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DAX-Index: Erfahren Sie wie tief es geht und wie hoch danach

In den ersten 3 ½ Monaten des Jahres 2015 kannte der deutsche Leitindex nur einen Weg: „ungebremst nach oben“. Er markierte ein Hoch nach dem anderen. Selbst die 12.000er Grenze ist gefallen.

Experten rieben sich verwundert die Augen und das Argument für den unaufhaltsamen Anstieg war stets die EZB-Milliarden aus dem Anleihekaufprogramm. Es gab aber noch einen anderen Grund, den viele nicht auf dem Plan hatten. Dieser ist meines Erachtens auch der Hauptgrund für die bis dahin ausgebliebenen Konsolidierungen.

Es war der schwache Euro gegenüber dem USD. Denn für Investoren aus dem Dollarraum steht der DAX-Index gar nicht so übertrieben hoch da, wie er für Europäer zu sein scheint. Somit wurde der DAX-Index immer weiter mit Kaufaufträgen überflutet.

Sämtliche markttechnischen Parameter zeigten einen völlig überkauften Markt an. Bis 12.390,75 Punkte stieg er in der Spitze und markierte damit ein neues Allzeithoch.

DAX-Index im mustergültigen Gleichschritt mit dem Dollar

Wie erstaunlich diese umgekehrte Parallelität ist, sehen Sie in den folgenden beiden Chartbildern:

Zunächst der Kursverlauf des DAX-Index:

DAX 6M

DAX-Index 6 Monate

Euro USD 6M

Euro/USD 6 Monate

Bis Mitte März fiel der Euro gegenüber dem Dollar. Und bis Mitte März hat der DAX-Index seine fulminante Aufwärtsbewegung vollzogen.

Dann stockte der Markt kurz. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, wo der Euro seinen ersten Boden gefunden hatte. Dieser wurde noch einmal 1 Monat später – Mitte April – getestet. Der DAX-Index zog daraufhin erneut auf ein neues Allzeithoch an.

Aber seit Mitte April steigt der Euro gegenüber dem US-Dollar wieder an. Und genau zu diesem Zeitpunkt setzte die kaum noch geglaubte DAX-Konsolidierung ein. Und in dieser befinden wir uns jetzt. Der DAX-Index hat bisher über 1.000 Punkte abgeben müssen.

Bedeutet das jetzt, je nach Dollarkurs bewegt sich der DAX-Index?

Jaein! Ja, weil schwache Eurokurse den Dollarinvestor anlocken und für vermehrte Käufe sorgen. Nein, weil der DAX-Index auch ein Eigenleben führt. Die Parallelität ist zurzeit aufgrund der erwähnten Konstellation besonders stark vorhanden, weil Dollar-Investoren den europäischen Aktienmarkt und da insbesondere den deutschen DAX-Index entdeckt haben.


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Kein geringerer als Investorenlegende Warren Buffet war kürzlich erst von deutschen Unternehmen positiv verzückt und kündigte ein oder zwei Übernahmen an. Der Dollar-Investor kauft aber nicht für kurzfristige Spekulationsgewinne ein. Die Investitionen sind eher längerfristig ausgerichtet und damit wird der Markt auch seine Stabilität ohne den Dollar wiederfinden.

Auch wenn die Charttechnik in diesen Tagen der „irren Kauflust“ teilweise Fehlsignale liefert, so haben dennoch die Unterstützungs- und Widerstands-Marken Bestand und liefern uns wichtige Tradingpunkte.

Analysieren wir zunächst im kurzfristigen 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 0605 1m

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Kurzfristiger Abwärtstrendkanal

Dem Stundenchartbild des DAX-Index ist zunächst einmal das Allzeithoch von Mitte April zu entnehmen.

Dann trat eine mehr als überfällige Konsolidierung ein (roter Abwärtstrendkanal). Innerhalb dieses Abwärtstrendkanals testet der DAX-Index zurzeit die untere Begrenzung. Maximalziel unten wären demnach zunächst etwa 11.200 Punkte (roter Kreis). Eine Gegenbewegung bis an die obere Begrenzung des Trendkanals ist jederzeit möglich. Sie liegt aktuell bei etwa 11.700 Punkte.

Nach oben Widerstandszone

Um wieder in Richtung neuer Allzeithochs laufen zu können, muss der DAX-Index zunächst eine relativ starke Widerstandszone überwinden. Sie resultiert aus dem Seitwärtsband mit 2 Hoch- und 2 Tiefpunkten im April (grüne Linien, schraffierte Zone).

Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass dem DAX-Index in der Gegend von 11.700 Punkten auch die obere Begrenzung des Abwärtstrends entgegen kommt. Durch diesen „Doppelwiderstand“ muss er erst einmal hindurch, bevor die 12.050er Begrenzung getestet werden kann.

Aufgrund des doppelten Widerstands bei 11.700 und der darüber liegenden grünen Widerstandszone bis 12.050 Punkte erwarte ich, dass erst in 4-6 Wochen daran gedacht werden kann, mit neuen Aufwärtsschüben in Richtung neuer Hochpunkte zu laufen.

Und hier das mittelfristige Bild des DAX-Index:

Betrachten wir den 8-Monatschart:

DAX 0605 8m

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

Mittelfristiger Aufwärtstrend voll intakt

Seit dem Tiefpunkt im vergangenen Oktober hat der Index einen schönen aufwärts gerichteten Primärtrend ausgebildet (blauer Trendkanal).

Innerhalb des primären Trendkanals begrenzt die Mittellinie (gestrichelte Trendlinie) einen sekundären Trend. In diesen ist der DAX-Index im Rahmen der aktuellen Konsolidierung zurückgefallen. Trotz dieser Abwärtsbewegung von gut 1.000 Punkten binnen nur 3 Wochen ist der Trend vollkommen intakt!

Wichtig für Sie ist, zu erkennen, dass die jeweiligen Begrenzungen des Primärtrends immer Wendepunkte innerhalb des Trends darstellten (rote und grüne Kreise). Ich erwarte auch diesmal, dass die Unterseite hält und ein Ende der Konsolidierung einläutet.

Starke Tripelunterstützung bei etwa 11.000 Punkten

Die untere Begrenzung des Primärtrendkanals bekommt zusätzlich Unterstützung durch die kreuzende untere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrends (roter Trend) und der horizontalen Unterstützung (untere grüne Horizontallinie). Damit mutiert diese Marke zu einem Tripelpunkt. Derartige Punkte gelten in der Charttechnik als besonders stabil!

Sie können also getrost davon ausgehen, dass der DAX-Index bei 11.000 Punkten eine größere Unterstützung erfährt und dort nicht so schnell durchbrechen wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Index in den nächsten Wochen diese Marke testet und bei einer Wende neue Kaufsignale liefert.

Der Moving Average Convergence Divergence, kurz MACD (hellblau violetter Kurvenverlauf unten) ist immer ein sehr guter Indikator für den Zustand des Marktes. Ein Kaufsignal entsteht beim Kreuzen der hellblauen Linie durch die violettfarbene Linie von unten nach oben, ein Verkaufssignal umgekehrt.

Es sah schon nicht mehr danach aus, aber der MACD-Indikator behält immer Recht. Die völlig überkaufte Lage im März wurde mit den jüngsten Kursrückgängen vollständig abgebaut. Dabei sind die Divergenzen (orangefarbene Balken) schon in den stärker überkauften Bereich vorgedrungen.

Das nächste Signal wird ein Kaufsignal. Es passt zeitlich genau in die Analyse eines Wendepunktes im mittelfristigen Trend in den nächsten 4-6 Wochen.

Wichtig ist für den auf lange Sicht am Aktienmarkt agierenden Aktienanleger vor allem die längerfristige Tendenz.

Dazu schauen wir uns im längerfristigen 10-Jahres-Chartbild um:

DAX 0605 10j

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

DAX-Index verhindert Übertreibungsblase, Trend gesund, Jahresziel 13.000

Sie sehen im 10-Jahreschartbild, dass es einen weit zurück reichenden, dem 3-Jahres-Trendkanal (schwarzer Trendkanal) übergeordneten Primären Trendkanal gibt (blauer Trendkanal).

Wir erkennen an diesem primären Trendkanal, dass der DAX hier genau an der Oberseite abgeprallt ist und eine Konsolidierung einleitete (3 rote Kreise). Damit wurde eine gefährliche Übertreibungsblase verhindert. Denn ein Überschreiten dieser oberen Begrenzung (obere blaue Trendlinie) hätte unweigerlich dazu geführt.

Die Konsolidierung reicht bis hinunter zur oberen Begrenzung des 3-Jahres-Trends.

Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der DAX-Index für den Rest des Jahres 2015 innerhalb dieser beiden Bandbreiten aufhält (schwarz schraffierte Zone). Jahresendziel bleiben 13.000 Punkte.

Fazit: Die Konsolidierung ist gut, sie hält noch etwas an und kann bis 11.000 Punkte hinunter reichen. Eine Wende an diesem wichtigen Punkt sollte genutzt werden, um Käufe zu tätigen im Hinblick auf das Jahresziel 13.000 Punkte. Bitte warten Sie aber diese Wende ab!

6. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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