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Delticom: Reifenhändler ist ins Rutschen gekommen


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Der Winter kommt in den nächsten Tagen und wird in Teilen Deutschlands den ersten richtigen Schnee bringen.

Wenn sich so eine Wetterlage einstellt, ist eins klar: Es gibt einen Run auf die Kfz-Werkstätten, um dann endlich noch die passenden Winterreifen auf das Auto zu packen.

Von solchen Nachfragespitzen profitieren die Reifenhersteller aber auch die Reifenhändler. Einer der größten Händler ist Delticom. Der auf den Onlinehandel spezialisierte Händler hat in den vergangenen Jahren seine Marktstellung massiv ausgebaut.

Doch in diesem Jahr steht das Unternehmen vor einer Bewährungsprobe. In den ersten neuen Monaten ging der Umsatz zurück. In einem insgesamt schwächeren Markt sank der Umsatz um knapp 6% auf nur noch 280 Mio. Euro.

Noch sehr viel deutlicher fiel der Rückgang beim Gewinn aus. Hier musste Delticom ein Minus von fast 40% auf nur noch 11,7 Mio. Euro verkraften.

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Die Ertragskraft gemessen an der Umsatzrendite ist im aktuellen Geschäftsjahr eben deutlich gesunken: Die hat sich von 9,5% im Geschäftsjahr 29011 auf nur noch 6,2% verringert.

Schwache Delticom-Zahlen sorgen für Kursabsturz

Diese Zahlen haben an der Börse den ohnehin schon bestehenden Abwärtstrend bei Delticom nur noch verstärkt. Mit rund 32 Euro sackte die Aktie erst vor einigen Tagen auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

Vom Allzeithoch aus dem Februar 2012 bei 82 Euro hat die Aktie bis jetzt rund 60% an Wert verloren. Das ist ein schmerzlicher Absturz für eine Aktie, die in den Jahren davor zu den Lieblingen der Analysten zählte.

Delticom hatte es eben geschafft den Onlinehandel mit Reifen europaweit profitabel aufzubauen. Aktuell ist das Unternehmen in 42 Ländern mit insgesamt 128 Online-Shops vertreten.

Durch die Einbindung von Partnerwerkstätten gelingt es Delticom auch sehr kundenfreundlich zu agieren: Der Kunde bestellt seine Reifen online – diese werden dann aber in eine ausgewählte Partnerwerkstatt in der Nähe des Kunden geliefert und dort montiert. Delticom verzahnt so das Onlinegeschäft und den klassischen Reifenhandel.

Zwischen 2008 und 2011 hat das Unternehmen so den Umsatz um 86% und den Gewinn nach Steuern sogar um 207% gesteigert. Jetzt hat die Wachstumsdynamik klar nachgelassen und die Aktie ist abgestürzt.

Doch die Vorteile des Geschäftsmodells wirken noch immer. Und nach dem Kurssturz ist auch die Bewertung wieder attraktiver: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2013 beträgt nur noch 13. Bei einem aktuell geschätzten Gewinnwachstum von geschätzten 9,2% ist das noch ein attraktiver Wert.

Wie tiefgreifend aktuell aber die Änderungen bei Delticom sind, verdeutlicht der Blick auf die Entwicklung der Gewinnschätzungen.

Noch vor sechs Monaten betrug die durchschnittliche Gewinnschätzung für 2013 immerhin 3,90 Euro pro Aktie. Aktuell liegt die Konsensschätzung mit 2,48% um 37% darunter.

Immerhin hat sich die Aktie in dieser Woche vom Tief wieder etwas gelöst – aber bei der angespannten Lage könnten die nächsten Wochen für Delticom weiterhin eine Rutschpartie an der Börse bleiben.

28. November 2012

Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.