Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

DAX 30: Kaufen ja, aber nicht jetzt!

Seit Wochenbeginn haben die Börsenmedien wieder ihr Spielzeug: Es ist die 11.000er-Marke im DAX 30. Seither flimmert diese Schlagzeile in leicht veränderten Varianten über die TV-Bildschirme:

Montag: „DAX nimmt Kurs auf 11.000“  (Tageshoch: 10.828 Punkte)

Dienstag: „11.000er-Marke im Visier“ (Tageshoch: 10.984 Punkte)

Mittwoch: „11.000 Punkte nicht mehr weit“ (Tageshoch bis 12:00 Uhr: 10.900 Punkte)

Durch diese Schlagzeilen vermitteln die Börsenmedien den weniger erfahrenen Anlegern den Eindruck, als habe die 11.000er-Marke eine enorm hohe Bedeutung. Ich sage Ihnen:

Diese Marke ist ebenso wichtig wie die Meldung, dass „in China ein Sack Reis umgefallen ist“! Mal ehrlich:

Bringt Sie das Wissen darum, ob diese ominöse Tausender-Marke nun fällt oder nicht, in irgendeiner Weise weiter bei der Frage, ob Sie nun noch in den DAX einsteigen sollen oder nicht?

DAX 30: Jetzt noch einsteigen?

„Halt!“  höre ich Sie jetzt rufen. „Lieber Herr Sommer, Sie haben doch selbst noch vor 2 Tagen in Ihrem Chartanalyse-Trends-Beitrag DAX 30: Mit vereinten Kräften geht’s einfach besser! analysiert, dass es sich trotz des Kursanstieges von inzwischen rund +30% seit Oktober 2014, noch immer lohnen dürfte, in den DAX einzusteigen?“

Ja, das ist richtig. Allerdings hatte ich Ihnen in demselben Beitrag auch folgendes kleines Erfolgsgeheimnis weitergereicht:


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


„Erfahrene Charttechniker kennen diesen Kniff bereits: Wenn Sie aufgrund Ihrer Analysen in Aktien investieren, dann sollten Sie stets auch die Zeitebene untersuchen, die über der steht, in der Sie handeln. Das bedeutet:

Wenn Sie auf Tagesebene agieren, sollten Sie den Wochen-Chart oder den Monats-Chart checken.  … Sie nutzen die übergeordnete Zeitebene zur Trend-Bestimmung und Ihre Handelsebene zum Timing von Ein- und Ausstieg.“

Das Timing ist entscheidend

Genau das demonstriere ich Ihnen mit meiner heutigen Analyse.

Der von mir am Montag vorgestellte (selbst entwickelte) Indikator MACD-Kaufsignale hatte auf Monatsbasis im Januar ein langfristiges Kaufsignal generiert. Das bedeutet:

Wir können mit guter Zuversicht davon ausgehen, dass der DAX 30 im weiteren Jahresverlauf wohl noch deutlich zulegen wird. Die 11.000er-Marke dürfte sich dann später eher als eine Art Durchgangsstation erweisen.

Allerdings haben wir es am Aktienmarkt mit Trends zu tun. Diese Trends können sich auf den unterschiedlichen Zeitebenen durchaus mal gegensätzlich verhalten. Dazu ein Beispiel:

DAX 14.000 bis Ende 2015 – aber nicht in einem Rutsch!

Im August 2012, bei einem DAX 30-Stand von 6.971 Punkten, prognostizierte ich den Lesern meines Börsendienstes Momentum-Trader einen DAX-Stand von 14.000 Punkten bis Ende 2015!

Im Juni 2014 notierte der DAX 30 erstmals über der Marke 10.000. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, bis Mitte Oktober auf 8.354 Punkte zurückzufallen. Inzwischen hat er, wie wir dank der Börsenmedien wissen, die 11.000 im Visier.

Klar: Wenn Sie im Juni 2014, dank der Hinweise in den Börsenmedien, bei 10.000 eingestiegen wären, konnten Sie gestern ein Plus von fast 1.000 Punkten verbuchen. Allerdings hätte Ihnen ein Einstieg in der Nähe des Oktobertiefs, beispielsweise bei 9.000, doppelt so viel Gewinn eingebracht!

Sie sehen: Timing is Money!

Fragen Sie nicht OB, sondern WANN Sie einsteigen sollten

Die Frage, die Sie sich heute stellen sollten, lautet also weniger, OB Sie in den DAX 30 einsteigen sollten, sondern eher, WANN Sie das tun sollten. Der nachfolgende Chart macht Ihnen deutlich, dass das aktuelle DAX 30-Niveau dazu nicht sonderlich gut geeignet ist:

dax 30 und seine trendstärke-04-02-2015

Trendstärke des DAX 30: Die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur ist sehr hoch

Dieser Chart zeigt die Trendstärke des deutschen Leitindex, indem der Abstand zu seiner 200-Tagelinie gemessen wird. Dieser Gleitende Durchschnitt zeigt bekanntlich den langfristigen Trend eines Marktes.

Die eingezeichnete pinkfarbene Linie macht sichtbar, dass der DAX 30 dazu tendiert, sich von seiner 200-Tagelinie nicht mehr als 12,5% bis 14,0% zu entfernen. Gestern ist ein Abstandswert von fast 13% erreicht worden!

Diese Tendenz können Sie übrigens bis 2010 zurückverfolgen. Im Jahr 2009 gab es eine Phase, in welcher der Abstand noch höhere Werte angenommen hatte (gelber Kreis). Allerdings handelte es sich dabei um den Beginn des Bullenmarktes nach der Finanzkrise 2007/08.

Fazit

Klar: Ausschließen kann ich nicht, dass sich dies in den kommenden Wochen wiederholt. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist indes nicht allzu hoch:

Eine Reduzierung des Abstandes auf etwa 7% – wie bei den mit grünen Kreisen markierten Rücksetzern – ist hingegen das, was Sie mindestens erwarten dürfen. Das bedeutet:

Eine Korrektur in den Bereich 10.350 bis 10.400 – je nachdem, wie schnell der Rückschlag abläuft – ist das, womit Sie eher rechnen sollten.

4. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Andreas Sommer. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt