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Dax mit leichten Verlusten – Verhandlungen ohne Varoufakis

Am Tag nach dem Referendum in Griechenland ist das Beben an den Börsen vorerst ausgeblieben. Obwohl sich eine überraschend deutliche Mehrheit der Griechen von über 60 Prozent am Sonntag gegen das Auflagenpaket der Geldgeber ausgesprochen hat, blieben die Verluste überschaubar.

Der Dax startete zwar tiefer im Minus, konnte im Tagesverlauf aber aufholen und ging letztlich 1,5 Prozent schwächer aus dem Handel bei 10.890 Punkten.

Für ein Aufatmen dürfte unter anderem der Rücktritt des umstrittenen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis gesorgt haben, der am frühen Montagmorgen bekannt wurde.


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Verhandlungen ohne Varoufakis

Varoufakis hatte in den vergangenen Wochen und Monaten mit zahlreichen Verbalattacken gegen die Gläubiger das Verhältnis der Verhandlungspartner in Brüssel arg strapaziert. Weitere Gespräche mit ihm schienen nicht konstruktiv möglich.

Das weitere Vorgehen ist mittlerweile wieder zur Chefsache erklärt worden. Am Dienstag treffen sich die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zum Sondergipfel, um über Griechenland zu beraten.

Dabei geht es um wichtige Weichenstellungen und vor allem um die Frage, ob kurzfristig weitere Hilfskredite zugesagt werden sollen oder ob eine Staatspleite riskiert wird. Will man Griechenland in der Währungsunion halten, wird wohl bald neues Geld benötigt.

Während Berlin auf einen harten Kurs setzt und keine weitreichenden Zugeständnisse machen will, signalisierte etwa Frankreich ein mögliches Entgegenkommen. Wohin die Reise geht, wird sich nun wohl in Brüssel entscheiden, wo Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras neue Vorschläge unterbreiten wird. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass diese sich im Sinne der Geldgeber von vorherigen Papieren unterscheiden.

Finanzmärkte bleiben gelassen

Es bleibt also weiterhin spannend. Die Finanzmärkte sehen die Krisendiplomatie inzwischen aber deutlich gelassener. Selbst ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone wird nicht mehr als Todesstoß für die Gemeinschaftswährung betrachtet. Mittlerweile mehren sich die Signale, dass der Euro sogar gestärkt aus einem solchen Schritt hervorgehen könnte.

Dennoch gerieten vor allem Bankwerte am Montag unter Druck. Deutsche Bank und Commerzbank waren mit Abschlägen von 3 beziehungsweise 3,7 Prozent die Schlusslichter im Dax.

Lediglich zwei Einzelwerte schafften den Sprung in die Gewinnzone. K+S profitierte weiterhin von den Übernahmegerüchten und legte um 0,4 Prozent zu.

Die Deutsche Post feierte unterdessen den Tarifabschluss und das Ende des vierwöchigen Streiks. Die Aktie verteuerte sich um 2,3 Prozent und eroberte damit die Dax-Spitze.

7. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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