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Dem DAX auf die Knochen geschaut

Wenn Sie ein Röntgenbild betrachten, erfahren Sie Dinge, die Sie sonst nicht zu sehen bekämen. Genau das mache ich heute für Sie mit dem DAX 30: Wir schauen auf seine Röntgenbilder und stellen eine aktuelle Diagnose!

Die Point&Figure-Strategie – das ist die Analysemethode mit den Kreuzen („X“) und Kringeln („O“) – hat gegenüber der traditionellen Charttechnik einen großen Vorteil:

Gleich welchen Markt Sie auch betrachten: Sie können zu jeder Zeit anhand des Verlaufs der „Xs“ und „Os“ beurteilen, ob dieser Markt sich gerade in einem Kaufsignal oder in einem Verkaufssignal befindet.

In der herkömmlichen Charttechnik gibt es nur wenige Indikatoren, die das bewerkstelligen, wie beispielsweise der MACD (Moving Average Convergence Divergence). Die Abkürzung bedeutet so viel wie „zusammen oder auseinander strebende Gleitende Durchschnitte“.

Ohne zu sehr in die technischen Details zu gehen: Aus zwei exponentiellen Gleitenden Durchschnitten wird eine Differenz ermittelt, die MACD-Linie. Aus dieser wird dann eine weitere exponentielle Durchschnittslinie abgeleitet, die als Signallinie (auch als Trigger bezeichnet) verwendet wird.

Aus den Überkreuzungen dieser beiden Linien ergibt sich dann entweder der Zustand „im Kaufsignal befindlich“ oder „im Verkaufssignal befindlich“. Genau diesen Umstand habe ich mir bei der Entwicklung eines eigenen Indikators zunutze gemacht:

Eigengewächs: Anteil der MACD-Kaufsignale im DAX 30

Ich errechne beispielsweise für den DAX 30 nach jedem Handelstag, wie viele der im Index enthaltenen Titel sich gerade in einem Kaufsignal befinden. Die ermittelte Zahl setze ich dann in ein prozentuales Verhältnis zur Gesamtzahl der Index-Aktien, im Falle des DAX also 30.

Doch ich gehe noch einen Schritt weiter: Diese Anteile an MACD-Kaufsignalen bestimme ich nicht nur auf Tages-Basis (kurzfristiger Trend), sondern auch auf Wochen- und Monats-Basis, also für den mittelfristigen und langfristigen Trend.

Die aktuellen Trends im DAX 30

Nachfolgend sehen Sie nun die Verläufe dieser drei Indikatoren:

anteile macd-kaufsignale im dax 30 auf tages-basis-13-05-2015

Anteile MACD-Kaufsignale im DAX 30 (Tages-Basis): Erholung zeichnet sich ab

Sie sehen: Der kurzfristige Indikator, also die Anteile der MACD-Kaufsignale auf Tages-Basis, tendiert seit Mitte März abwärts. Aktuell scheint sich eine Aufwärtswende zu etablieren.

Der mittelfristige Indikator (Wochen-Basis) ist seit Mitte April von 96,7% auf 33,3% (Stand: 08.05.2015) eingeknickt. Das heißt: Befanden sich vor knapp 4 Wochen noch 29 DAX 30-Aktien in einem MACD-Kaufsignal, so sind es derzeit nur noch 10.

anteile macd-kaufsignale im dax 30 auf wochen-basis-13-05-2015

Anteile MACD-Kaufsignale im DAX 30 (Wochen-Basis): Korrektur noch nicht beendet

Schauen wir nun auf den langfristigen Trend (MACD-Kaufsignale auf Monats-Basis): Dort sehen wir seit Mitte März so gut wie gar keine Veränderung. Tatsächlich hat sich der Anteil der MACD-Kaufsignale sogar von 86,7% auf 90% leicht verbessert: Statt zuvor 26 befinden sich nun 27 DAX-Aktien in einem MACD-Kaufsignal.

anteile macd-kaufsignale im dax 30 auf monats-basis-13-05-2015

Anteile MACD-Kaufsignale im DAX 30 (Monats-Basis): Langfristiger Aufwärtstrend völlig intakt

Fazit

Auch wenn die DAX 30-Entwicklung in den letzten beiden Monaten für investierte Anleger nicht sonderlich erfreulich war: Aus der langfristigen Perspektive heraus betrachtet, gibt es derzeit keinen Anlass zur Sorge.

Tatsächlich deutet die aktuelle Konstellation dieser 3 Indikatoren kurzfristig auf eine Erholungsphase hin. Sollte in den nächsten Wochen auch der mittelfristige Indikator wieder nach oben drehen, können Sie sich wohl auf neue Rekordstände im DAX 30 freuen.

Bis es soweit ist, sollten Sie für den DAX 30 noch ein wenig Geduld aufbringen.

13. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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