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Dang Dang: Analysten und die Fehlinvestition in China – trotz hoher Renditen

Vor wenigen Tagen lasen wir hier in der Redaktion zu einer Empfehlung zu „Dang Dang“. Dies ist kein Witz, sondern das Ergebnis der Recherche und Meinung eines Analysten gewesen. Sie müssen kein chinesisch sprechen: es ist „nur“ der Name des drittgrößten Versenders in China. Dessen Kurs ist abgestürzt – eine Kaufempfehlung für den betreffenden Analysten.

Wir lehnen ab und empfehlen Ihnen stattdessen eine andere Investition für Asien. Dang Dang kann trotz möglicher hoher Renditen zum Pulverfass und zu einer Fehlinvestition werden.

Märkte haben China abgestraft – angeblich

Das Hauptargument des Analysten ist die „Sino-Forest“. Dieses Unternehmen ist wie Dang Dang in den USA gelistet und hat eventuell einen enormen Bilanzbetrug vorgenommen. Weil der Verdacht aufkam, haben Investoren chinesische Aktien insgesamt auf den Markt geworfen.

Daher soll Dang Dang unbeeindruckt von guten Ergebnissen des Unternehmens unter die Räder gekommen sein. Unser Bedenken ist mehrfach: neben den Verkäufern, die Aktien auf den Markt werfen, gibt es Käufer, sonst würde kein Kurs zustandekommen.

Daher gibt es bereits Investoren, die Dang Dang bewerten und aufsammeln – zu niedrigeren Kursen offenbar weit mehr als zum „Normalkurs“ mit dem Höchststand im Januar. Den aktuellen Kurs nehmen wir daher als Maßstab, den Andere jetzt verwenden.


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Aktienkurs leicht gestiegen – jetzt stagniert er

Der Aktienkurs ist in der Tat leicht angestiegen – in Euro gemessen auch in Deutschland. Jetzt allerdings ist er nach dem Zugewinn von 10% innerhalb von zwei Wochen wieder zum Stillstand gekommen. Diesen Kurs können Sie „ernst“ nehmen.

Dang Dang und andere chinesische Unternehmen sind nur dann für Investoren, die auf Tiefstkursen einsammelten, interessant, wenn die fundamentale Bewertung so günstig ist, dass Bilanzrisiken vergütet werden. Denn: die chinesische Bilanzierungspraxis ist für westliche Analysten weiterhin kaum kalkulierbar.

Dang Dang ist ein Musterbeispiel für Zockerwerte, die angeblich „fundamental“ begründet sind. In diesem Fall aber hilft die Charttechnik weit mehr, weil sie das Verhalten des Marktes widerspiegelt. Dies hat bei Dang Dang geholfen. Fundamentale Bewertungen können Sie bei Einzelunternehmen aus China in der Regel direkt streichen.

  • Dang Dang war aus technischer Sicht ein Einstieg
  • Fundamental sind solche Unternehmen nicht zu bewerten
  • Die Kosten des Handels in den USA sind zudem sehr hoch
  • Der Handel in Deutschland ist extrem dünn: und damit gefährlich

GeVestor.de meint: Alle Gründe zusammen zeigen, wie gefährlich eine solche Investition sein kann. Wer kauft, läuft ins offene Gebührenmesser, wenn er im Ausland dabei ist. In Deutschland dagegen ist der Handel so dünn, dass die Kurse kaum zu bewerten sind. Die Bilanz bleibt zudem ein Buch mit 7 Siegeln.

Dang Dang kann daher trotz der Empfehlung von Analysten und möglicher hoher Renditen schnell zu einer Fehlinvestition werden. Besser ist dort die Investition in die ganze Region- mit einem ETF börsengehandelten Indexfonds auf einen MSCI-Index auf Asien.

12. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.