ebenfalls, aber auch in „normalen“ Branchen abseits des TecDAX.

Besonders wenn eine Branche stark abverkauft wird und die Aktien einiger Unternehmen zu Unrecht mit abgestraft wurden (Ihnen vielleicht als „Sippenhaft“ bekannt), werden manchmal sehr hohe Prämien gezahlt.

Bei einigen Pipeline-Betreibern (midstream) und Raffinerien (downstream) in den USA war das z. B. der Fall.

Der Kurs kam im Zuge der Ölpreis-Schwäche sehr stark unter Druck, obwohl die Abhängigkeit vom Ölpreis deutlich geringer ist als bei Öl-Förderern (upstream).

Vereinfacht kann gesagt werden: Die Ölmenge, die durch die Pipeline fließt, hat sich kaum verändert, das Raffinerie-Geschäft hat sich kaum verändert.

Und dennoch fielen die Aktienkurse im Sog der Öl-Förderer (, bei denen sich das Geschäft stark veränderte).

Das nutzten Bieter, um das Unternehmen mit einer verlockenden Übernahme-Prämie zu kaufen.

Bietet der Interessent zu wenig, droht Bieterkampf oder Scheitern des Deals

Sie sehen: Die Höhe des Übernahme-Angebots hängt also nicht vom Aktienkurs ab und sagt auch nichts darüber aus, ob ein Angebot fair ist.

Für gute Übernahme-Kandidaten wird in schwachen (oder unsicheren) Marktphasen eine höhere Prämie gezahlt.

Sollte sich der Bieter als zu geizig erweisen, kann das am Ende dazu führen, dass der Deal platzt oder plötzlich viel teurer wird als angenommen.

Selbst bei einer Prämie von 69% kann der Bieter sich nicht sicher sein, dass er am Ende den Übernahme-Kandidaten auch wirklich bekommt.

69% Prämie zahlt der Finanzinvestor Vista Equity Partners für CVent, einen cloudbasierten Event-Manager.

Der Preis erscheint überaus großzügig – ist er aber gemessen an den Übernahme-Multiplikatoren nicht, zumal CVent ein vielversprechender Nischen-Anbieter ist.

Das Analyse-Haus JMP Securities kommt zu dem Schluss, dass der Preis noch Luft nach oben hat und ein Konkurrenz-Angebot kommen könnte.

Dann könnte der Finanz-Investor den Übernahme-Kandidaten an einen Dritten verlieren oder muss einen teuren Bieterkampf ausfechten – trotz 69% Prämie.

Den Aktionären des Übernahme-Kandidaten kann das egal sein. Sie haben nach unten das absichernde Vista-Angebot und erhalten mehr Geld, wenn es eine Konkurrenz-Offerte gibt (Keine Kaufempfehlung! Ich halte keine CVent-Aktien).

19. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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