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Dax schließt leicht im Minus

Der große Crash bleibt aus, aber die Unsicherheit bleibt. Im Handelsverlauf wechselte der Dax am Dienstag mehrfach die Vorzeichen und ging zuletzt mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 10.945 Punkten in den Feierabend.

Allen Gerüchten zum Trotz, die im Laufe des Tages umhergeisterten und bei den letzten Optimisten vage Hoffnungen auf eine Last-Minute-Lösung schürten, hat Griechenland seine fällige Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds – wie zuvor angekündigt – nicht beglichen.

Theoretisch ist das Land damit pleite, de facto bleibt IWF-Chefin Christine Lagarde jedoch eine Frist von mehreren Wochen, die ausgefallene Rate offiziell zu melden.


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Weitere Verhandlungen erst nach Referendum

Ein Schreiben der griechischen Regierung mit der Bitte um ein auf zwei Jahre angesetztes drittes Hilfsprogramm wurde in Brüssel mit Empörung aufgenommen. Athen versuche, Zeit zu schinden, so der Tenor. Man werde sich darauf nicht einlassen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, zunächst das Referendum am kommenden Wochenende abwarten zu wollen, ehe neue Verhandlungen aufgenommen werden. Gut möglich, dass die Verhandlungspartner bald nicht mehr Tsipras und Varoufakis heißen werden, denn sollte das Referendum aus ihrer Sicht scheitern und das griechische Volk seine Zustimmung zu den Forderungen aus Brüssel bekunden, wird die Regierung wohl zurücktreten.

Bis dahin allerdings bleibt Griechenland im Schwebezustand und die Hängepartie an den Finanzmärkten geht weiter.

K+S mit deutlichem Kursplus

Immerhin schafften am Dienstag aber schon einzelne Werte wieder den Sprung in die Gewinnzone. Continental verzeichnete ein minimales Plus von 0,1 Prozent und landete damit auf Platz zwei im Dax. Spitzenreiter war K+S mit einem Aufschlag von satten 3,9 Prozent. Übernahmegerüchte beflügelten die Aktie.

Demnach hat der kanadische Konkurrent Potash zuletzt 40 Euro je Aktie geboten – Analysten sehen jedoch deutlich mehr Potenzial, eine faire Bewertung läge demnach bei etwa 50 Euro. Anleger spekulieren fleißig mit.

Auch die Lufthansa-Aktie präsentierte sich stark und konnte sich über weite Strecken des Tages im Plus behaupten. Am Ende rutschte sie leicht ins Minus und verlor 0,4 Prozent, was aber immer noch für Platz drei im Dax reichte. Anleger zeigten sich erfreut über die Absage der angekündigten Streiks des Kabinenpersonals.

Die Banken positionierten sich im Mittelfeld. Die Deutsche Bank verlor 0,8 Prozent, die Commerzbank-Aktie gab 1 Prozent nach.

Am unteren Ende landeten Infineon mit einem Abschlag von 2,2 Prozent und Schlusslicht ThyssenKrupp mit einem Minus von 2,9 Prozent.

1. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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