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DAX 30: Haarscharf am Crash vorbei

Wenn Sie in dieser Woche auf den DAX 30-Chart schauen, dann macht der Leitindex eigentlich wieder eine recht ordentliche Figur. Das sah noch bis Mitte Oktober ganz anders aus.

Was sich da im DAX 30 im vergangenen Monat abgespielt hat, kommt einem in der Rückschau fast so vor wie ein vorgezogenes Halloween: Erst kräftig runter, dann unvermittelt dynamisch wieder aufwärts. Aber:

Ist Ihnen eigentlich bewusst, wie knapp wir da vor 3 Wochen einem Crash am Aktienmarkt entgangen sind?

Volatilitätsindex VDAX: Der Krisen-Indikator

Wie Sie aus zahlreichen Chartanalyse-Trends-Beiträgen wissen, bietet uns der Volatilitätsindex VDAX eine gute Möglichkeit, den Grad der Verunsicherung der Marktteilnehmer zu beobachten.

Wenn Sie als Investor großes Vertrauen in die künftige Marktentwicklung haben, gibt es für Sie wenige Gründe, bestehende Positionen zu verkaufen. Schließlich erwarten Sie ja noch weiter steigende Kurse.

Anders ist es, wenn Sie unsicher über die künftige Marktentwicklung sind. Dann erhöht sich Ihre Bereitschaft, je nach Nachrichtenlage, öfter und schneller die Kauf- oder Verkaufsknöpfe zu bedienen.

Da es in solchen Börsenphasen vielen Marktteilnehmern ähnlich ergeht, führt das zu größeren Kursschwankungen, auch als Volatilität bezeichnet. Der VDAX misst dies für die 30 DAX-Aktien.

Ich habe schon vor vielen Jahren nach umfangreichen Untersuchungen für mich eine Einteilung des VDAX-Verlaufs vorgenommen:

–       VDAX 0 bis 15: Aufwärtstrend-Zone


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–       VDAX 15 bis 20: Neutrale Zone

–       VDAX 20 bis 23: Abwärtstrend-Zone

–       VDAX ab 23: Crash-Zone

Nachfolgend sehen den VDAX im Vergleich zum DAX mit den von mir vorgenommenen Zonen-Einteilungen. Ich habe Ihnen rechts den Verlauf der letzten Monate und links den Verlauf im und vor dem März 2011 eingeblendet:

vdax gegen dax 30 in 2011 und 2014-05-11-2014

Frappierender Gleichlauf: DAX 30 und VDAX im März 2011 und Oktober 2014

Geschichte wiederholt sich doch (hin und wieder)

Gut zu erkennen: Der Verlauf von VDAX und DAX 30 im Oktober dieses Jahres ähnelt auf frappierende Weise der Entwicklung im März 2011.

Damals, wie auch im vergangenen Monat, knickte der DAX 30 zunächst heftig ein. Vom Zwischenhoch aus gemessen brach der deutsche Leitindex (auf Schlusskursbasis) um -12,3% ein. In diesem Jahr waren es -12,5%.

Die anschließende Erholung führte bis Ende März 2011 zu einem DAX 30-Anstieg von +8,1%. Ende Oktober 2014 konnten wir ein Plus von +8,8% konstatieren.

Doch nicht nur der DAX 30-Einbruch und die anschließende Erholung ähneln sich vom Ausmaß her. Auch die Verläufe des VDAX können Sie nahezu übereinander legen.

In beiden Fällen preschte der VDAX für einen bzw. zwei Handelstage in die Crash-Zone vor, um dann wieder wie ein Stein zurückzufallen.

Fazit

Dieser Vergleich mit 2011 zeigt Ihnen, wie knapp wir damals wie auch jetzt wieder an einem Crash vorbei geschlittert sind.

Falls Ihnen also der Aktienmarkt in der zweiten Oktoberhälfte den Eindruck eines vorgezogenen Halloweens vermittelte, dann liegen Sie damit nicht so ganz falsch.

Für den Fall, dass Sie sich nicht mehr erinnern, was im März 2011 zu dieser Berg- und Talfahrt an den Aktienmärkte geführt hat, hier die Auflösung:

Es war die Naturkatastrophe in Japan. Ein Erdbeben hatte einen Tsunami entfesselt, der dann viele Menschen das Leben kostete, eine ganze Region quasi verwüstete und später auch noch zur Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima führte.

Und genau das ist der einzige Unterschied zum DAX 30 / VDAX-Spuk in diesem Jahr:

2011 wussten wir wenigstens, WARUM die Börsen einen Beinahe-Crash inszenierten.

6. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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