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Deals in der Glücksspielbranche bleiben aus: Aktien von Bwin und 888 sacken ab

Die britische Online-Glücksspiel-Plattform 888 hat die Übernahme-Gespräche mit dem Bieter William Hill abgebrochen. Das Unternehmen teilte mit, dass es zu große Meinungsverschiedenheiten über einen fairen Preis gab.

888 ist bereits seit Jahren Übernahme-Kandidat und bekommt immer wieder mal ein Angebot vorgelegt. Bisher reichte jedoch kein Angebot aus, um das Management oder den israelischen Großaktionär zufrieden zu stellen.

Dies scheint jedoch nicht an absurder Preisvorstellungen zu liegen, sondern vielmehr daran, dass die Offerten wirklich stets zu niedrig waren. Immerhin sind die Angebote in den vergangenen 9 Jahren von 150 auf 700 Mio. britische Pfund gestiegen.

Trotz Konsolidierungswelle: 888 und bwin bleiben zunächst eigenständig

Es wird erwartet, dass in der europäischen Glücksspielbranche die 2014 begonnene Konsolidierung weitergeht. Auslöser ist eine Rechts- und Besteuerungsveränderung. Ganz heiß wurden dabei die Unternehmen 888 und – seit Oktober vergangenen Jahres – bwin gehandelt.

Bei bwin wurde die Übernahme-Wahrscheinlichkeit von einigen Analysten sogar als ausgesprochen hoch angesehen, während der potenzielle 888-Deal nicht ganz so wahrscheinlich erschien.


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Den jüngsten Meldungen zufolge dürfte inzwischen bei beiden Übernahme-Kandidaten ein Deal deutlich weiter entfernt sein als noch vor einer Woche.

888-Aktie verliert nach Deal-Aus 11,2%…

Die geplatzten Gespräche von William Hill und 888 setzten die Aktie des Übernahme-Kandidaten unter Druck. Gestern verliert das Papier im Londoner Handel 11,2% auf 1,51 Pfund.

Heute Morgen kommt es allerdings zu einer kleineren Gegenreaktion auf 1,60 Pfund, sodass unter dem Strich trotz des geplatzten Deals die Aktie 10% über dem Preis vor Aufkommen der William Hill-Gerüchte notiert. Dies liegt daran, dass Marktteilnehmer noch auf andere potenzielle Bieter setzen und 888 in guter Verfassung ist.

…und bwin-Aktie knapp 20%

Bei bwin sorgte die indirekte Unternehmens-Meldung über mangelndes Übernahme-Interesse für einen Schock unter den Anlegern. Die Chance war da, zumal die Gerüchte-Küche bis zu 5 potenzielle Käufer nannte. Doch offenbar wollte am Ende keiner.

Am Freitag verlor die Aktie im Londoner Handel knapp 20%. Im Zuge der Übernahme-Spekulationen notierte das Papier Ende November noch bei 1,15 Pfund – am Freitag konnten Interessierte für 0,85 Pfund zuschlagen.

Wie bei 888 konnte sich die bwin-Aktie gestern und heute allerdings wieder vorarbeiten und notiert am Mittag bei 0,93 Pfund.

Übernahme-Chance nicht vom Tisch: Achten Sie jedoch auch auf den fundamentalen Rahmen

Sowohl bwin als auch 888 sind trotz der jetzt gescheiterten Verhandlungen weiterhin Übernahme-Kandidaten. Bei beiden Unternehmen gab es Übernahme-Fakten und nicht nur bloße Gerüchte.

Wie Ihnen der Übernahme-Sensor bereits berichtete, kann es sehr lohnenswert sein, sich nach einem Deal-Aus in Verbindung mit einem Kurssturz zu positionieren, um auf einen anderen Bieter zu setzen. Nicht selten ist das gleiche Unternehmen dann plötzlich erneut im Zentrum von Übernahme-Spekulationen und der Preis zieht an.

Es bleibt aber festzuhalten, dass die Strategie nur dann gut ist, wenn auch der fundamentale Rahmen stimmt. Dann haben Sie auch Gewinnchancen, falls es keine Übernahme gibt.

Daher sollte vor einem Engagement in 888 oder bwin die Geschäftsentwicklung und Bewertung betrachtet werden. Blind Übernahme-Gerüchten hinterher zu jagen, führt nicht zum Erfolg.

17. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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