DAX: Unterstützung angelaufen, was nun?

Der DAX steht auch heute unter Druck. Enttäuschende Geschäftszahlen der US-Unternehmen Dupont und 3M hatten schon gestern den Dow Jones belastet.

Der amerikanische Leitindex beendete die Handelssitzung mit -1,82%. Die Vorgaben aus den USA waren damit schon einmal deutlich negativ.

Konjunktursorgen belasten

Meldungen über einen erneut gefallenen IFO-Index taten ihr Übriges und trieben den DAX bis in die Nähe von 7.100 Punkten.

(Der IFO-Geschäftsklimaindex ist ein monatlich vom IFO Institut für Wirtschaftsforschung erstellter, vielbeachteter, Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Dass er nun den sechsten Monat in Folge gefallen ist, lässt die Konjunktursorgen der Marktteilnehmer erneut wachsen.)

Der aktuell angesteuerte Kursbereich stellt eine wichtige Unterstützung im Point&Figure-Chart des DAX dar, wie ich an dieser Stelle und im Point&Figure-Trader mehrfach betont habe.

(Aus diesem Grund habe ich den Lesern des Point&Figure-Trader bereits gestern bei einem DAX-Stand von ca. 7.180 Punkten empfohlen, die erste Hälfte eines Hebel-Derivats auf einen erneut steigenden DAX zu kaufen. So haben sie bereits einen „Fuß in der Tür“ und halten sich die Option eines weiteren Aufstockens offen.)

Point&Figure DAX: Unterstützungszone angelaufen

DAX: Test der Unterstützungszone läuft

Der deutsche Leitindex hat heute mit einem bisherigen Tagestief von rund 7.120 Punkten die Unterstützungszone zwischen 7.150 und 7.050 Zählern erreicht.

Diese wird aus den Bullish-Support-Linien des letzten und des vorletzten Kaufsignals in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung gebildet.

Ein Unterschreiten von 7.050 Punkten würde das noch bestehende bullishe Bild eintrüben. Solange das nicht geschieht, bleibt das Kursziel von 8.000 Punkten intakt.

Mein Fazit:

Tage wie gestern und heute bremsen den Kaufdrang vieler Investoren massiv. Aber das könnte sich als grundfalsch herausstellen.

Wer beim aktuellen Test der Unterstützung auf erneut steigende Kurse setzt, hat das Verhältnis von Chance zu Risiko auf seiner Seite.

Selbst ein weiter entfernt liegender Stopp knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 7.000 Punkten beinhaltet aktuell ca. 180 Punkte Risiko. Die Chance ist indes weitaus größer:

Schon ein Erreichen des bisherigen Jahreshochs bei 7.479 Zählern entspricht einem Gewinn von rund 300 DAX-Zählern.

Ein Ansteuern des nächsten Kursziels von 8.000 Punkten würde gar rund 820 Punkte auf die Habenseite bringen.

Damit beträgt die Chance-Risiko-Relation (CRR) im ungünstigen Fall 1,67:1. Die alternative Entwicklung erbrächte gar ein CRR von 4,56:1.

24. Oktober 2012
von Jörg Mahnert
Jörg Mahnert, Jahrgang 1966, kam bereits in jungen Jahren in Kontakt mit der Börse. Bereits mit 18 Jahren betreute er sowohl eigene Depots als auch den familiären Aktienbesitz.

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