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Dax auf 12.000er-Kurs

Die EZB schwächt den Euro – und der Dax legt den Turbo ein. Die Notenbanker der Euro-Zone planen offenbar, einen Teil der für Juli und August geplanten Anleihekäufe vorzuziehen auf Mai und Juni.

Das ändert zwar nichts am Gesamtvolumen des QE-Programms, sorgt aber für kurzfristig steigende Liquidität sowie eine weitere Schwächung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar.

Das wiederum gilt vielen Dax-Anlegern als Kaufargument, denn ein schwacher Euro macht europäische Exportgüter auf dem Weltmarkt attraktiver. Kein Wunder also, dass der Dax am Dienstag weiter durchstarten konnte. Unterm Strich legte der Leitindex um satte 2,2 Prozent zu auf 11.853 Punkte.

Damit rückt sogar die 12.000er-Marke wieder in greifbare Nähe, hinter die der Dax vor Wochen zurückgefallen war. Seitdem schwanken die Kurse mit teils extremen Ausschlägen nach oben und unten, eine klare Richtung ist bislang nicht erkennbar.


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Autobauer profitieren von guten Absatzzahlen

Bei den Einzelwerten konnten die Automobilwerte von gesteigerten Absatzzahlen im europäischen Raum profitieren. Volkswagen eroberte die Dax-Spitze mit einem Plus von 4,9 Prozent. Auch Continental, BMW und Daimler gehörten mit Aufschlägen zwischen 3,8 und 3,4 Prozent zu den Top-Werten des Tages.

Ebenfalls stark behauptete sich K+S, dessen Papiere um 3,9 Prozent vorrückten. Im starken Marktumfeld rutschten lediglich zwei Einzelwerte in die Verlustzone. Die Aktie von ThyssenKrupp gab um 0,1 Prozent nach.

Schlusslicht Merck litt unter dem Quartalsbericht, der die Erwartungen der Analysten verfehlt hatte. Trotz gesteigertem Ergebnis ging es daher um 1,7 Prozent nach unten.

Deutsche Bank verliert Privatkundenvorstand

In den Fokus rückt außerdem immer mehr die Deutsche Bank. Sie kämpft nicht nur an diversen Fronten und in diversen Ländern mit diversen Gerichten um diverse dubiose Geschäfte, sondern sieht sich auch intern mit Herausforderungen konfrontiert.

Kurz vor der Hauptversammlung geht Aufsichtsratschef Paul Achleitner auf Distanz zum Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Zudem verlässt Rainer Neske, Vorstand des Privatkundengeschäfts, die Deutsche Bank.

Kein Wunder, denn mit dem Verkauf der Postbank wird gerade sein Bereich drastisch geschrumpft. Es ist kein Geheimnis, dass Neske der strategischen Neuausrichtung, wie sie nun kommen soll, vorsichtig formuliert skeptisch gegenübersteht.

Aktie im Dax-Mittelfeld

Mit Neske verabschiedet sich ein weiterer Vertreter des klassischen Bankgeschäfts, das die Deutsche Bank einmal ausmachte. Was stattdessen bleibt, sind vor allem am Investmentbanking interessierte Manager, die hohe Risiken eingehen – und die Kosten dafür anderen aufbürden, etwa den Filialmitarbeitern, die nun gehen müssen.

Dass durch die Sparmaßnahmen im Privatkundenbereich ausgerechnet 3,5 Milliarden Euro eingespart werden sollen – also eben jene Summe, die für Rechtsstreitigkeiten im Laufe der letzten Jahre beiseitegelegt werden mussten – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Dennoch konnte sich die Aktie der Deutschen Bank am Dienstag im Dax-Mittelfeld behaupten. Sie legte um 2,1 Prozent zu.

20. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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