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Dax schließt „nur“ 3,6 Prozent tiefer

An Tag eins nach den Zuspitzungen im Griechenland-Drama am Wochenende haben die europäischen Börsen erwartungsgemäß kräftige Verluste verzeichnet. Diese fielen allerdings vergleichsweise moderat aus, von Panikreaktionen war nichts zu spüren.

Der Dax rauschte gleich zu Handelsbeginn in den Keller und verlor knapp 5 Prozent, konnte sich im Tagesverlauf aber wieder fangen und die Verluste eingrenzen. Unterm Strich blieb ein Tagesverlust von gut 400 Zählern oder 3,6 Prozent, der Leitindex schloss bei 11.083 Punkten.

Das ist für einen einzelnen Handelstag zwar ein deutliches Minus, lag aber innerhalb der Erwartungen. Am Wochenende waren die Verhandlungen zwischen der Athener Regierung und ihren Geldgebern geplatzt, nachdem Ministerpräsident Alexis Tsipras überraschend ein Referendum angekündigt hatte.

Referendum über Europa, den Euro und Tsipras

Am kommenden Sonntag soll das griechische Volk darüber abstimmen, ob das jüngste Angebot der Gläubiger angenommen oder abgelehnt werden soll. Tsipras empfahl die Ablehnung und knüpfte zugleich sein politisches Schicksal an den Ausgang des Referendums.


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Sollten sich die Griechen am Sonntag zugunsten Europas entscheiden, würden die möglichen weiteren Verhandlungen also vermutlich von einer neuen Regierung fortgeführt.

Kurzfristig steht allerdings erst einmal die Frage im Raum, wie sich das Land finanziell bis zum Referendum durchschlägt. Denn alles deutet auf eine Staatspleite am heutigen Dienstag um Mitternacht hin.

Eine Woche im Ausnahmezustand

Die weiter laufenden, aber nicht mehr aufgestockten Notfallhilfen der Europäischen Zentralbank dürften aller Voraussicht nach schnell aufgebraucht sein, denn bereits seit Tagen räumen die Griechen ihre Konten leer. Inzwischen wurden die an Automaten ausgezahlten Beträge auf 60 Euro pro Tag und Konto gedeckelt.

Griechische Banken bleiben für den Rest der Woche geschlossen, auch an der griechischen Börse wird erst nach dem Referendum wieder gehandelt. In den kommenden Tagen herrscht Ausnahmezustand.

Das gilt wohl auch für die europäischen Börsen insgesamt, die sich auf weiterhin turbulente Zeiten einstellen müssen. Allerdings waren auch am Montag schon dezent optimistische Töne zu vernehmen.

Kurzfristige Kursrückgänge zum Einstieg nutzen

Denn das Referendum wird zu einer Entscheidung führen, die das Potenzial hat, die monatelange Hängepartie zu beenden und Fakten zu schaffen. Aus Sicht vieler Börsianer ist das die Hauptsache: Egal, wie die Entscheidung am Ende ausfällt, Hauptsache, es wird überhaupt eine getroffen.

Zudem sind die Risiken um Griechenland bereits seit längerem eingepreist, sodass nach Einschätzung der meisten von kurzfristigen Kursschwankungen, nicht aber von einem größeren Crash auszugehen ist. Optimisten raten sogar dazu, bereits jetzt die Kursrückschläge wieder zum Einstieg zu nutzen und beim Aktieninvestment langfristig zu denken.

Einstiegsmöglichkeiten werden sich dieser Logik nach genügend bieten. Sämtliche Dax-Titel rutschten am Montag deutlich in die Verlustzone. Am glimpflichsten kamen Adidas, ThyssenKrupp und die Lufthansa davon, deren Papiere zwischen 1,5 und 1,9 Prozent nachgaben.

Besonders hart traf es erwartungsgemäß die Bankwerte: Die Commerzbank-Aktie verlor 4,8 Prozent, Anteilsscheine der Deutschen Bank verbilligten sich um 5,8 Prozent und markierten damit das Schlusslicht im Dax.

30. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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