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Dax-Rekordjagd wieder eröffnet

Was für eine Rally! Zum Ausklang der Osterwoche ist der Dax noch einmal richtig durchgestartet und hat neue Rekordstände erreicht.

Vor allem die Geldflut der Europäischen Zentralbank sorgt für anhaltende Kauflaune am Parkett. Am Freitag schoss der Dax um 1,7 Prozent oder mehr als 200 Punkte in die Höhe auf 12.374 Zähler. Ein neues Allzeithoch wurde im Handelsverlauf bei 12.390 Punkten markiert.

Bereits am Donnerstag ging es deutlich aufwärts, nachdem aus den USA zumindest keine negativen Überraschungen herübergeschwappt waren.

Alcoa, Fed und Athen – keine bösen Überraschungen

Am Vorabend hatte der Aluminiumkonzern Alcoa die US-Berichtsaison eingeläutet und einen Quartalsgewinn von 195 Millionen Dollar vermeldet. Nach einem Verlust von 178 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum waren das eigentlich gute Nachrichten, doch manch ein Analyst hatte sich mehr erhofft, sodass die Zahlen gemischt interpretiert wurden.


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Die US-Notenbank hält derweil auch trotz der zuletzt etwas schwächeren Arbeitsmarktentwicklung an ihren Plänen zur baldigen Zinswende fest, wie aus den jüngsten Sitzungsprotokollen hervorging.

Ein positives Signal gab es aus Athen. Die griechische Regierung bediente einen Kredit des Internationalen Währungsfonds fristgerecht, was angesichts der wochenlangen Streitereien schon eine Meldung wert scheint.

Fast alle Dax-Werte im Plus

Im sehr starken Marktumfeld konnten am Freitag nahezu alle Dax-Werte Gewinne verbuchen. Spitzenreiter war Fresenius mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent, gefolgt von Bayer und Fresenius Medical Care, deren Aktien sich um jeweils rund 3,1 Prozent verteuerten.

Die Deutsche Post profitierte von einem positiven Analystenkommentar und gehörte mit einem Plus von 2,7 Prozent ebenfalls zu den Top-Titeln.

Banken und Energiekonzerne weniger gefragt

Vergleichsweise schwach präsentierten sich die Energie- und Bankwerte. Eon-Aktien legten zwar um 0,9 Prozent zu, gehörten damit aber schon zum unteren Drittel des Dax. Konkurrent RWE schaffte nur knapp den Sprung in die Gewinnzone mit 0,1 Prozent Plus.

Die Deutsche Bank verzeichnete einen Tagesgewinn von 0,3 Prozent nachdem bekanntgeworden war, dass eine Einigung in der Aufarbeitung des Libor-Manipulationsskandals kurz bevorstehen könnte. Die Strafzahlung würde demnach mit mehr als 1,5 Milliarden Dollar allerdings saftig ausfallen.

Die Commerzbank und Schlusslicht HeidelbergCement waren die einzigen beiden Dax-Werte, die in die Verlustzone rutschten. Commerzbank-Aktien gaben um 0,2 Prozent nach, HeidelbergCement um 0,3 Prozent.

Die Dax-Rekordjagd ist wieder eröffnet

Nachdem es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger zuging, scheint die Rekordjagd nun wieder eröffnet zu sein. Vor allem das EZB-Programm und die damit verbundene Euro-Abwertung sorgen geradezu für einen Kaufrausch in Frankfurt.

Wenn nun noch die Quartalsbilanzen ordentlich ausfallen, ist es gut möglich, dass schon bald die nächsten Rekordmarken geknackt werden.

13. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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