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Das Geheimnis der Goldmedaillen

Endlich! Am vierten Wettkampftag hat es gestern mit den ersten Goldmedaillen für das deutsche Olympiateam geklappt.

Die Buschreiter hatten nicht nur als Mannschaft nach der Dressur, dem Gelände und dem Springparcours die Nase vorn.

Zusätzlich siegte noch Michael Jung als Einzelreiter. Heute folgt mit dem Sieg des Deutschland-Achters beim Rudern schon die dritte Goldmedaille.

Haben jetzt die Sportler ausgesorgt weil sie eine Goldmedaille gewonnen haben? So einfach ist das leider nicht. Zum einen zählen die Vielseitigkeitsreiter zu einer Randsportart. Zum anderen sind die Goldmedaillen gar nicht aus purem Gold. Das war zuletzt vor 100 Jahren bei den Spielen 1912 der Fall.


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Dennoch haben die Goldmedaillen der aktuellen Sommerspiele den höchsten Wert in der Geschichte der Neuzeit. Laut Angaben des World Gold Councils (WGC) bringen es die Goldmedaillen auf einen Metallwert von knapp 710 Dollar.

Das liegt vor allem am Goldgehalt von 6 Gramm pro Medaille, den das Internationale Olympische Komitee (IOC) vorschreibt. Doch auch der hohe Silberpreis sorgt für den Preis von über 700 Dollar.

Seit Olympia 2008 ist der Goldpreis um 94% gestiegen

Wie heftig die Preisentwicklung in den vergangenen vier Jahren war, zeigt ein Blick zurück. Vor vier Jahren hätten die gleichen Medaillen während der Spiele in Peking noch einen Wert von nur knapp 350 Dollar gehabt.

Hier geht es immer nur um den reinen Metallwert. Aber bis jetzt hat eben der Goldpreis um 94% zugelegt und beim Silber hat es auch einen klaren Zuwachs von 87% gegeben.

Doch der ideelle Wert einer Goldmedaille ist mit materiellen Werten kaum zu fassen. Und das macht auch den Reiz des größten Sportereignisses der Welt aus. Immerhin kämpfen mehr als 10.000 Athleten um die ausstehenden 302 Goldmedaillen.

Bei sehr vielen Sportlern ist aber auch klar, dass sie niemals mit einer Goldmedaille oder sogar mit einer Medaille nach Hause kommen. Hier gilt immer noch der olympische Grundsatz „Dabei sein ist alles“.

Aber für einen großen Teil der Sportler ist Olympia doch mehr. Und auch in London hat es bis jetzt schon drei Dopingfälle gegeben. Ich bin mir sicher, dass noch weitere dazukommen werden. Der Reiz bei der eigenen Leistung nachzuhelfen ist einfach zu groß.

Der Reiz der Medaillen ist einfach zu groß – auch wenn sie eben gar nicht aus Gold sind. Wollte das IOC die Medaillen im Übrigen aus Gold anfertigen lassen, würde das annähernd 40 Mio. Dollar kosten. Auch das hat das World Gold Council errechnet.

Bei einer Veranstaltung mit einem Gesamtetat von rund 12 Mrd. Euro sollte das eigentlich für die Sportler drin sein. Aber da ist das IOC dann doch etwas sparsam.

Ich bin echt gespannt, was denn die Medaillen bei den nächsten Olympischen Spielen wert sein werden: 2014 stehen ja die Winterspiele in der russischen Stadt Sotschi an und 2016 finden die nächsten Sommerspiele in Rio den Janeiro statt.

1. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.