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DAX: EZB-Anleihenkaufprogramm als Kurstreiber

In dieser Woche erreichte der deutsche Leitindex DAX ein neues Allzeithoch. Die Basis dafür wurde bereits am ersten Handelstag der Woche gelegt.

Am Montag startete das historische Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB will im Rahmen des Programms von März 2015 bis Ende September 2016 monatlich 60 Mrd. Euro für Anleihen aus dem Euro-Raum ausgeben. Insgesamt handelt es sich um ein Volumen von 1,14 Billionen Euro.

Im heutigen „Schlussgong“ möchte ich für Sie die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um das Anleihenkaufprogramm der EZB zusammenfassen. Denn: Jeder spricht über das EZB-Programm, aber kaum jemand kennt die Details.

Einige Eckdaten des EZB-Anleihenkaufprogramms

Es dürfen maximal 25% einer Emission (also von einer Anleihe) und 33% von einer Emissionsadresse (also beispielsweise von einem Euro-Land) gekauft werden. Relevant sind dabei nicht die Nominalwerte der Anleihen sondern die Marktwerte.


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Es können Anleihen gekauft werden, die zum Erwerbszeitpunkt eine Restlaufzeit zwischen 2 und 30 Jahren haben. Das bedeutet: Sie müssen mehr als 1 Jahr und 364 Tage und weniger als 31 Jahre laufen. Weiterhin hat das EZB-Programm keinen Zielwert hinsichtlich der Duration (also der Dauer der Kapitalbindung).

Euro immer schwächer

Der Euro ist in dieser Woche auf ein neues Zwölfjahrestief gefallen. Damit nähert sich der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar immer mehr der Parität – also einem Wechselkursverhältnis von 1:1. Dieses Wechselkursverhältnis herrschte zuletzt Ende 2002.

Experten zufolge wird der Euro-Kurs jedoch nicht nur von der ultralockeren Geldpolitik der EZB belastet, sondern auch von der Aussicht auf eine näher rückende Zinswende in den USA. US-Presseberichten zufolge will die US-Notenbank Fed die Zinswende bald mit einer Änderung der Wortwahl in ihren Mitteilungen vorbereiten.

Die „segensreiche Wirkung“ der Anleihenkäufe

Nach Einschätzung von EZB-Präsident Mario Draghi haben die Anleihenkäufe bereits im Vorfeld segensreich gewirkt und zur konjunkturellen Erholung im Euro-Raum beigetragen. Zudem würden die Anleihenkäufe als eine Art Schutzschild gegen eine sich verschärfende Griechenland-Krise wirken.

Trotz der wiederaufflammenden Probleme in Griechenland sei ein weiterer Rückgang der Renditen Portugals und anderer Länder zu beobachten, die zuvor in Schwierigkeiten waren. Nach Ansicht von Draghi ist dies ein Indiz dafür, dass das Anleihenkaufprogramm als ein Schutzschild für andere Euro-Länder dienen könnte.

Gegen die Unterstellung, die Notenbank würde mit ihrem Anleihenkaufprogramm ohnehin nur darauf abzielen, den Euro zu schwächen, weil das „Quantitative Easing“ (QE) nur auf diese Weise wirken würde, wehrt sich die EZB allerdings entschieden.

Die Geldpolitik der EZB, so EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen, sei grundsätzlich „nicht auf eine Abwertung des Euro gerichtet“, sondern vielmehr von den Erfordernissen der Wirtschaft im Euro-Raum bestimmt.

Das mag der gute Wille der EZB sein, aber niemand kann die Banken zwingen, mehr Kredite zu vergeben und die Unternehmen zwingen, mehr zu investieren. Ob und wie das EZB-Programm in der Realwirtschaft wirkt, ist daher fraglich.

Sichtbar ist dagegen schon jetzt, dass das EZB-Programm den Euro schwächt (gut für die Export-Werte) und die Zinsen nach unten drückt (gut für die hoch verschuldeten Staaten). Diese Faktoren beflügeln aktuell die Aktienmärkte.

13. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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