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Daimler, BMW und Co.: Rekordinvestitionen

Der deutsche Leitindex DAX konnte heute nach der langen Talfahrt wieder ein kräftiges Lebenszeichen senden. Der DAX legte um gut 1,5% zu und eroberte die 9.000-Punkte-Marke zurück.

Für gute Stimmung sorgte u.a. die US-Notenbank Fed. Nach den jüngsten Fed-Kommentaren ist es unwahrscheinlich, dass die US-Notenbank im 1. Quartal eine weitere Zinserhöhung plant. Das Geld bleibt damit extrem günstig.

Die Kombination aus hohen Gewinnen und niedrigen Zinsen nutzen einige Branchen, um den Investitionsstau, der nach der Finanzkrise entstanden ist, aufzulösen und investieren kräftig in neue Werke und Technologien.

Ein Beispiel: Aus einer gestern veröffentlichten Studie der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) geht hervor, dass die Automobilindustrie ihre Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich hochgeschraubt hat.

Während die Ausgaben im Jahr 2010 weltweit nur bei 15,3 Mrd. Euro lagen, wurden allein im vergangenen Jahr rund 52 Mrd. Euro in neue Fabriken, Forschungszentren und andere Bereiche gesteckt. In den vergangenen Jahren gingen die Investitionen Schritt für Schritt nach oben – zuletzt lag das Plus bei fast 50%.


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Der Hauptgrund dafür ist die weltweit brummende Autokonjunktur. Der Markt wird immer größer und die Unternehmen versuchen sich mit zunehmender Investitionsbereitschaft, ein möglichst großes Stück vom Absatz-Kuchen zu sichern.

„Die Unternehmen haben jetzt das Geld, um langfristige Investitionen zu tätigen“, sagt Studienautor Peter Fuß. Vor allem in China und den USA wurde massiv investiert, um die dortige Nachfrage mit lokaler Produktion bedienen zu können: In den vergangenen 5 Jahren waren es dort jeweils mehr als 23 Mrd. Euro. Deutschland kommt in dem Ranking mit knapp 21 Mrd. Euro auf Platz 3.

Gute Absatzzahlen bestätigen die Autobauer in ihrer Einschätzung

Die zuletzt veröffentlichten Absatzzahlen zeigen, dass es genau richtig war bzw. ist, größere Investitionen zu tätigen. Denn die guten Absatzzahlen belegen, dass sich die Investitionen der jüngeren Vergangenheit auszahlen.

So meldeten beispielsweise am heutigen Tage die beiden deutschen Premium-Autobauer BMW und Daimler (bzw. Mercedes Benz) bärenstarke Verkaufszahlen.

Mercedes hat sich im Januar mit deutlichem Abstand an die Spitze der Premium-Marken gesetzt. „Mercedes-Benz hat BMW im Januar als größter Premiumhersteller der Welt abgelöst und sollte angesichts des Momentums seiner Modelle auch im Gesamtjahr 2016 den Sieg davontragen“, schrieb Frank Schwope, Autoanalyst bei der NordLB an seine Kunden.

Daimler hatte für die Marke Mercedes-Benz einen Absatz im Januar von 150.814 Stück weltweit gemeldet. Das bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahresmonat um nahezu 20%. Ursächlich für das starke Wachstum waren vor allem die hohe Nachfrage in China und der beste Januar in der Geschichte für die Modelle der C-Klasse.

Zwar stieß Mercedes Benz im Januar den Erzrivalen BMW vom Thron als weltweit größter Premiumhersteller, dennoch sind auch die Absatzzahlen von BMW für den zurückliegenden Monat äußerst stark.

Im Januar ist der Absatz trotz des Gegenwinds in einigen Märkten um 7,5% auf 133.883 Autos gestiegen, teilte der Konzern heute mit. Obwohl viele Märkte weiter von starken Schwankungen geprägt seien, bleibe BMW optimistisch, dass der positive Trend im laufenden Jahr weiter anhalte, hieß es aus München.

Auto- und Zulieferer-Aktien viel zu billig

Die genannten Zahlen und die Tatsache, dass die Investitionsbereitschaft in der Automobilbranche so groß ist wie nie zuvor, beweisen, dass in der Branche von einer Krise nichts zu spüren ist. Zwar wurde zuletzt von vielen Seiten eine Branchen-Krise herbeigeredet, doch die harten Fakten (in Form der jüngsten Absatzzahlen) sprechen eine ganz andere Sprache.

Daher sind die Aktien der deutschen Autobauer und Zulieferer aus meiner Sicht aktuell viel zu niedrig bewertet. Sicherlich gibt es Ausnahmen, doch im Durchschnitt sehe ich bei den Aktien deutscher Autobauer und Zulieferer ausgehend vom aktuellen Kursniveau deutliches Potenzial nach oben.

10. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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