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Deflation: Krisen haben schon immer einem niedrigen Preisniveau geführ

Finanzkrisen, aber auch andere große Krisen, führen meistens zu einem Einbruch des Wirtschaftswachstums. Unternehmenszusammenbrüche, massive Arbeitslosigkeit und Deflation sind die Folgen. Auch nach dem Ersten Weltkrieg war die wirtschaftliche Situation alles andere als ausgeglichen.

Durch Zinszahlungen und Schuldentilgung aufgrund von Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg, war der Haushalt der deutschen Reichsregierung Anfang der 1920er Jahre stark belastet.

Die Regierung versuchte mit immer höheren Reichsbankkrediten und eifrigem Betätigen der Notenpresse der Lage Herr zu werden.

Das Giralgeld, sprich das Buchgeld, welches nicht in Form von Scheinen oder Münzen als Bargeld vorliegt, sondern als sofort liquidierbares Bankguthaben auf einem Konto liegt, stieg auf 500 Trillionen Mark.

300 Papierfabriken und 150 Druckereien waren mit der Herstellung von Banknoten beschäftigt und das umlaufende Bargeld stieg auf fast dieselbe Menge. Die Kaufkraft des deutschen Geldes fiel ins Bodenlose, der Kurs zum Dollar stieg steil an.


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Die Reichsbanknoten wurden mit immer höherem Nennwert ausgegeben, so dass schließlich eine Flucht in Dollar, Sachwerte und Immobilien einsetzte.

Die Geschäftsinhaber brachten ihr Geld schnellstmöglich auf die Bank und tauschten  es in Fremdwährungen um. Wegen des schnellen Preisverfalls wurde der Lohn zweimal täglich ausgezahlt.

Das Geld verlor fast gänzlich seine Zahlungsmittelfunktion und es wurde mit Naturalien bezahlt.

Die Hyperinflation kann dabei als unmittelbare Folge der Schulden aus den Reparationsforderungen ans Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg gesehen werden. Inflation ist, wie hier zu sehen ist, eine Ausnahmeerscheinung und nicht die Regel.

Die Währungsreform 1923 – Der Weg für die nächste Deflation wird frei

Nach der Hyperinflation 1923 wurde am 15. November 1923 eine Währungsreform durchgeführt. Dabei wurde eine Billion Papiermark in 1 Rentenmark umgetauscht.

Der Wechselkurs zum Dollar wurde auf 4,2 Rentenmark = 1 Dollar festgesetzt. Bei der Rentenmark handelte es sich um ein Übergangsgeld, das am 30. August 1924 von der goldgedeckten, frei konvertierbaren Reichsmark abgelöst wurde.

Gerade diese Golddeckung sollte sich im weiteren Verlauf jedoch als fatal herausstellen.

Nach der Währungsreform ergab sich zunächst eine kurze Phase der scheinbaren Stabilität. Doch auch die Währungsreform von 1923 hatte keine stabile Währung geschaffen, sondern nur den Grundstein für eine noch viel schlimmere Krise gelegt, die Deflation.

Ursache dafür war der Goldstandard, der 1924 im Deutschen Reich und 1926 weltweit eingeführt wurde. Dabei wurde die Geldmenge fest an eine bestimmte Goldmenge gekoppelt.

Das bedeutete, dass die Notenbank nur dann die Geldmenge erhöhen konnte, wenn sie entsprechend mehr Gold in die Tresore einlagerte. Diese Goldbindung hat in den 30er Jahren zu einem unheilvollen Resultat geführt, zu einer schweren Deflation.

30. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.