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DAX-Index: Die Brexit-Angst geht um! Hier erfahren Sie, warum das alles heiße Luft ist!

Die Brexit-Angst geht um!

Verunsicherung im Vorfeld: logisch! – Weitere Verluste danach: Quatsch!

Ich habe hier des Öfteren meine Bedenken zum Aufwärtstrend des DAX-Index von Anfang Mai geäußert: „Die Volatilität (VIX-Index) ist mir viel zu niedrig und spiegelt ein falsches Bild wider. Es gibt zu viele Verunsicherungen. Im Vorfeld des Brexit wird die Volatilität deutlich anziehen und der Markt korrekturanfällig…“

Gut, jetzt ist es eingetreten. Glücklich muss ich darüber jetzt nicht sein, denn jetzt kehrt sich der Wahnsinn um. Viele befürchten bei einem eventuellen „Leave“-Votum (Großbritannien raus aus der EU) einen Börsencrash oder ähnlich wilde Szenarien!

Ich sage Ihnen: Nein! Das ist ebenfalls völlig falsch!

Warum? Weil diejenigen, die auf derartige Szenarien spekulieren, wieder einmal nur oberflächlich analysiert haben.

Ich schaue für Sie jetzt einmal unter die Decke!

Denn nach dem Referendum am 23. Juni (wenn es überhaupt zu einem Austritts-Votum kommen sollte) wird Großbritannien nicht von jetzt auf gleich von der EU abgeschnitten, mit allen Konsequenzen für Wirtschaft und Handel.

Der Abnabelungsprozess beinhaltet noch viele Hürden und wird sich noch mindestens 2 bis 3 Jahre hinziehen.

Sollte ein Brexit-Votum tatsächlich eintreten, dann ist es noch überhaupt nicht endgültig!

Das wissen die Wenigsten

Das britische Parlament muss nämlich dem Votum erst noch zustimmen. Diese Abstimmung wird voraussichtlich erst im September/Oktober stattfinden. Bis dahin ist erst einmal nichts fix.

Erst dann, wenn auch das Parlament zugestimmt hat, wird es mit dem Abnabelungsprozess beginnen.

Dazu wären noch viele Kommissionen notwendig, die in Zusammenarbeit mit der EU Verträge/Regelwerke ausarbeiten etc. etc.

Beispiel: Großbritannien könnte Mitglied im EU-Wirtschaftsraum bleiben (ähnlich Norwegen). Großbritannien könnte aber auch ganz individuelle Verträge mit der EU aushandeln (ähnlich Schweiz).

Wenn das alles geschehen ist, sind immer noch viele Verhandlungen und Regularien für den Handel und Wirtschaftsverkehr auszuarbeiten. Der Brexit an sich kann sich also jahrelang in die Länge ziehen.


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Fazit: Die Übertreibung lässt grüßen! Herr Lemming wird verlieren!

Es ist wie immer, ein Ereignis erzeugt Schrecken und versetzt Menschen in Angst und teilweise Panik. Aber die Realität sieht anders aus! Abrupte Dinge gibt es in der globalen Weltwirtschaft nicht. Da wird verhandelt, da wird taktiert, da wird neu verhandelt und am Ende interessiert es keinen Anleger mehr, ob nun Brexit oder kein Brexit.

Wer sich allerdings von den übertriebenen Sensationsheischenden Medien anstecken lässt, der wird am Ende der Verlierer sein.

Mein Rat bei solchen bekannten bevorstehenden Ereignissen mit Trommelwirbel auf allen Seiten: Einfach Raushalten! Es werden sich durch die Geschehnisse fantastische Möglichkeiten ergeben! Sie können viel Geld verdienen, wenn Sie einen kühlen Kopf bewahren und den richtigen Zeitpunkt abwarten.

Wenn Sie mich fragen: Ich bin entgegen der Hochrechnungen noch überhaupt nicht überzeugt davon, dass das Referendum als Ergebnis einen Brexit hat. Denn auch der Brite hat sich im Vorfeld durch die Yellow Press stark beeinflussen lassen. Am Ende, wenn er vor die Wahlurne tritt und sein Votum abgeben muss, dann wählt er vielleicht doch sein Portemonnaie. Und das bedeutet: kein Brexit!

Aber warten wir das Spektakel am 23. Juni ab.

Für mich gilt: „Politische Börsen haben kurze Beine!“

Wie sich die Brexit-Angst auf den DAX ausgewirkt hat und welche Zielmarken und Umkehrpunkte jetzt wichtig sind, analysieren wir zunächst in derkurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 1606 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Brexit-Angst kostet DAX-Index -800 Punkte

Viel kann man diesmal dem kurzfristigen 1-Monatschart nicht an Aussagekraft abgewinnen. Sie erkennen zwar den scharfen DAX-Rückgang (rote Linien), seitdem die Brexit-Angst umgeht. Doch es gibt außer der neuen Widerstandslinie (ehemals Unterstützung) bei 9.750 Punkten (blaue Horizontale) keine charttechnischen Anhaltspunkte für den weiteren Verlauf des DAX-Index.

Bleibt lediglich anzumerken, dass die vergangenen Analysen und meine Warnungen  Recht behielten und dieses Szenario gut beschrieben hatten.

Wesentlich mehr Anhaltspunkte liefert der Blick auf den 1-Jahreschart des DAX-Index:

DAX 1606 1J

DAX-Chart 1 Jahr (Tagesbalken)

Mittelfristiger Abwärtstrend voll intakt

Sie erkennen im 1-Jahreschart vom DAX-Index einen mittelfristigen übergeordneten Abwärtstrend (rote Trendlinien). Innerhalb dieses Trendkanals hat der Index die Ober- und Unterseite mehrfach getestet. Zuletzt fehlte aber die Kraft, erneut an die Oberseite zu laufen. Gleich zweimal bestand die Chance, nach oben an den Trend heranzulaufen. Doch auch zweimal versagten den DAX-Bullen die Kräfte.

Die Brexit-Angst sorgte dann für den Abschwung bis auf die Unterstützung bei aktuell 9.500 Punkten (obere grüne Horizontallinie).

Unterstützungskaskade bei 9.500 / 9.300 / 8.750

Neben der angesprochenen 9.500er Marke, um die der DAX-Index heute kämpft, befindet sich gleich darunter eine festere Unterstützung bei etwa 9.300 Punkten (max. auch 9.250). Sie rührt aus den Tiefpunkten des vergangen Herbst her und dürfte den DAX-Index zu einer kurzfristigen Gegenbewegung einladen.

Rutscht der Markt hier durch, dann steht die 8.750 Punkte-Marke auf dem Plan! (untere grüne Horizontallinie) So sieht es zumindest im mittelfristigen 1-Jahreschartbild aus. Aber ich kann Sie beruhigen! Denn dazwischen gesellt sich eine weitere Unterstützung, die aber nur im längerfristigen Chartbild erkennbar wird:

DAX 1606 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

DAX erhält Unterstützung bei 9.000 Punkten aus dem Jahr 2014

Ich habe Ihnen im langfristigen 10-Jahres-Chartbild des DAX-Index die Unterstützung bei 9.000 Punkten eingezeichnet (untere grüne Horizontallinie). Sie stammt aus dem Jahr 2014 und bildete dort gleich 3 Mal den Wendepunkt für den DAX.

Langfristige Hausse nicht in Gefahr, Mittelfristig Abwärtstrend, kurzfristig unentschieden.

Im 10-Jahreschartbild vom DAX-Index erkennen Sie ganz eindeutig, wie sich aktuell je nach zeitlicher Betrachtung 3 verschiedene Trends ineinander verschachteln.  Als ungefährdeter Trend ist der langfristige Haussetrendkanal (breiter blauer Trendkanal) zu erkennen.

Diesem untergeordnet ist der seit 14 Monaten bestehende Abwärtstrend (roter Trendkanal). Es gibt sogar eine Chance, einen kurzfristigen Aufwärtstrend für das Börsenjahr 2016 zu etablieren.

Sollte die jüngste Abwärtsbewegung an der Unterstützung von 9.500/9.300 Punkten zum Erliegen kommen, dann könnte sich ein aufwärtsgerichteter 2016er-Trendkanal entwickeln (hellblauer Trendkanal). Als Ziel hätte dieses Szenario zunächst die obere mittelfristige Trendbegrenzung bei etwa 10.500 Punkten.

Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario ist nicht dominierend, aber sie liegt auch nicht bei Null.

Nach unten steht die 9.000 auf dem Plan und nachfolgend erst ein Anlaufen auf die Tiefpunkte von Februar bei 8.750. Hält diese Unterstützung auch nicht, dann wird wohl oder übel der mittelfristige Abwärtstrend an der Unterkante getestet (8.000 bis 8.500).

Tiefer wird es nicht gehen, denn den langfristigen Haussetrend zu unterbieten, da gehört schon wesentlich mehr dazu, als ein möglicher Brexit.

FAZIT:

Es gibt für den DAX-Index rein aus charttechnischer Sicht ein ganzes Unterstützungsbündel. Es liegt bei 9.500 / 9.300 / 9.000 / 8.750 Punkten. Ich erwarte, dass sich der Index irgendwo dazwischen stabilisieren kann und am Jahresende deutlich höher notiert. Die akute Brexit-Angst wird verfliegen (wenn es überhaupt zu einem „Leave“-Votum kommt). Denn wie in der Einleitung beschrieben zieht sich ein derartiges Szenario über Jahre hin und ist demnach wesentlich milder zu beurteilen, als so manche Schlagzeilen das bekunden.

Mein Tipp: Halten Sie sich erst einmal raus! Es wird geniale Chancen geben und einige Möglichkeiten, von diesem „Brexit“-Getöse mit guten Gewinnen zu profitieren. Aber erst, wenn es soweit ist!

16. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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