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DAX-Index: So endet das 1. Quartal 2016: Wichtige zielführende Marke beachten

Der schlechteste Jahresbeginn seit Jahrzehnten liegt den Börsianern schwer im Magen. Etwa -1.000 Punkte Verlust musste der DAX-Index alleine im Januar hinnehmen. Die getrübte Stimmung ist aber nicht erst seit gestern präsent.

In den vergangenen 8 Monaten hat der deutsche Aktienindex satte -3.000 Punkte verloren. 3.000 Punkte, diesen Wert hat der DAX-Index im Jahr 2002 nach dem Crash von 2000/2001 erstmals wieder überwunden. Das bedeutet, in 8 Monaten ist mal so eben der gesamte Wert der deutschen DAX-30-Industrie von 2002 ausradiert worden!

Dementsprechend schlecht ist die Performance vieler Hedgefonds ausgefallen. Einige mussten sogar ihren Fonds performancebedingt schließen. Hauptgrund waren die gehäuft aufgetretenen irrationalen Bewegungen im DAX-Index. Selbst Profis wurden auf dem falschen Fuß erwischt, einige sogar mehrmals.

Umso mehr sollte der Fokus nun auf die Analyse gerichtet sein. Was hat sich verändert und wie ist die aktuelle Situation einzuschätzen?

Die starken Schwankungen im DAX-Index, die uns seit fast 2 Jahren begleiten, sind Produkt von einigen starken Einflussfaktoren, die sich ständig von positiv zu negativ und wieder zurück abwechseln. Der wichtigste Einflussfaktor sind die Notenbanken.

Sie haben nach der Wirtschaftskrise durch ständige Zinssenkungen und neue QE-Programme (milliardenschwere Anleihekäufe, Quantitative Easing) massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Das half den Aktienmärkten.

Bei jedem neuen Zinsschritt und Anleihekaufprogramm gerieten die Anleger in Kauflaune und die Aktien stiegen. Bei jeder Aussage, die ein verfrühtes Ende der Anleihekaufprogramme vermuten ließ, fielen die Aktienkurse sofort wieder stärker zurück.

In den USA ist seit Dezember die Zinswende eingeläutet worden. Im Hinterkopf der Anleger kreist damit der Gedanke, die Wirtschaft brummt wieder. Denn warum sollte sonst die amerikanische FED die Zinsen anheben? Jetzt kommt es dadurch zu einem Paradoxum.

Wenn die FED nach ihren Sitzungen verkündet, der nächste Zinsschritt wird nicht wie erwartet, sondern viel später erfolgen, sollte dies eigentlich durch die dann längere Periode tieferer Zinsen positiv für die Märkte sein. Doch es kommt ganz anders. Denn der Hinterkopf der Anleger meldet sich wieder: Die Konjunktur scheint doch nicht so gut zu laufen, wie ursprünglich angenommen. Resultat: Die Aktienkurse fallen.

Schlußfolgerung: In den USA sind weitere Zinserhöhungen gut für die Aktienkurse, in Europa ist es genau umgekehrt!

Genau diese Diskrepanzen sind der Nährboden für schwankungsstarke Aktienmärkte.

Hinzu gesellen sich noch China und der niedrige Ölpreis. Auch hier sind die Divergenzen merkwürdig stark ausgeprägt.

China steckt in einem Wachstumsrückgang. Aber China verzeichnet dennoch ein Wachstum von über +6%. Ein Wachstum sollte demnach auch für die europäischen und amerikanischen Unternehmen, die nach China exportieren, weiterhin positiv sein. Dennoch rutschen die Kurse der Exporttitel sofort ab, wenn aus China negative Meldungen kommen.

Der niedrige Ölpreis hat auch positive Effekte. Er schlägt sich beispielsweise positiv auf den Konsum und vor allem die Autobauer nieder. Doch die deutschen Autoaktien haben seit März vergangenen Jahres -35% bis -40% Ihres Aktienkurses eingebüßt. Trotz Rekordzahlen und weiterhin guten Wachstumsaussichten.

Sie sehen daran: Die Diskrepanzen und Widersprüche häufen sich und finden sich in vielen Ecken wieder.


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FAZIT: Die starken Schwankungen an den Aktienmärkten bleiben uns noch eine ganze Weile erhalten. Rechnen Sie mit irrational starken Auf- und Ab-Bewegungen im DAX-Index.

Denn beide Seiten, Bullen wie Bären, haben genug Futter für Ihre Argumente!

Die Börse kann aktuell mit einer Waage verglichen werden. Nur liegen auf beiden Seiten in den Waagschalen keine wie in „normalen“ Zeiten sonst üblichen Grammgewichte, sondern Kilos an Gewichten. Das bedeutet, sie schlägt schneller und stärker aus, sobald die eine oder andere Seite bevorzugt wird.

Auch Charttechnisch kommt der Markt so langsam an einen Entscheidungspunkt, welche Waagschale für das 1. Halbjahr ausschlägt. Welcher das ist und worauf Sie achten müssen, analysieren wir zunächst in derkurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 0302 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Schlüsselunterstützung bei 9.300 Punkten!

Sie erkennen im Chartbild zunächst den übergeordneten kurzfristigen Abwärtstrend (rote Trendlinie). Im Januar hat der DAX-Index mehrfach versucht, die Obergrenze zu überschreiten. Doch er wendete stets und fiel wieder zurück.

Bei 9.300 Punkten hat das deutsche Aktienbarometer im Januar seinen Tiefpunkt markiert. Wie wichtig diese Marke ist, werden Sie im weiteren Verlauf dieser Analyse noch genauer erkennen.

Für die Kurzfrist-Prognose gilt: Widerstand an der oberen Begrenzung des Abwärtstrends (rote Trendlinie), aktuell bei etwa 9.700 Punkten, danach ein stärkerer Widerstand bei 9.825 Punkten (grüne Horizontale).

Nach unten sollten Sie die 9.300er Marke aus dem Januar-Tiefpunkt (blaue Horizontale) im Auge behalten.

Wie sich die Sachlage mittelfristig darstellt, analysieren wir im 8-Monatschart:

DAX 0302 8M

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

9.300 bleibt Schlüsselpunkt / Großer Doppel-W-Boden möglich

Sie erkennen im 8-Monatschart des DAX-Index den Absturz im August vergangenen Jahres und seit Dezember vergangenen Jahres bis heute.

In beiden Fällen kam die rasante Abwärtsbewegung an der 9.300er Marke zum Erliegen. Der DAX-Index konnte anschließend ansteigen.

Im August hat er dann nach einem Zwischenhoch die 9.300 erneut getestet. Dieser Test verlief ebenfalls erfolgreich und führte zu einer so genannten W-Formation. Eine derartige Formation gilt in der Charttechnik als besonders stabiler Boden. Die folgenden +2.000 Punkte Kursanstieg bis Mitte Dezember bestätigten diese charttechnisch hervorragende Bodenbildung.

Der Januarrutsch stoppte, wie schon im August und September, an der 9.300-Punkte-Marke. Aktuell befindet sich der Dax-Index nach einem Zwischenhoch bei 9.900 Punkten auf einer Talfahrt erneut in Richtung dieser wichtigen Marke.

Es gibt nur 2 Szenarien!

Entweder gelingt ein erneuter erfolgreicher Test der 9.300 oder der Markt rutscht durch die Unterstützung.

  1. Gelingt der Test ein weiteres Mal, dann hat der DAX-Index eine große Chance auf einen zweiten W-Doppelboden (schwarze Linien). Damit eröffnet sich ihm ein großes Kurspotenzial nach oben.
  2. Rutscht der DAX-Index diesmal durch die 9.300er Marke hindurch, dann dürfte sich die Abwärtsbewegung verstärken und die nächsten Unterstützungsmarken im Nu anlaufen.

Welches der beiden Szenarien eintritt, vermag aus heutiger Sicht und mit Hinblick auf die vielen widersprüchlichen Signale keiner vorauszusagen. Fakt ist:

An der 9.300 wird es sich entscheiden:

Beobachten Sie die Bewegung an dieser Marke genau und sichern Sie Ihre Aktienpositionen dort ab.

Welche Unterstützungen der DAX-Index beim 2. Szenario anläuft, sind aus dem mittelfristigen Chartbild nicht zu entnehmen. Wir untersuchen dies im längerfristigen 10-Jahreschart:

DAX 0302 10J

DAX-Chart 10 Jahre

Nach oben 11.100, nach unten 8.000

Im 10-Jahreschart kann zunächst einmal Entwarnung für den längerfristigen übergeordneten Haussetrend gegeben werden (blauer Trendkanal). Dieser geriete erst in Gefahr, wenn die untere Begrenzung unterschritten würde. Bis dahin ist massiv Luft und es befinde sich eine ganze Reihe an starken Unterstützungen dazwischen.

Sie befinden sich bei 9.000/8.500 und 8.000 Punkten (grüne Horizontalen).

Sollte die 9.300 erneut halten, dann entstünde nicht nur ein W-Doppelboden, sondern sogar ein übergeordneter Doppel-W-Doppelboden!

Das bedeutet, die Stabilität dieser charttechnisch an sich schon starken Unterstützung würde sich nochmals verstärken. Das wäre äußerst positiv zu werten und der DAX-Index hätte danach durchaus Potenzial bis zur 11.100 Punkte-Marke noch im 1. Quartal 2016.

FAZIT:

Die 9.300er Marke bildet das A und O für den weiteren Verlauf des DAX-Index im 1. Quartal 2016. Hält sie, geht es bergauf bis 11.100. Fällt sie, geht es bergab bis 8.000 Punkte.

3. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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