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DAX30: Umsatz- und Gewinnprognosen lagen zuletzt oft daneben

Der DAX bleibt kurzfristig unberechenbar. Während der deutsche Leitindex gestern stark begonnen hatte und dann am Nachmittag in die Verlustzone rutschte, startete der DAX heute schwach, legte am Ende aber kräftig zu.

Wie schwer kurzfristige Prognosen sind, zeigt auch eine neue Studie. Eine heute veröffentlichte Analyse der renommierten Unternehmensberatung und Prüfungsgesellschaft Ernst & Young bringt zu Tage, dass börsennotierte Unternehmen aus Deutschland immer häufiger ihre eigenen Umsatz- oder Gewinnprognosen verfehlen.

Im vergangenen Jahr 2014 gaben die im Prime Standard gelisteten Unternehmen insgesamt 92 Gewinn- oder Umsatzwarnungen heraus. Das bedeutete einen Anstieg um 18% gegenüber dem Vorjahr, als es noch 78 Umsatz- und Gewinnwarnungen waren. Im Vergleich zu 2011 stieg die Zahl sogar um 88% – von 49 auf 92.

Hauptgründe für Gewinnwarnungen im Jahr 2014

Die Hauptgründe für die im vergangenen Jahr veröffentlichten Prognosekorrekturen waren allgemeine Marktfaktoren wie Eintrübungen der Konjunktur oder ein Nachfragerückgang. Diese Gründe waren für 42% aller Prognosekorrekturen verantwortlich.


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Danach folgten Gründe wie Schwierigkeiten bei internen Abläufen, Änderungen des Produktportfolios oder außerplanmäßige Kostensteigerungen, die in 22% aller Fälle ursächlich waren.

Dagegen wurden nur in jedem siebten Fall Probleme im Russland-Geschäft als Ursache genannt. Eine noch geringere Rolle spielten Restrukturierungskosten, die gerade einmal für jede achte Gewinn- und Umsatzwarnung verantwortlich waren.

Gewinnwarnungen nahmen trotz besserer Wirtschaftslage zu

Obwohl die deutsche Wirtschaft im Jahr 2014 mit +1,6% deutlich stärker wuchs als im Vorjahr (0,2%), stieg die Zahl der Gewinn- und Umsatzwarnungen deutscher börsennotierter Unternehmen.

Bernd Richter, Partner bei Ernst & Young, führt dies vor allem auf die Vielzahl an politischen und wirtschaftlichen Krisen zurück, die die Unternehmen unvorbereitet trafen: „Massive Währungsschwankungen, die Spannungen mit Russland und der Krieg in der Ostukraine, Terrorismus in Europa und zum Jahresende noch der Absturz des Ölpreises: 2014 war ein schwieriges und turbulentes Jahr, das den Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität abverlangte. Nicht alle waren darauf angemessen vorbereitet.“

Wer zuverlässig liefert und wer nicht

In den vergangenen vier Jahren mussten 43% der im Prime Standard gelisteten Unternehmen mindestens einmal eine Gewinnwarnung veröffentlichen. 29% der Unternehmen gaben mindestens eine Umsatzwarnung heraus.  Dabei war der Anteil der Unternehmen mit mindestens einer Gewinn- oder Umsatzwarnung im TecDax mit 47 bzw. 50% am höchsten.

Dafür war zuletzt der Anteil der Unternehmen, die gleich mehrfach innerhalb eines Jahres ihre Prognosen korrigieren mussten, im DAX besonders hoch. Denn: Im DAX korrigierten in den vergangenen vier Jahren sechs der 30 Unternehmen zwei Mal oder gar häufiger.

Daraus ergibt sich für die vergangenen vier Jahre ein Schnitt von 0,23 Gewinnwarnungen je Unternehmen und Jahr im DAX und damit mehr als in den anderen Segmenten. Bei den im TecDax und SDax notierten Unternehmen betrug der Wert beispielsweise nur 0,16.

Fazit: Die Prognosen werden tendenziell ungenauer

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gewinn- und Umsatzprognosen der börsennotierten Unternehmen in Deutschland von der Tendenz her zuletzt immer ungenauer geworden sind.

Fairerweise muss allerdings auch gesagt werden, dass die Schuld bei weitem nicht immer bei den Unternehmen bzw. beim verantwortlichen Management liegt. Stattdessen waren oft allgemeine wirtschaftliche Einflussfaktoren und politische Risiken die Ursache dafür, dass Unternehmen ihre Prognosen korrigieren mussten.

Die „vernetzte Weltwirtschaft“ sorgt dafür, dass die Schwankungen zunehmen. Damit müssen Sie als Anleger rechnen. Auf der anderen Seite beleben die Wachstumsmärkte die weitgehend gesättigten Industrieregionen. Die exportorientierten deutschen Unternehmen profitieren unter dem Strich – trotz der zunehmenden Schwankungen – von der Globalisierung.

4. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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