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DAX-Index: 2 Mal China, 2 Mal -700 Punkte. Analyse sagt: Kaufen!

Der Chinese hatte 1950 eine Lebenserwartung von nur 41 Jahren. Die Bevölkerung zählte etwa 550 Mio. Einwohner und das Durchschnittsalter betrug nur 23,9 Jahre. Die wirtschaftliche Bedeutung war gering. Niemanden in Europa oder den USA hat die Börse in China interessiert.

Mittlerweile beträgt die Lebenserwartung der Bevölkerung im Reich der Mitte 75,15 Jahre (2014), es zählt 1,4 Milliarden Einwohner und das Durchschnittsalter beträgt 36,0 Jahre. Und die wirtschaftliche Bedeutung ist immens! Jetzt interessiert die Börsianer in Europa und den USA die chinesische Börse.

Das zeigt, wie dynamisch sich Dinge verändern können. Ebenfalls dynamisch verändert sich zurzeit der DAX-Index. Es geht rauf, runter, rauf … usw. in einer Geschwindigkeit, die vor einigen Jahrzehnten noch unvorstellbar war.

Und China hat einen Einfluss darauf genommen.

Der stärkere Kursrückgang an den chinesischen Aktienbörsen von vor etwa 2 Wochen und die YUAN-Abwertung von Montag dieser Woche sorgten für jeweils 700 Punkte Abschlag im DAX-Index.

Hat dies auch Konsequenzen für den weiteren Verlauf des DAX-Index für den Rest des Jahres 2015? Wo befinden sich die Unterstützungen und Wendepunkte? Wo befinden sich Widerstände?

Wir beginnen zunächst mit der kurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 1208 1m

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

DAX mit Zick-Zack-Muster

Wir erkennen im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild einen DAX-Index, der sich in einem flachen Abwärtstrendkanal befindet (roter Trendkanal). Für die kurzfristige Analytik ist dieser Trendkanal ungewöhnlich breit. Zwischen der oberen Begrenzung und der unteren Begrenzung des Trendkanals liegen 700 Punkte.

2 x China, 2 x Minus 700 Punkte

Den Kursrutsch in China (China1), der zum ersten Mal zu -700 Punkten führte, hatte der DAX-Index schnell verdaut. Binnen einer guten Woche wurde fast alles wieder aufgeholt. Er scheiterte dann an der oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Der zweite Ausbruchsversuch kurze Zeit später hatte eine sehr gute Chance auf ein erfolgreiches Gelingen, wenn… ja wenn nicht China, die Zweite gekommen wäre.

Durch die Yuan-Abwertung wurden exportorientierte Titel regelrecht verprügelt. Das sorgte am Aktienmarkt für durchweg schlechte Stimmung und einen weiteren -700-Punkte-Rutsch im DAX-Index (China 2).


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Ich halte diese Bewegung allerdings für deutlich übertrieben. An der unteren Begrenzung des Trendkanals wartet eine gute Unterstützung auf den DAX-Index. Ich erwarte, dass sich der Index dort stabilisiert und eine Wende einleitet.

Kurzfristige Unterstützung wird getestet, dann 11.300, dann Entscheidung

Der zweite China-Punch hat den DAX-Index an die beschriebene untere Begrenzung des flachen Abwärtstrendkanals geführt (untere rote Trendlinie). Er ist heute mit einem großen Abwärts-GAP (Kurslücke) gestartet (schwarze Ellipse).

GAPs haben die Eigenschaft, dass sie in der Regel erst geschlossen werden müssen, bevor der nach dem GAP entstandene Trend fortgeführt werden kann. So bestehen charttechnisch gesehen ganz gute Chancen, dass an der Unterstützung tatsächlich eine Stabilisierung einsetzt und den DAX zunächst bis an das GAP hinanführt.

Um es zu schließen, müsste der Index knapp 11.300 Punkte erreichen.

Anschließend wird sich entscheiden, wo die Reise hingeht.

Durch die vor etwa 2 Wochen genau an den Gap-Grenzen anhaltende Clusterbildung (gestrichelte Linien) besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit auf eine erneut 1 Woche andauernde seitwärts gerichtete Phase. Das passt auch mit dem Ende der Urlaubsphase/Sommerpause zusammen.

Wie die Entscheidung ausfallen könnte und sich die Sachlage mittelfristig darstellt, analysieren wir im 8-Monatschart:

DAX 1208 8m

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

Mittelfristiger Aufwärtstrendkanal noch intakt

Sie erkennen im 8-Monatschart des DAX-Index den aufwärtsgerichteten breiten Trendkanal (blaue Trendlinien).

Innerhalb dieses Trendkanals testet der DAX-Index durch die beiden China-Dellen aktuell die Untergrenze. Sollte Sie unterschritten werden (unter 10.800), erst dann dürfen Sie von einer ausgedehnteren Konsolidierung ausgehen.

Gute Chancen auf Wende nach oben

Es besteht aber eine gute Chance, dass die Unterstützung hält und der DAX-Index sich stabilisiert und nach oben wendet. Zum einen ist hilfreich, dass der Index diese untere Grenze ebenfalls im Zweierpack schon im Dezember/Januar erfolgreich getestet hat (grüne Mulden).

Zum Anderen befindet sich genau an der Unterstützungsgrenze ein weiterer Unterstützungsfaktor, die 200 Tage Durchschnitts-Linie. Sie ist im Chartbild schwer zu erkennen. Es ist die dünne hellblaue Linie. Ich habe Sie zur besseren Veranschaulichung mit einem hellblauen Pfeil markiert.

Die 200-Tage-Durchschnitts-Linie hat in der Charttechnik eine starke Widerstands- und Unterstützungs-Wirkung und verstärkt somit die Unterstützung für den DAX-Index.

Der China-1 Schock wurde in wenigen Börsentagen aufgeholt, der China-2 Schock hat Chancen, genauso schnell vergessen zu werden.

Um zu analysieren, ob sich die Erkenntnisse aus der Kurzfrist- und Mittelfrist-Analyse auch im Einklang mit dem längerfristigen Trend befinden, schauen wir abschließend kurz auf den 5-Jahreschart:

DAX 1208 5j

DAX-Chart 5 Jahre (Wochenbalken)

Langfristtrend 1A in Ordnung. Konsolidierung an der Mittellinie

Der seit dem Crash in 2011 ausgebildete Aufwärtstrendkanal (blauer Trendkanal) ist voll intakt. Die jüngsten Korrekturbewegungen im DAX-Index habe ihn lediglich an die Mittellinie der Autobahn zurückgeführt (gestrichelte Trendlinie).

Diese Mittellinie hat durchaus einen guten Signalcharakter. Denn vorangegangene mehrmalige Tests und ein großer Cluster bestätigen eine stabile Unterstützungswirkung (rote Hügel und Kreise). Es sieht aktuell so aus, als ob der Index sich entlang dieser Linie konsolidiert. Von daher hat der DAX-Index keineswegs sein Hausse-Potenzial eingebüßt. Jahresendstände von 13.000 Punkten sind ohne weiteres möglich.

FAZIT: Mutige kaufen.

Die nächsten Tage werden spannend, aber es besteht eine berechtigte Hoffnung auf eine Stabilisierung an den genannten starken Unterstützungsmarken.

Man darf nicht vergessen, dass der eigentliche Grund für die Yuan-Abwertung durch die PBOC (Peoples Bank of China: Notenbank China) eine Stimulation der chinesischen Volkswirtschaft zum Ziel hatte. Eine sich stabilisierende chinesische Wirtschaft ist aber genau das, was die Aktienmärkte sich eigentlich wünschen! Die Währungsnachteile für exportorientierte Unternehmen, die nach China Waren liefern, sehe ich nicht so dramatisch. Denn viele Konzerne unterhalten mittlerweile Produktionsstätten in China.

Von daher sind das für mich Kaufkurse!

Das bedeutet für Sie, bei Bestätigung der Wendepunkte bei 11.000 durchaus mutig zupacken.

 

12. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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