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Dax-Anleger schöpfen neue Hoffnung

Es gibt neue Hoffnung für Griechenland – vorläufig zwar nur gerüchteweise, aber das hat den Anlegern in Frankfurt an diesem Dienstag gereicht, um die kurze Verlustphase des Dax zu durchbrechen. Der Leitindex ging 0,8 Prozent fester aus dem Handel bei 10.754 Zählern.

Während auf politischer Ebene nach wie vor gerungen wird um die Art, den Umfang und den Zeitplan der nötigen Reformen in Griechenland, scheint sich zumindest finanziell ein zeitlicher Puffer aufzutun:

Agenturberichten zufolge könnte die EU-Kommission die Hilfen um sechs Monate verlängern, was wiederum dazu führen würde, dass die Europäische Zentralbank für diesen Zeitraum weiterhin griechische Staatsanleihen als Sicherheit akzeptiert.

Eiszeit zwischen Athen und Berlin

Auf diese Weise könnten sich die dortigen Banken weiterhin mit Liquidität versorgen und wären zunächst einmal aus der Schusslinie. Doch während es im griechischen Parlament nun ernst wird – Ministerpräsident Tsipras stellte sich am Dienstagabend einer Vertrauensabstimmung –, bleiben die Fronten international verhärtet.

Insbesondere aus Berlin wird nach wie vor kein größeres Entgegenkommen signalisiert, ganz im Gegenteil. Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte noch einmal die aus seiner Sicht notwendigen Reformen, die Voraussetzung seien für die weitere Unterstützung.


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Portugal punktet mit Schuldenabbau

Zahlen aus anderen „Krisenstaaten“ der Euro-Zone scheinen ihm Recht zu geben: So wurde gerade bekannt, dass Portugal bereits einen Teil seiner Kredite beim Internationalen Währungsfonds vorzeitig zurückzahlen will. Auch in Spanien und Italien geht es mit Blick auf das Wirtschaftswachstum allmählich voran.

Doch bei der Bevölkerung ist davon wenig zu spüren: Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin hoch, gerade junge Menschen verlassen angesichts ihrer Perspektivlosigkeit massenweise ihre Heimat. Auch die Löhne sinken und die Kündigungsschutzregelungen werden gelockert – zum Wohle des Staates, aber zu Lasten seiner Bevölkerung.

Genau diesen Effekt haben die Griechen abzuwählen versucht, indem sie Alexis Tsipras zum neuen Regierungschef machten. Ob der jedoch seine Wahlversprechen wird einhalten können, ist mehr als fraglich.

Ukraine am seidenen Faden

Neben Griechenland hängt auch die weitere Entwicklung der Ukraine am seidenen Faden. Am heutigen Mittwoch treffen sich erneut die Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine in Minsk zu weiteren Verhandlungen.

Das Ergebnis dieses Treffens dürfte entscheidende Weichen stellen für die weitere Entwicklung innerhalb der Ukraine, aber auch für die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen.

Angesichts dieser Großwetterlage schien die Anlegerlaune am Dienstag seltsam beflügelt zu sein. Die meisten Einzelwerte konnten sich stark behaupten.

Vertauschte Vorzeichen zum Vortag

Vortagesgewinner Lanxess rutschte allerdings ans Dax-Ende. Gewinnmitnahmen belasteten das Papier, das 1,8 Prozent schwächer aus dem Handel ging.

Umgekehrt konnten sich die zuletzt eher schwächeren Automobilwerte an die Dax-Spitze vorkämpfen. Aktien von Daimler und BMW verteuerten sich um 1,9 beziehungsweise 2,2 Prozent und gehörten damit zu den stärksten Werten im Dax.

Zulieferer Continental schaffte mit einem Plus von 3,2 Prozent den Sprung an die Dax-Spitze. Das Unternehmen hatte zuvor weitere Sparmaßnahmen angekündigt.

Einen Rückschlag gab es nach Börsenschluss für die Lufthansa: Am Donnerstag und Freitag wird die Billigtochter Germanwings von den Piloten bestreikt. Alle von Deutschland aus startenden Flüge sollen ausfallen.

Die Aktie der Kranich-Airline, die zuletzt häufig zu den Verlierern gehörte, konnte sich aber am Dienstag behaupten und schaffte ein Plus von 1,7 Prozent.

11. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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