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DAX: Wichtige Marken, die Sie beachten sollten!

Welche Zielmarken und Umkehrpunkte beim DAX-Index wichtig sind und worauf Sie achten müssen, analysieren wir zunächst in derkurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 0806 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Nach der ersten Mai-Schiebezone nun die nächste Schiebezone?

Sie sehen im Chartbild zunächst die erste Schiebezone zwischen 9.750 Punkten (grüne Unterstützungslinie) und 10.100 Punkten (obere rote Horizontallinie).

Am 25. Mai gelang dann endlich der Ausbruch aus der 3 Wochen lang andauernden Seitwärts-Konsolidierung.

Sie erkennen aber auch, wie knapp die Entscheidung ausfiel. Denn an der Unterseite wäre der DAX-Index am 24. Mai beinahe unten durchgebrochen.

Erst mithilfe helfender Kommentare seitens der Notenbankenchefs Draghi und Yellen (EZB und FED) konnte das drohende Unheil abgewendet werden.

Dann geschah alles auch sehr schnell. Binnen kurzer Zeit durchbrach der DAX-Index die Barriere von 10.100 Punkten mit einer Kurslücke (orangefarbene Ellipse).

Neue Schiebezone 10.075 bis 10.375 Punkte

An der 10.375er Marke stoppte die kurze und dynamische Kursrally. Seitdem konsolidiert der Markt erneut.

Zunächst wurde das anfängliche Ausbruchs-GAP bei 10.075 Punkten geschlossen. Das Abspringen nach oben ist charttechnisch positiv zu werten.

Denn geschlossene GAP´s geben dem Markt eine gute Unterstützung an der GAP-Unterseite.

Somit ist die 10.075er Marke ab sofort auch die Schlüsselmarke an der Unterkante. Würde sie gebrochen werden, dann dürfte der DAX schnell in Richtung 9.750 Punkte abrutschen.

Aktuell befindet er sich aber ganz komfortabel im oberen Drittel der neuen Schiebezone. Sie ist wie auch schon die erste Schiebezone etwa 300 Punkte breit und definiert sich zwischen 10.075 (rote Linie) und 10.375 Punkten (blaue Linie).

Dazwischen sind Pendelbewegungen ganz normal und nicht einen Funken aussagekräftig!


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FAZIT kurzfristig: Ein klares Kaufsignal würde der DAX-Index erst produzieren, wenn er die obere Marke überbietet. Das wäre bei einem Tagesschlusstand oberhalb von 10.375 Punkten der Fall. Aktuell notiert er bei lustlosem und impulslosen Handel bei etwa 10.225 Punkten.

Auch wenn sie aktuell nicht Thema Nr. 1 ist, aber achten Sie bitte dennoch auf die 10.075er Marke an der Unterseite. Sie darf nicht signifikant unterboten werden, sonst droht neues Ungemach.

Das ist auch im folgenden 1-Jahreschart des DAX-Index ersichtlich:

DAX 0806 1J

DAX-Chart 1 Jahr (Tagesbalken)

Potenzial 10.500 bis 10.850 oben, aber Mittelfristiger Abwärtstrend dominiert

Sie erkennen im 1-Jahreschart vom DAX-Index einen mittelfristigen übergeordneten Abwärtstrend (rote Trendlinien). Innerhalb dieses Trendkanals hat der Index die Ober- und Unterseite mehrfach getestet.

Zuletzt fehlte aber die Kraft, erneut an die Oberseite zu laufen. Der Markt steckte 3 Wochen lang in der kurzfristigen Schiebezone fest (grüne Linien). Diese bildet jetzt eine gute Unterstützung auch in mittelfristiger Hinsicht.

Das bedeutet aber auch, 9.750 Punkte (Unterseite der Unterstützungszone) dürfen nicht nach unten durchbrochen werden. Würde dies geschehen, dann gibt es nach einem Test der 9.500 ein Widersehen mit den Jahrestiefstständen bei 8.700 bis 9.000 Punkten.

Die eingezeichneten schwarzen Pfeile deuten auf das noch zu erreichende Nachfolgeziel nach Ausbruch aus der ersten Schiebezone hin (schwarze Pfeile). Nach oben ist das Ziel 10.500 bis 10.850 Punkte.

Aber aufgepasst! Das ist immer noch nur eine Bärenmarktrally im Abwärtstrend

Aus dem mittelfristigen 1-Jahreschartbild ist deutlich erkennbar, dass selbst bei einem gelungenen weiteren Anstieg bis zur 10.850er Marke die Charttechnische Lage nicht verändert wird.

Der Anstieg ist ganz klar als eine Bärenmarktrally in einem übergeordneten Abwärtstrend (roter Trendkanal) zu deuten.

Dieser bildete sich seit April vergangenen Jahres aus, als der DAX-Index sein bisheriges historisches Hoch bei etwa 12.400 Punkten markierte.

Das bedeutet für Sie: Spätestens bei 10.850 Punkten sollte Schluss sein!

Ab da sollten Sie wieder zunächst fallende Notierungen einplanen. Ein direktes Durchlaufen nach oben und damit ein Brechen des Abwärtstrends an der Oberseite ist äußerst unwahrscheinlich.

FAZIT: Bei Erreichen des oberen Niveaus von 10.850 Punkten sollten alle Longs wieder geschlossen werden. Achten Sie an der Unterseite besonders auf die 10.075 und 9.750 Punkte-Marken.

Im folgenden 10-Jahreschart betrachten wir die langfristige Bewegung  vom Dax-Index:

DAX 0806 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Im Westen nichts Neues: Langfristig Hausse, Mittelfristig Abwärtstrend, kurzfristig Aufwärtstrend.

Im 10-Jahreschartbild vom DAX-Index erkennen Sie ganz eindeutig, wie sich aktuell je nach zeitlicher Betrachtung 3 verschiedene Trends ineinander verschachteln.

Als ungefährdeter Trend ist der langfristige Haussetrendkanal (breiter blauer Trendkanal) zu erkennen.

Diesem untergeordnet ist der seit 13 Monaten bestehende Abwärtstrend (roter Trendkanal). Und zuguterletzt befindet sich der DAX-Index innerhalb dieses roten Trendkanals in einer kurzfristigen Aufwärtsbewegung (schmaler blauer Trend).

Damit sind auch die nächsten Ziele eindeutig begrenzt.

10.500 sind erklärtes 1. Ziel. Hier verläuft ein horizontaler Widerstand. Je nach Dauer der Aufwärtsbewegung ist das 2. Ziel zu definieren.

Weil der Abwärtstrend mit seiner oberen Begrenzungslinie stetig weiter fällt, ist das maximale Ziel bei einer schnellen Bewegung in den nächsten Tagen die 10.850er Marke.

Ein weiteres Abgleiten unter den kurzfristigen Aufwärtstrend bei etwa 9.750 Punkten sehe ich aktuell nicht!

Denn der DAX-Index hat sich in diesem Bereich durch die vergangenen 4 Tests erfolgreich stabilisieren können und sich somit eine gute Unterstützung aufgebaut.

FAZIT:

Ziele oben 10.500 bis max. 10.850 Punkte. Mittelfristiger Abwärtstrend bleibt dominant. Nach unten bei 9.750 Punkten gut unterstützt.

8. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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