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DAX 30: Ja, haben wir denn schon den 8. November?

Am vergangenen Donnerstag hatte ich Ihnen von den Ergebnissen der Bank of America-Umfrage unter 293 Investmentfonds-Managern berichtet:

Die Herrschaften sorgen sich unter anderem darum, dass der nächste US-Präsident Donald Trump heißen könnte.

Der Stichtag für die Entscheidung, Hillary Clinton oder Donald Trump, ist der 8. November. Dann wählt die USA ihre(n) neue(n) Präsidentin / Präsidenten.

Logisch wäre es also, davon auszugehen, dass in die seit knapp 16 (Wall Street) bzw. 11 Wochen (DAX) dahin dümpelnden Aktienmärkte auch erst NACH dem Wahltag Bewegung kommt.

Und da die Wall Street traditionell die „Pace“ (Geschwindigkeit) vorgibt, sollten wir auch in den kommenden 15 Tagen bis zum Stichtag die lethargische Stimmung weiter ertragen müssen. Richtig?

DAX 30: Ende der elfwöchigen Lethargie?

Nun: Der DAX 30 scheint sich weder an die zeitliche Vorgabe, noch an die Führungsrolle der New Yorker Börse halten zu wollen:

Mit 10.820 Zählern markiert der deutsche Leitindex zum Wochenauftakt eine neue Jahres-Bestmarke!

Wie also stehen die Chancen, dass wir schon heute den Start in die Jahresendrallye erleben?

Ich lade Sie ein, dazu einmal gemeinsam mit mir auf den aktuellen Chart des DAX 30 zu schauen. (Die eingezeichneten Kurse von heute entsprechen dem Stand von etwa 11.30 Uhr.)

dax-30_grafik1_24-10-2016

DAX: Ist das der Startschuss zur Jahresend-Rallye?

Die Ausgangslage im DAX

Verschaffen wir uns zunächst einmal einen Überblick über die längerfristige Marktlage:


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Der wohl wichtigste Bezugspunkt ist das Allzeithoch bei 12.390 Punkten vom April 2015. Erst darüber tritt der deutsche Aktienmarkt in eine neue Kurs-Dimension ein.

Der von dieser Bestmarke ausgehende Abwärtstrend wurde am 8. August nach oben verlassen – ein positives Signal.

Seither jedoch kam der DAX 30 nicht über das Niveau von 10.800 Punkten hinaus.

Die pinkfarbene Zone kennzeichnet einen massiven Widerstands-Bereich, die sich seither ausgebildet hat und den es – nachhaltig! – zu überwinden gilt.

Der Anstieg am heutigen Vormittag auf 10.820 Punkte ist mithin natürlich noch nicht ausreichend. Immerhin aber könnte er zum Startschuss in die lang ersehnte Jahresend-Rallye werden.

Doch halt!

Ein Verkaufs-Signal im 50-Tage-Momentum?

Dagegen spricht offensichtlich das 50-Tage-Momentum:

Wie der blaue Kreis dokumentiert, ist der Indikator für Schwung und Kursdynamik in der vergangenen Handelswoche aus dem seit Februar bestehenden Abwärts-Trend gerutscht.

Also ein Verkaufs-Signal?

Um dies zu verifizieren, lassen Sie uns gemeinsam auf eine zweite Grafik schauen:

dax-30_grafik2_24-10-2016

DAX: Über 10.752 ist das 50-Tage-Momentum immer positiv

Diesmal sehen Sie die exakt letzten 51 Handelstage im DAX 30 mit dem Momentum. Und das hat seinen Grund:

Das 50-Tage-Momentum wird bekanntlich berechnet, indem die Schlussnotierung vor 50 Tagen vom aktuellen Kurs subtrahiert wird (10.794,78 minus 10.713,43 = +81,35).

Das bedeutet: Kann sich der DAX 30 über der Marke von 10.752 Zählern behaupten, dann dreht das 50-Tage-Momentum ganz automatisch nach oben. Warum 10.752?

Wie Sie im Chart sehen, war dies der höchste Schlusskurs der vergangenen 50 Handelstage (blau eingekreist).

Das heißt: Da alle anderen Notierungen unter 10.752 lagen, steigt das 50-Tage-Momentum umso stärker an, je größer die Differenz zum Kurs vor 50 Tagen ist.

Somit ist das vermeintliche „Verkaufs-Signal“ im Momentum eine Art Bärenfalle: Es ist schlichtweg der ungewöhnlich langen Seitwärts-Bewegung im DAX 30 geschuldet.

Fazit

Das neue Jahreshoch, das wir heute im DAX sehen, KANN der Startschuss zur Jahresendrallye sein.

Dazu ist indes erforderlich, dass die Widerstands-Zone bei 10.700 / 10.800 Punkten nachhaltig – also dauerhaft und klar – überboten wird.

Kommt es so, dann würde der DAX 30 ausnahmsweise einmal selbst die „Pace“ vorgeben.

Vielleicht nimmt der deutsche Leitindex also sogar ein positives Wahlergebnis am 8. November in den USA vorweg?

Das durch den Bruch des Aufwärtstrends seit Februar entstandene, vermeintliche Verkaufssignal im 50-Tage-Momentum können Sie jedenfalls getrost ignorieren:

Hält sich der DAX über 10.752 Punkten, bleibt der Kurs-Dynamik-Indikator IMMER positiv.

Da alle anderen Schlusskurse der vergangenen 50 Handelstage darunter liegen, steigt das Momentum mit dem Abstand zum DAX-Schlusskurs in dieser Periode entsprechend an.

24. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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