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Dax im Höhenrausch: Banken top, Versorger flop

Manch ein Börsianer wird sich ungläubig die Augen gerieben haben beim Blick auf den jüngsten Dax-Verlauf.

Letzte Woche noch massiv unter Druck, setzt der Leitindex schon wieder zur Aufholjagd an. Nur knapp verfehlt er am Dienstag im Tagesverlauf die 10.000er-Marke. Unterm Strich bleibt ein Plus von 1,6 Prozent auf starke 9.941 Zähler stehen.

Es waren verschiedene Nachrichten, die die Anlegerstimmung zu neuen Höhenflügen veranlassten. So zeigten sich die US-Börsen nach tagelanger Flaute endlich wieder freundlicher.

EZB und Ölpreis sorgen wieder für Bewegung

Zudem steigt die Hoffnung auf eine geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank, die am 22. Januar über ihren weiteren Kurs beraten wird.


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Der fallende Ölpreis sorgt aus Sicht der Anleger für Handlungsdruck, lässt er doch die Inflationsrate zuletzt dramatisch sinken. Von einem Wert von 2 Prozent, den die EZB als Zielmarke herausgegeben hat, ist die Teuerungsrate in der Euro-Zone jedenfalls nach wie vor weit entfernt.

Zugleich sorgt der niedrige Ölpreis für blendende Zahlen und Prognosen bei diversen Unternehmen. Produktionskosten sinken, die Autobauer freuen sich über anziehende Nachfrage bei spritschluckenden Modellen und die Airlines gehen von besseren Gewinnchancen aufgrund sinkender Kerosinkosten aus.

Banken top, Versorger flop

Bei den Einzelwerten ging die Schere auseinander. Gefragt waren unter anderem die zuletzt meist gescholtenen Bankentitel. Die Commerzbank war nach einem positiven Analystenkommentar unangefochtener Spitzenreiter mit einem Plus von 5,1 Prozent. In ihrem Fahrwasser schaffte es auch die Deutsche Bank unter die Top-Werte mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent.

Ebenfalls erneut an der Spitze zeigte sich der Reifenhersteller Continental, dessen Papiere um weitere 4 Prozent zulegen konnten. Auch die Lufthansa-Aktie gehörte mit einem Plus von 3,3 Prozent zu den Tagessiegern.

Ans untere Dax-Ende rutschten unterdessen erneut die Energiekonzerne. Analysten sehen kein Ende des Abwärtstrends und bewerten die deutsche Energiebranche skeptisch. RWE-Papiere rutschten daraufhin um 1,4 Prozent ab. Konkurrent Eon traf es noch härter: Mit einem Abschlag von 2,1 Prozent war die Aktie der schwächste Dax-Wert im insgesamt starken Umfeld.

Anleger hoffen auf gute Jahresberichte

Neue Hoffnung keimt auch auf angesichts der anlaufenden Berichtsaison. Die vorläufigen Zahlen mehrerer Dax-Unternehmen sahen zuletzt gut aus. Auch in den USA wurden die Bilanzen nun traditionell vom Aluminiumkonzern Alcoa eingeläutet, der in die Gewinnzone zurückkehrte und damit punkten konnte.

Doch obwohl das Dax-Allzeithoch in Reichweite erscheint, sind Anleger gut beraten, sich nicht allzu weit aus dem Fenster zu lehnen. Dieser Tage herrscht eine hohe Nervosität, der bisherige Monatsverlauf zeigt eine sprunghafte Fieberkurve.

So schnell, wie der Dax jetzt zulegt, kann es auch wieder abwärts gehen. Immerhin hat die EZB sich noch nicht final geäußert – und Griechenlands Parlamentswahl steht ebenfalls noch vor der Tür.

14. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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