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DAX-Unternehmen nutzen Krise und kaufen ihre eigenen Aktien

Eine turbulente Börsenwoche liegt hinter uns. Nachdem der deutsche Leitindex DAX am Montag in der Spitze mit einem Minus von fast acht Prozent ordentlich federn ließ, konnte er sich in den vergangenen Tagen deutlich erholen.

Viele Unternehmen aus dem DAX wie beispielsweise Munich RE oder Siemens nutzten dabei die gefallenen Kurse, um selbst in hohem Maße eigene Aktien zu erwerben. Schließlich laufen bei ihnen Aktienrückkauf-Programme mit hohen Volumina – in dieser Woche konnten die Unternehmen zu deutlich geringeren Kosten als geplant noch mehr eigene Aktien zurückkaufen.

Das Unternehmen spart also Kosten, doch was hat der Anleger davon? Zur Erklärung hier fünf wichtige Punkte:

1. Unternehmen stärken den Kurs ihrer eigenen Aktie

Im Rahmen eines Aktienrückkauf-Programms tritt ein Unternehmen selbst als Aktienkäufer auf. Es erwirbt seine eigenen Wertpapiere – normalerweise direkt an der Börse. Dadurch erhöht das Unternehmen die Nachfrage und stärkt bereits so den Kursverlauf der eigenen Aktie.


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2. Auf jede Aktie entfällt ein höherer Gewinn

Doch der nächste Schritt ist noch entscheidender: In der Regel ziehen Unternehmen die zurückgekauften Aktien ein.

Das heißt: sie vernichten sie buchstäblich. Und da so die Gesamtzahl der Aktien sinkt, gewinnt jede Aktie automatisch an Wert. Denn der Unternehmensgewinn wird auf weniger Aktien verteilt. Durch die geringere Aktienanzahl erhält also jeder einzelne Aktionär einen größeren Anteil am Unternehmensgewinn.

3. Die Aktionäre erhalten automatisch eine höhere Dividende

Das Gleiche gilt für die Dividende: auch diese erhöht sich beinahe automatisch für jeden einzelnen Aktionär. Verringert ein Unternehmen beispielsweise seine Aktienzahl um 10 Prozent von 100 Mio. auf 90 Mio. Aktien, so steigt bei gleichbleibender Dividendensumme die Dividende je Aktie direkt um 12,5 Prozent!

Schließlich sorgt auch dieser spürbare Vorteil für eine steigende Nachfrage. Und so entwickelt sich der Aktienkurs deutlich besser als der Gesamtmarkt.

4. Kurse der Aktienrückkäufer steigen deutlich stärker als der Markt

In den vergangenen drei Jahren ist der S&P 500 Buyback Index, der die 100 US-Unternehmen mit den größten Rückkauf-Programmen umfasst, deutlich besser gelaufen als der US-amerikanische Leitindex S&P 500.

Während sich der Buyback-Index (zu deutsch: „Rückkauf-Index“) mit einem Plus von 89 Prozent fast verdoppelte, schnitt der S&P 500 mit 62 Prozent deutlich schlechter ab.

5. Aktienrückkauf ist nicht gleich Aktienrückkauf

Die Ankündigung eines Rückkaufprogramms kann auch eine unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie auslösen. Dies kann beispielsweise eintreffen, wenn sich das Unternehmen das Rückkaufprogramm eigentlich nicht leisten kann und dadurch notwendige Investitionen für den Geschäftsausbau vernachlässigt.

Vor diesem Hintergrund überprüfe ich täglich die Ankündigungen zu Aktienrückkauf-Programmen, lese Quartals- und Geschäftsberichte, spreche mit Marktteilnehmern, Analysten und Unternehmensvertretern.

28. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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