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Dax rast auf die 12.000 zu

Der Rücksetzer vom Dienstag war nur von kurzer Dauer und wurde von vielen Anlegern genutzt, um endlich doch noch einzusteigen und ein Stückchen vom Rally-Kuchen abzubekommen. Am Mittwoch spurtete der Dax gleich von Beginn an los und legte binnen weniger Stunden um gleich mehrere hundert Punkte zu.

Ein neues Allzeithoch wurde bei 11.822 Zählern markiert, am Ende schloss das Barometer nur leicht darunter bei 11.806 Punkten oder 2,7 Prozent fester als am Vortag.

Sorgen? Welche Sorgen?

Alle – berechtigten – Bedenken werden derzeit beiseitegeschoben, es herrscht der pure Kaufrausch am Parkett. Schuldenkrise in Griechenland? Eskalation in der Ukraine? Ölpreisverfall? Schwache Konjunktur? Schlechte Unternehmenszahlen?

All das scheint für den Moment vergessen, wie gebannt blicken die Anleger nur noch auf die billigen Milliarden der Europäischen Zentralbank, die seit Anfang der Woche und für die kommenden anderthalb Jahre die Märkte mit Liquidität überspülen.


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Während der Dax durch die Decke geht, rauscht der Euro parallel in den Keller – auch das eine Nebenwirkung des QE-Programms. Mit 1,0561 Dollar fiel die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren.

Post und Energiekonzerne mit schlechten Bilanzen am Dax-Ende

Bei den Einzelwerten standen erneut Jahresbilanzen im Mittelpunkt. Die Deutsche Post landete aufgrund ihrer Zahlen als einziger Titel in der Verlustzone, die Aktie verbilligte sich um 1,7 Prozent. Obwohl das Weihnachtsgeschäft boomte, konnte der Gewinnanstieg die Erwartungen nicht erfüllen.

Ganz im Rahmen der Erwartungen lag unterdessen das miserable Ergebnis, das der Energieriese Eon präsentierte. Im vergangenen Jahr verbuchte der RWE-Konkurrent einen Rekordverlust von 3,2 Milliarden Euro, Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Dennoch will das Unternehmen an seiner Dividendenzahlung von 50 Cent je Aktie festhalten. Das Papier stieg daraufhin um 1,3 Prozent, ebenso wie die RWE-Aktie. Beide gehörten damit allerdings im extrem starken Marktumfeld zu den schwächeren Titeln im Dax.

Automobilwerte und Bayer deutlich im Plus

Europaweit sehr gefragt waren unterdessen Automobilwerte, die auch den Dax klar dominierten. BMW-Aktien verteuerten sich um 5 Prozent und eroberten damit die Spitzenposition, gefolgt von Volkswagen mit einem Aufschlag von 4,7 Prozent und Daimler mit einem Plus von 3,8 Prozent. Auch Zulieferer Continental gehörte mit einem Tagesgewinn von 3,6 Prozent zu den Top 5 im Dax.

Um 3,6 Prozent  konnten außerdem die Papiere von Bayer zulegen. Der Chemiekonzern hat prächtige Prognosen für das laufende und die kommenden Jahre herausgegeben. Mit Hilfe neuer Medikamente verspricht man sich gute Geschäfte.

Dax-Absturz nur eine Frage der Zeit?

Unterdessen rechnen Experten in den kommenden Tagen damit, dass der Dax die 12.000-Punkte-Marke knacken könnte. Ein Ende der Rekordjagd ist aktuell nicht in Sicht, die Investoren agieren euphorisiert – und irrational, wie mahnende Stimmen betonen.

Denn es gibt reichlich Anlass zur Besorgnis. Und mit jedem Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine überfällige Kurskorrektur den Dax deutlich zurückwirft. Das sollte im Hinterkopf behalten, wer jetzt noch darüber nachdenkt, auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

12. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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