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DAX30: K+S-Aktie nach Top-Zahlen im Minus

Der deutsche Leitindex DAX lag heute lange Zeit im Plus, doch am Ende drückten Gewinnmitnahmen den DAX gut 1% ins Minus. Starke Unternehmenszahlen sorgten zunächst für steigende Kurse, aber schwache US-Konjunkturdaten boten dann den Investoren eine Begründung, doch noch auszusteigen.

Es zeigt sich immer mehr: Viele Investoren haben die hohen zweistelligen Gewinne aus dem 1. Quartal 2015 noch nicht verdaut. Ein Musterbeispiel ist die K+S-Aktie, die im 1. Quartal von 22 auf 32 Euro geklettert war und nach Vorlage erstklassiger Zahlen wieder unter die 30-Euro-Marke gerutscht ist.

Das im deutschen Leitindex gelistete Bergbauunternehmen K+S, das auf Kali- und Salzförderung spezialisiert ist, legte gestern Top-Zahlen für das abgelaufene 1. Quartal 2015 vor und hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

K+S übertraf sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Konsensschätzungen der Analysten. Dennoch gab die K+S-Aktie gestern in der Spitze um über 7% nach.

Die jüngsten Quartalszahlen im Überblick

In den ersten 3 Monaten des Jahres stieg der Umsatz von K+S gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 16% auf 1,38 Mrd. Euro. Vor allem die höheren Durchschnittspreise in beiden Geschäftsbereichen (Kali und Salz), die zudem von einem starken US-Dollar profitierten, wirkten sich positiv aus.


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Im Berichtsquartal entfielen rund 53% des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Salz, gefolgt von Kali- und Magnesiumprodukten mit gut 44%, sowie den ergänzenden Aktivitäten mit 3%.

Der operative Gewinn (EBIT) lag bei 317 Mio. Euro und konnte damit den Vorjahreswert um rund 97 Mio. Euro bzw. rund 44% übertreffen. Der kräftige Ergebnisanstieg ist in erster Linie auf gestiegene Preise für Auftausalz in Nordamerika zurückzuführen

Der Geschäftsbereich Salz steigerte den operativen Gewinn in diesem Zeitraum um knapp 60% gegenüber dem Vorjahr. Auch im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte führte die Erholung der Durchschnittspreise zu einem höheren operativen Ergebnis (+36%).

Für K+S wirkte sich zudem auch hier der stärkere US-Dollar positiv aus. Daneben leisteten Einsparungen aus dem Programm „Fit für die Zukunft“ einen positiven Beitrag.

Großprojekt in Kanada auf gutem Wege

Das K+S-Management blickt auch optimistisch in die Zukunft: Beim Bau des neuen Kaliwerks in Kanada wurde im 1. Quartal die detaillierte ingenieurtechnische Planung fertiggestellt. K+S investierte nach eigenen Angaben im zurückliegenden Quartal 200 Mio. Euro in dieses Projekt.

Das Unternehmen sei jetzt auf einem guten Weg, das Werk wie geplant ab Sommer 2016 in Betrieb zu nehmen. Erste Tonnen Kalidüngemittel sollen bereits gegen Ende des Jahres produziert werden und das Investitionsbudget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar (rund 3 Mrd. Euro) soll eingehalten werden.

Ergebnisausblick für das laufende Jahr bekräftigt

Der Umsatz von K+S dürfte nach Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2015 deutlich über dem Vorjahreswert von 3,82 Mrd. Euro liegen. Bislang rechnete das Management mit einem moderaten Umsatzanstieg. Beide Geschäftsbereiche sollten von einem im Jahresvergleich höheren Durchschnittspreisniveau profitieren.

Beim operativen Gewinn bekräftigt das Unternehmen aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten 3 Monaten die Erwartung eines deutlichen Anstiegs im Vergleich zum Vorjahr, als der operative Gewinn bei 641 Mio. Euro lag.

Hier zeigt sich eine mögliche Ursache für den deutlichen Tagesverlust der K+S-Aktie am gestrigen Tag: Zwar hob das K+S-Management die Umsatzprognose an, nicht jedoch die Ergebnisprognose. Dies könnte bei einigen Anlegern für Enttäuschung gesorgt haben.

Ebenfalls denkbar ist, dass sich einige Anleger an eine alte Börsenweisheit gehalten haben, die besagt, dass man nach guten Nachrichten verkaufen sollte („Sell on Good News“).

Das würde nichts anderes bedeuten, als das diese Anleger Gewinne mitgenommen hätten. Schließlich konnte die K+S-Aktie seit Herbst vergangenen Jahres um rund 60% zulegen.

Unterm Strich bietet sich aus meiner Sicht nach den Gewinnmitnahmen der vergangenen beiden Tage (wobei heute auch der Dividendenabschlag berücksichtigt werden muss) eine interessante Einstiegsgelegenheit in diesen attraktiven DAX-Wert.

13. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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