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Dax: Minus durch Lug und Betrug – US-Arbeitslosenzahl ist falsch

Der Dax ist am Freitagabend sehr tief ins Minus gerutscht. Achtung:

Mit ihm ging es auch bei anderen Indizes weiter nach unten. Allerdings gilt:

Die Zahlen aus den USA, welche dafür verantwortlich sein sollen, sind schlicht falsch. Dabei handelt es sich um die Werte zur Arbeitslosigkeit in Nordamerika. vor allem geht es um die sogenannte „Labor Force“, dies ist die stille Reserve, die schlicht in den Berichten nicht auftaucht.

Konkret zeigt sich, dass die Zahl der Erwerbsfähigen ab dem 17. Lebensjahr, die in diese Labor Force geschoben werden, sich permanent erhöht. Grund dafür ist, dass die Menschen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht. Die dafür genannten oder angenommenen Gründe jedoch sind vielfältig.

Kaum zu kontrollieren: stille Reserve

Das heißt: die Zahl der Menschen, die in diesem Block landen, kann je nach politischem Wunsch recht einfach manipuliert werden. Im April ist die Zahl um satte 0,522 Millionen nach oben geschossen. Gegenüber dem April 2011 ist der Bereich sogar um rekordverdächtige 2,69 Millionen Menschen gestiegen.


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Die Zahl der Arbeitslosen sowie die Arbeitslosenquote berücksichtigen diese Gruppe allerdings nicht, so dass etwa die Quote sogar leicht gesunken war – auf 8,1%. Politisch ist dies so gewünscht, denn dies ist das Niveau der vorhergehenden Monate.

Immerhin: 88,4 Millionen Menschen in den USA gelten jetzt als nicht erwerbsfähig. Wenn schon Dow Jones und Nasdaq oder S&P 500 nicht auf Rekordhochs enden, dann doch diese Zahl: Allzeithoch.

Erwerbsquote: gesunken

Gleichzeitig ist die „Civilian Participation Rate“ – die Erwerbsquote derjenigen, die von allen Menschen im erwerbsfähigen Alter dem Markt tatsächlich zur Verfügung stehen – radikal gesunken. 63,6% sind der tiefste Stand seit zumindest 25 Jahren. Schließlich gibt es eine weitere bedenkenswerte Zahl:

  • Auch der Anteil der tatsächlich Beschäftigten an der gesamten Bevölkerung, die erwerbsfähig wäre, ist weiter gesunken. Hier auf 58,4%.
  • Dies alles zeigt, dass der Arbeitsmarkt in den USA sich auf schlechtem Kurs befindet. Damit aber wirft diese Situation ein bedenkliches Licht auf die Entwicklung der US-Wirtschaft. In einem stabilen Wirtschaftswachstum müsste die Beschäftigtenanzahl steigen.
  • Gerade im Präsidentschafts-Wahlkampfjahr sind die Zahlen besonders traurig. Denn der Amtsinhaber unternimmt naturgemäß schon überproportional viel, um die Zahlen in den Griff zu bekommen.
  • Hebel dafür ist und bleibt in den USA derzeit der sehr niedrige Zins der Zentralbank. Die dadurch erzeugte Geldflut nützt jedoch immer noch nichts, sodass derzeit kaum noch andere Mittel bleiben.

GeVestor meint: Der Dax hat, wenn er die Situation in den USA bewerten soll, richtig reagiert. Wie hier schon oft beschrieben, befindet sich die Wirtschaft dort in einem bedenklichen Zustand.

Wer sicherer gehen möchte, investiert zugunsten einer besseren Renditeentwicklung 2012 eher in Deutschland, beispielsweise einen Großteil im Dax. Wir empfehlen etwa einen ETF börsengehandelten Fonds.

4. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.