Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Depotabsicherung gegen Kursverluste

In den vergangenen Wochen gab es zwar an den internationalen Börsen deutliche Erholungstendenzen, dennoch sind die konjunkturellen Schwächeanzeichen in Deutschland und den USA immer noch erkennbar. Das Risiko, dass es zu weiteren Rückgängen an den Börsen kommt, bleibt daher weiterhin hoch. Angesichts der politischen und konjunkturellen Situation sind mittelfristig weitere Rückgänge des DAX durchaus nicht unrealistisch.

Doch Anleger können sich absichern

Für Sie als Anleger muss dieses vorhandene Abwärtspotenzial jedoch nicht zum Renditerisiko werden. Vielmehr bietet die Produktvielfalt in der deutschen Börsenlandschaft Möglichkeiten, das Depot gegen fallende Kurse abzusichern (Hedging). Mit Put-Optionsscheinen (Verkaufsoptionen) gewinnen Anleger von fallenden Kursen. Wenn Sie Put-Optionsscheine dem Depot beigemischt haben, gleichen die damit erzielten Gewinne die Verluste der Aktien aus. Natürlich muss für eine solche „Versicherung“ auch eine Prämie gezahlt werden. Dafür können Sie sich als Anleger dann aber beruhigt zurücklehnen, wenn es an den Börsen mal wieder krachen sollte.

Mit der richtigen Wahl des Basiswertes

Wichtig bei der Konstruktion einer Put-Optionsschein-Versicherung ist die Wahl des Basiswertes des Optionsscheins, also des Basiswertes, der versichert werden soll. Am leichtesten ist die Versicherung von Unternehmen, die in einem der großen Indizes, wie dem DAX oder MDAX notiert sind. Hier gibt es ein ausreichendes Optionsscheinangebot. Auf Nebenwerte gibt es dagegen nur selten Optionsscheine. Daher kommt eine Einzelabsicherung von Nebenwerten mit Put-Optionsscheinen nicht in Betracht. Vielmehr muss man auf eine Absicherung des gesamten Depots zurückgreifen. Als Basiswert kommen dabei Indizes wie der MDAX oder bei technologielastigen Depots der TechDAX in Frage, die das deutsche Aktienumfeld im Durchschnitt repräsentieren.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


der richtigen Menge an Puts

Die nächste Überlegung bei der Absicherung des Depots bezieht sich auf die richtige Anzahl an Verkaufsoptionen. Dabei hilft die folgende Faustformel:

Demnach muss ein Anleger, der  im Depot Aktien im Wert von 10.000 Euro hat, bei einem Stand des MDAX von 5.600 Punkten und einem Bezugsverhältnis der Puts von 0,01 gerundet 179 Put-Optionsscheine (= 10.000 Euro: (5.600 x 0,01)) kaufen. Sinkt nun der MDAX, steigen die dazugehörigen Puts. Die Gewinne gleichen den Verlust der Aktien im Depot aus. Bei einem Kurs von 7,05 Euro (siehe unten) würde die Absicherung des Depots also 1.261,95 Euro kosten (179 x 7,05 Euro). Die diesem Beispiel zugrunde liegenden Absicherungskosten betragen somit +12,62 %.

und der korrekten Wahl des Basispreises

Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Basispreises. Der Basispreis der Put-Optionsscheine sollte unter dem Kurs des Basiswertes liegen. Der Vorteil dabei ist, dass der Anleger sehr schnell an steigenden Aktienkursen partizipiert. Allerdings sind die relativen Absicherungskosten (Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem inneren Wert eines Puts) bezogen auf den Depotwert dann auch höher. Je niedriger der Basispreis gewählt wird, desto höher ist demnach die „Selbstbeteiligung der Versicherung“.

Am Ende der Laufzeit erhält der Käufer die Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Kurs des Basisobjekts ausgezahlt. Fällt der Index, vergrößert sich die Differenz zum Basispreis und damit der Auszahlungsbetrag als Ausgleich für die Kursverluste. Notiert der Index bei Fälligkeit über dem Basispreis, sind die Anschaffungskosten der Puts dahin. Dafür ist dann der Gesamtmarkt gestiegen und die Aktien haben die Gewinne eingefahren.

kann das Depot wirkungsvoll abgesichert werden.

FAZIT: Um sich vor Kursverlusten an den internationalen Aktienmärkten abzusichern, stellt ein Hedging mit Put-Optionsscheinen eine wirksame Methode dar. Zwar gibt es die Absicherung nicht gratis und bei steigenden Kursen schrumpft die Performance ein wenig, jedoch lassen sich Verluste bei fallenden Kursen auch begrenzen.

PS: Vom erfolgreichen Traden mit Optionsscheinen können die Abonnenten  des „F-Trader“ berichten …

30. November 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt