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Deal-Lust in Westeuropa bleibt auf hohem Niveau

Die guten Voraussetzungen am Übernahme-Markt haben sich im Mai erneut in der Deal-Statistik des Bureau van Dijk widergespiegelt. Mit Deal-Ankündigungen im Volumen von 107,6 Mrd. Euro, lag das Volumen im Mai zum vierten Mal in Folge bei über 100 Mrd. Euro.

Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt das Plus nach vorläufigen Zahlen bei rund 35%. Im Mai 2014 wurden Deals im Volumen von 79,4 Mrd. Euro angekündigt. Die Statistik zeigt – zumindest auf den ersten Blick – dass der Übernahme-Markt brummt.

Nicht einmal 10 Deals sprengen die Milliardengrenze

Ein Blick auf die 20 größten Deals zeigt, dass in Westeuropa nicht einmal 10 Deals ein Übernahme-Volumen von 1 Mrd. Euro hatten. Das hohe Deal-Volumen von über 100 Mrd. Euro in erster Linie auf die Übernahme-Pläne von Monsanto zurückzuführen.

Der amerikanische Saatgut-Hersteller will die Schweizer Syngenta für 40 Mrd. Euro übernehmen. Nur diese Deal-Ankündigung ist für 37% des Gesamt-Volumens verantwortlich.


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Berücksichtigt werden muss auch, dass auf Platz 2 kein „echter“ Übernahme-Deal steht. Die Minderheitsbeteiligung an der Lloyds Bank im Volumen von 12,7 Mrd. Euro führt nicht zu einem Kontrollwechsel und ist auch kein Deal, von dem Aktionäre profitieren konnten.

Der größte „echte“ Deal hat ein Volumen von 2,6 Mrd. Euro und ist die Übernahme des Bekleidungsunternehmens New Look. In der Branche herrscht leichte Krisenstimmung, dennoch nimmt das Deal-Volumen in dem Sektor zu.

Nach 4,4 Mrd. Euro Dealvolumen im Vorjahreszeitraum liegt das Volumen diesmal bei 6,4 Mrd. Euro. Vielleicht sind Schnäppchenjäger unterwegs, die das gesunkene Bewertungsniveau vieler Unternehmen ausnutzen möchten.

Die Schweiz hängt alle ab: Monsantos Interesse an Syngenta sorgt für Platz 1 im Übernahme-Ranking

Im Länder-Ranking ist diesmal nicht Großbritannien an der Spitze des Tableaus. Mit 42,6 Mrd. Euro ist die Schweiz aktuelle Nummer 1. Im Vorjahreszeitraum lag das Volumen nur bei 1,1 Mrd. Euro, im Vormonat bei 1,6 Mrd. Euro. Die Statistik wird also erheblich durch den einen möglicherweise stattfindenden Deal von Monsanto und Syngenta verzerrt.

Aber auch ohne diesen Deal wäre das Übernahme-Volumen hoch gewesen. Zudem muss klar gesehen werden, dass es aktuell noch viele Gerüchte zu Schweizer Übernahme-Kandidaten gibt. Es ist durchaus vorstellbar, dass 2015 für die Schweiz ein außergewöhnlich gutes Übernahme-Jahr wird auch wenn der Syngenta-Deal nicht stattfinden sollte.

Das war nach der Frankenaufwertung so nicht zu erwarten.

Übernahme-Volumen in Deutschland auf niedrigem Niveau: Sorgt Griechenland-Krise für Zurückhaltung?

Deutschland ist in dem Ranking mit einem Volumen von 4,1 Mrd. Euro nur auf dem fünften Platz. Gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt das Minus 87% und gegenüber dem Vormonat 11%. Trotz weiterhin guter Voraussetzungen hat sich der positive Trend zu Beginn des Jahres bisher nicht fortgesetzt.

Eine Ursache könnte die Griechenland-Krise und die damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich der Gemeinschaftswährung und der weiteren wirtschaftlichen Folgen sein. So lange das Thema präsent ist, könnte die Zurückhaltung trotz ansonsten guter Rahmenbedingungen hoch bleiben.

Es ist aber auch sehr gut vorstellbar, dass es diesbezüglich in den kommenden 4 Wochen wichtige Neuigkeiten gibt, die den Knoten lösen und eine Deal-Flut in Deutschland nach sich ziehen.

12. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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