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DAX will nicht korrigieren: Was nun?

Zu Wochenbeginn hatte ich Ihnen in meinem Beitrag „DAX: Nutzen Sie Statistiken richtig“ den DAX und seinen Saisonal-Verlauf in einer gemeinsamen Grafik präsentiert.

Zur Auffrischung: Für den Saisonal-Chart werden die Durchschnittswerte der letzten 40 DAX-Jahre addiert. Auf diese Weise werden saisonale, also wiederkehrende, Kursmuster sichtbar.

Anhand dieses Vergleichs hatten wir herausgearbeitet, dass der deutsche Leitindex in puncto Sommerloch in diesem Jahr von seinem traditionellen Zeitfenster abgewichen ist:

Das „Sommerloch 2017“ dauerte 2 Wochen länger an als das „historische“. Zudem startete es in diesem Jahr 4 Wochen eher.

DAX weicht 2017 nicht nur vom Sommerloch-Muster ab

Doch es gibt noch andere Abweichungen. Lassen Sie uns daher noch einmal gemeinsam auf den Vergleichschart von DAX und Saisonal-Verlauf schauen.

dax saisonal-chart_12-10-2017

DAX weicht 2017 nicht nur vom Sommerloch-Muster ab

Zum besseren Vergleich habe ich einmal den DAX-Verlauf in 2017 in den durch die Signale unterteilten Abschnitten mit grünen Pfeilen versehen. Entsprechend wird der saisonale Verlauf von roten Pfeilen dargestellt.

So können Sie jetzt prima nachvollziehen: Der DAX wich in der ersten Maihälfte erstmals vom saisonalen Verlauf ab. Nach einem anschließenden Gleichlauf von 4 Wochen stellte sich der DAX erneut dem traditionellen Muster entgegen.


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Erst seit Anfang Oktober 2017 stimmen DAX und Saisonal-Chart zumindest in der Richtung wieder überein.

DAX gibt Experten erneut Rätsel auf

Auch aktuell gibt der DAX wieder vielen Analysten und Experten Rätsel auf:

Seit Ende August kletterte der Leitindex ungewöhnlich dynamisch: Ein Anstieg von rund 1.030 Punkten bzw. +8,6% in nur 6 Wochen.

Wie Sie im Chart sehen, hat der DAX auf Schlusskursbasis im Zuge dieser Rallye nur kleinere Rücksetzer von maximal 40 Punkten zugelassen. Und auch auf dem jetzt erreichten Rekordniveau macht der Leitindex (bislang) keine Anstalten, stärker zurückzusetzen – so wie es die Experten erwarten.

Die Börsenlogik hinter der jüngsten Entwicklung

Das ist in der Tat bemerkenswert, aber auch erklärbar

1. Korrekturen, also Gegenbewegungen nach dynamischen An- oder Abstiegen, können entweder im Preis oder in der Zeit erfolgen. Das bedeutet:

Statt ebenso schnell und kräftig zurückzusetzen wie er zuvor geklettert ist, könnte der DAX nun über einen längeren Zeitraum auf dem erreichten hohen Niveau seitwärts laufen.

2. Sie erinnern sich bestimmt: In meinen Beiträgen im September hatte ich mehrmals auf die im Markt steckende hohe Skepsis hingewiesen. So beispielsweise am 18. September 2017:

„Die Börsenexperten und -analysten bleiben vorsichtig. Nicht wenige dieser Herren WOLLEN skeptisch bleiben, OBWOHL sich die Aktienmärkte zuletzt gut entwickelt haben.“

Diese „Sorgenmacher“ stecken mit ihrem Pessimismus natürlich eine Menge Investoren an. Doch je unbeeindruckter sich der Aktienmarkt von deren Skepsis zeigt, umso pessimistischer werden diese „Angsthasen“.

Und es dauert gemeinhin etwas Zeit, diese Skeptiker zu Optimisten zu wandeln. Doch genau das gelingt wiederum nur, wenn der DAX sich derart robust zeigt wie in diesen Tagen.

DAX, was nun? Ein mögliches Szenario

Schauen wir noch einmal auf einen anderen DAX-Chart. Diesmal habe ich die Fibonacci-Retracements (Korrekturziele) für die Anstiege von November 2016 bis Juni 2017 sowie von Ende August 2017 bis gestern eingezeichnet.

Hier wird das Prinzip von „Korrektur in Preis oder Zeit“ deutlicher sichtbar:

dax_fibonacci-retracements_12-10-2017

Der DAX und seine Fibonacci-Korrekturziele

Von dem Anstieg ab November 2016 bis Juni 2017 wurden fast punktgenau -38,2% korrigiert.

Wenn wir einmal unterstellen, dass der DAX sein vorläufiges Hoch am 9. Oktober 2017 bei 12.996 markiert hat und weiterhin annehmen, dass es eher eine Konsolidierung auf hohem Niveau geben wird, dann wäre folgendes Szenario realistisch:

Der DAX setzt lediglich auf das erste Fibonacci-Korrekturziel (-23,6%) zurück. Das entspräche einem Index-Kursziel von 12.730 Punkten.

12. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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