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Dax-Anleger finden keine Richtung

Es waren wichtige Weichen, die am Mittwochabend gestellt werden sollten.

In Brüssel verhandelten die europäischen Finanzminister über das weitere Vorgehen gegenüber Griechenland und im weißrussischen Minsk kamen Kanzlerin Angela Merkel sowie die Präsidenten Frankreichs, Russlands und der Ukraine, François Hollande, Wladimir Putin und Petro Poroschenko zusammen, um über einen Waffenstillstand in der Ostukraine zu beraten.

Im Vorfeld dieser zukunftsweisenden Treffen haben sich die Anleger in Frankfurt kaum aus der Deckung getraut. Der Dax pendelte um seinen Vortagskurs und beendete den Handel kaum verändert bei 10.752 Punkten leicht im Minus.

Anleger unschlüssig

Die Investoren wissen, dass es schnell und heftig bergauf oder bergab gehen kann – je nachdem, was für Nachrichten insbesondere zu Griechenland und der Ukraine eintrudeln.


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Doch auf diese Entwicklung haben die Marktteilnehmer keinen Einfluss. Sie können nur abwarten und reagieren. Festlegen wollte sich bisher kaum jemand. Für Gewinnabsicherungen schienen die Chancen auf brauchbare Lösungen zu gut, für größere Investitionen jedoch die Verlustrisiken zu groß.

Bei den Einzelwerten teilten sich ohne erkennbaren Grund RWE und Adidas die Dax-Spitze. Ihre Aktien verteuerten sich jeweils um knapp 1,3 Prozent. Zuletzt waren beide Papiere bei Anlegern wenig beliebt.

Conti und Deutsche Post ganz unten

Vortagessieger Continental rutschte hingegen auf einen der hinteren Ränge ab. Die Aktie des Autozulieferers gab um 1,1 Prozent nach.

Schlusslicht war die Deutsche Post mit einem Abschlag von 1,7 Prozent. Offenbar steht ein härterer Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi ins Haus.

Mit Tarifstreitigkeiten kennt man sich bei der Lufthansa bestens aus. Die Billigtochter Germanwings wird an diesem Donnerstag und Freitag wieder bestreikt, sämtliche aus Deutschland startende Flüge sollen ausfallen. Anleger reagierten dennoch gelassen, die Kranich-Aktie beendete den Handelstag nahezu unverändert.

Zahlenflut im MDax

Eine Welle von Quartalszahlen sorgte unterdessen in der zweiten Reihe für reichlich Bewegung. Besonders stark präsentierte sich der Roboterhersteller Kuka, der laut vorläufigem Bericht ein Rekordergebnis von 142 Millionen Euro erzielen konnte. Mit einem Plus von 4,7 Prozent erreichte die Aktie die Spitzenposition im MDax.

Dort ging der letzte Platz an den Verpackungshersteller Gerresheimer, dessen Zahlen enttäuschend ausfielen. Die bereits nach unten korrigierten Ziele konnten nur knapp erreicht werden. Das Papier rutschte daraufhin um 5,6 Prozent ins Minus.

Grundsätzlich bleibt auch in nächster Zeit vor allem die politische Großwetterlage mit entscheidend für die Entwicklung an den Märkten. Solange die Konflikte um Griechenland und die Ukraine nicht gelöst werden, schwelt weiterhin die Unsicherheit und es kann ganz schnell gehen mit Rekordjagd oder Absturz.

12. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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