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Das steckt hinter der Kostenexplosion bei den Minenwerten

Endlich setzt sich bei den Minenbetreibern die Einsicht durch den Aktionären mehr Transparenz zu bieten.

Ein ganz wichtiges Mittel sind hierbei die „All in sustaining Cash Costs“. Was sich hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt werde ich Ihnen heute erläutern und auch wie Sie diese Angaben bei Ihren Investments nutzen können.

Grundsätzlich ist es aktuell noch so, dass die großen Minenbetreiber erst einmal die Cashkosten der Produktion auflisten. Dies ist den meisten Fällen ein niedriger Wert von 700 Dollar und weniger pro Unze beim Gold.

Wären das alle Kosten, könnten die Minenbetreiber selbst bei einem Goldpreis von aktuell weniger als 1.300 Dollar gut Leben. Doch das ist eben nicht so.

Und genau hier kommen jetzt die „All in sustaining Cash Costs“ ins Spiel.


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In dieser sehr viel realitätsnahen Kennziffer sind neben den reinen Produktionskosten auch noch die administrativen Ausgaben, die anfallenden Steuern, aber auch der Kapitaleinsatz für Erhaltung und Entwicklung der Mine sowie Kapitalkosten und auch die Explorationskoten enthalten.

Kurzum enthalten diese Kostenangaben alle maßgeblichen Faktoren der Produktion von Edelmetallen. Dabei lagen im vierten Quartal 2012 im Durchschnitt die Kosten bei 951 Dollar pro Unze.

Das entspricht einem Aufschlag von knapp 50% zu den veröffentlichten Cashkosten in der Branche. Allein daran erkennen Sie schon den großen Druck unter dem viele Produzenten stehen.

Positive Entwicklung: Immer mehr Minenbetreiber veröffentlichen „All-In“ Kosten

Positiv ist die rasche Verbreitung dieser Kennzahl. So wollen ab jetzt große Goldminenbetreiber wie Yamana Gold, Barrick Gold und auch Goldcorp diese Kennzahl veröffentlichen. Yamana Gold macht es auch schon.

Und hier lagen im ersten Quartal 2013 die Gesamtkosten der Produktion bei 865 Dollar pro Unze.

Dies ist ein deutlicher Abschlag zum Branchendurchschnitt und dies bietet auch auf dem aktuellen Goldpreisniveau noch immer eine ordentliche Marge von 395 Dollar pro Unze.

Vor allen Dingen erwarte ich eine weitergehende Wirkung: Wenn jetzt einige große Minen die Transparenz erhöhen, werden wohl auch andere Minen mitziehen.

Und sollten sich andere Minenbetreiber gegen die Veröffentlichung der Gesamtkosten sträuben, dann haben sie wohl möglich etwas zu verbergen.

Für die Auswahl der richtigen Aktie sind die Kosten sicherlich ein kritischer Erfolgsfaktor: Nicht jeder Minenbetreiber mit niedrigen Kosten ist gleich ein Kauf.

Aber dennoch haben Aktien wie eben Yamana Gold in herausfordernden Zeiten an den Rohstoffmärkten deutlich bessere Karten wie junge aufstrebende Minenwerte wie Osisko Mining, die es bei den reinen Cashkosten pro Unze im abgelaufenen Quartal schon auf 800 Dollar pro Unze gebracht haben.

Grundsätzlich gilt: Wenn zwei Werte auf Basis der Gewinnerwartungen ähnlich bewertet werden, bietet die Aktie mit den niedrigeren Kosten auf jeden Fall die besseren Chancen.

9. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.