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DAX-Index: Es riecht stark nach Konsolidierung

Nach der fulminanten EZB-Rally hat sich der Aktienindex in der zurückliegenden Woche zunächst seitwärts bis leicht schwächer gezeigt. Gestern zog er dann erneut an und schraubte das neue Allzeithoch auf 10.984,69 Punkte intraday.

Knapp unterhalb von der 11.000er-Marke setzten dann die ersten Gewinnmitnahmen ein. Das ist angesichts des starken Januars auch nicht weiter verwunderlich.

Das Umfeld sieht für den DAX-Index weiterhin rosarot aus

Dank Super-Mario (EZB Chef Mario Draghi) und seinem gigantischen Anleihekaufprogramm bleiben die Zinsen extrem tief und werden es auch noch eine Weile bleiben. Mittlerweile ist der Zinssatz für deutsche Anleihen sogar unterhalb dessen von Japan gefallen.

Das ist historisch und zeigt, wie stark der Einfluss der EZB-Entscheidung war. In diesem Umfeld, wo ein Sparer und Anleger fast nichts mehr für sein Geld bekommt, sind andere Alternativen mit mehr Rendite gefragt. Mit an der Spitze alternativer Investments steht die Aktie.

Dividenden der DAX-Unternehmen werden immer attraktiver

Gegenüber den mickrigen Renditen bei Anleihen und Banken sind im deutschen Aktienindex DAX viele Unternehmen versammelt, die eine Dividendenrendite von über 3% bieten.

Letzteres wird bewirken, dass die Aktienkurse auch trotz der negativen Einflüsse durch die Spannungen mit Russland nach unten vergleichsweise gut abgesichert sind.

Eine Menge anlagebedürftiger Gelder steht der Angst um die geopolitische Stabilität gegenüber. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Aktienmärkte schwankungsstark präsentieren.

Für Sie bedeutet das: „Bei stärkeren Kursrücksetzern mutig sein und mit Blick auf die Dividendenrenditen durchaus zugreifen“. Denn das Zinsumfeld wird noch länger niedrig bleiben

Wie weit kann es noch gehen? Und vor allem wann?

Gehen wir in die Analyse und starten mit dem kurzfristigen 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 0402 1m

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Einwandfreier Aufwärtstrend im Januar

Im kurzfristigen Chartbild erkennen wir den 400-Punkte Rutsch zu Jahresbeginn ganz links am Rand. Nicht wenige Analysten hatten daraufhin zu Jahresbeginn Ihre Prognosen für das Aktienjahr 2015 mit einer eher durchwachsenen Performance für den DAX versehen.

Doch es kam ganz anders. Die Zinssorgen in den USA (Zinsanhebungen für Mitte Juni geplant) wichen der Zinseuphorie für Europa. Die Angst wurde abgeschüttelt und der DAX-Index stabilisierte sich bis Mitte Januar knapp unterhalb der 10.000er Marke.

Von da an etablierte der Index bis heute einen einwandfreien Aufwärtstrendkanal (blaue Trendlinien).

Kurzfristiger Trendkanal mit ungewöhnlich langer Dauer

Innerhalb seines Aufwärtstrendkanals wurden Untergrenze und Obergrenze mehrfach erfolgreich getestet.  Aktuell befindet er sich auf dem Weg zur Untergrenze bei etwa 10.800 Punkten.

Aufgrund der schon etwa 4 Wochen andauernden Aufwärtsbewegung sind die Risiken gewachsen, dass er hier diesmal nicht erfolgreich testet, sondern nach unten durchrutscht. Ein weiteres Indiz dafür ist das zuletzt nicht mehr erreichte obere Grenzniveau (obere blaue Trendlinie).

Fazit: Aufwärtstrendkanal zwar intakt, aber überreif Eine vorherige letzte Übertreibung bis 11.200 Punkte wäre möglich. Wendepunkte für die Konsolidierung sind kurzfristig 10.600, 10.300, 10.100 und maximal 9.825 Punkte.

Betrachten wir das mittelfristige Chartbild des DAX-Index:

DAX 0402 8m

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

Obere Grenze angelaufen, es riecht nach einer Pause und nach Konsolidierung

Sie sehen auch im mittelfristigen 8-Monatschart einen schönen Aufwärtstrendkanal (blauer Trendkanal). Aber auch hier wird schnell klar, die Obergrenze ist erreicht und die Luft dünn geworden. Übertreibungsspitzen sind natürlich immer denkbar, sollten dann aber definitiv zu Gewinnmitnahmen genutzt werden.

Konsolidierung bis 10.300 favorisiert

Wenn die charttechnische Analyse wieder einmal Recht behält, und das tut sie recht oft, dann müssen Sie in den nächsten Wochen mit einer Pause in der DAX-Rally rechnen. ´

Ich erwarte eine DAX-Bewegung in Form der dargestellten grünen Linie, welche dem Index auch neue Kraft verleihen würde für später im Jahr folgende neue Allzeithochs jenseits der 11.000 Punkte-Marke.

MACD-deutlich überkauft

Der Moving Average Convergence Divergence, kurz MACD (hellblau violetter Kurvenverlauf unten) ist immer ein sehr guter Indikator für den Zustand des Marktes. Ein Kaufsignal entsteht beim Kreuzen der hellblauen Linie durch die violettfarbene Linie von unten nach oben, ein Verkaufssignal umgekehrt.

Die DAX-Rally im Januar führte zu einer völlig überkauften Situation (schwarzer Pfeil). Am Indikator ist eindeutig abzulesen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine kommende Konsolidierung sehr groß geworden ist.

Eine Abkühlung sollte hier helfen, die überkaufte Lage abzubauen. Denkbar wären hier 10.300 Punkte als unterer Wendepunkt.

Schauen wir abschließend noch kurz auf den 5-Jahreschart:

DAX 0402 5j

DAX-Chart 5 Jahre (Wochenbalken)

DAX-Index auch im mehrjährigen Trendkanal an Obergrenze angelangt

Die längerfristige Aufwärtsbewegung (blauer Trendkanal) bleibt das Maß aller Dinge.

Wir erkennen in diesem längerfristigen Chartbild, dass der DAX innerhalb dieses Trendkanals an der Obergrenze angestoßen ist. 200 Punkte drüber als Übertreibungsspitze sind natürlich nicht ausgeschlossen, aber ein weiterer Anstieg würde zu einer Blase führen.

Fazit:

Jetzt ist mal ein wenig Pause angesagt, bevor der DAX-Index im Sommer wieder Luft sogar bis 11.500 Punkte hat. Zumal nun alle charttechnischen Mittel- und Langfristanalysen und auch die Trend-Indikatoren auf „Überkauft“ geschaltet haben.

Die Situation sieht dennoch sehr entspannt aus. Durch die politischen Entwicklungen bezüglich der Ukraine sind die Bewegungen innerhalb dieser genannten Bandbreite zwar nicht vorherzusagen. Fakt ist aber, dass eine Konsolidierung dem Index gut tut und nur von vorübergehender Natur ist.  A´la long hat der DAX-Index noch viel Potenzial nach oben.

Sollte die Abkühlung kommen, dann können Sie bei 10.300 Punkten mit Weitblick zugreifen.

4. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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